ALTLANDKREIS

Der Altlandkreis liegt im Bundestrend

 Bei der Landtagswahl war der Altlandkreis ein bisschen Römmelt; jetzt ist er wieder tiefschwarz. Das zeigt der Vergleich zwischen Landtags- und Bundestagswahl. Personenbonus gab es – wenn überhaupt – nur für CSU und FDP.

Es ist reichlich eine Woche her, da errang Riedenbergs Bürgermeister bei der Landtagswahl einen Achtungserfolg für sich und die SPD: 19,1 Prozent der Stimmen im gesamten Landkreis für ihn; in seinem Heimatort Riedenberg erhielt er 66 Prozent der Erststimmen. Seine Partei errang dort insgesamt 39,5 Prozent.

In den Landtag schaffte es Römmelt zwar nicht. Und auch bei den Parteien hatte die CSU in Riedenberg mit 44,2 Prozent die Nase vorn.

Aber Römmelts Beispiel zeigt: Die Menschen unterstützen Kandidaten, die sie kennen. Oft über Parteigrenzen hinweg. Robert Römmelt flogen auch überdurchschnittlich viele Stimmen aus dem Altlandkreis zu.

Eine Woche später bei der Bundestagswahl: Der Personenbonus ist weg, gerade in Riedenberg. Die CSU kommt dort auf 62,1 Prozent – eines der besten Ergebnisse im Landkreis.

Die SPD sackt auf 13,7 Prozent ab. Auch das liegt im Landkreis-Trend. Wobei es die Genossen anderswo noch schlimmer erwischt haben.

Was auffällt: Die CSU konnte in einigen Orten im Altlandkreis besonders punkten, wo sie den Bürgermeister stellt: Schondra 67,7 Prozent, Oberleichtersbach 65 Prozent, Motten 62,8 Prozent.

Einen Personenbonus könnte es ausgerechnet für die FDP gegeben haben – obwohl Adelheid Zimmermann bei der Bundestagswahl gar nicht kandidierte.

Entgegen dem Bundestrend, bei dem sie unter die Fünf-Prozent-Hürde rutschte, erhielt die FDP in Bad Brückenau glatte sechs Prozent. Wäre es nur nach den Riedenbergern gegangen, hätte die FDP auch dort den Einzug in den Bundestag mit fünf Prozent geschafft.

24 Jahre ist Zimmermann im politischen Geschäft. Vor einer Woche zog sie erneut in den Bezirkstag ein. Gut möglich, dass die Wähler das würdigten.

Keine Vorteile konnte Benjamin Wildenauer, der Kandidat der Piraten aus Bad Brückenau, aus seiner Herkunftschaft ziehen. Magere 2,3 Prozent erzielte er im Wahlkreis Bad Kissingen. Das liegt nur knapp über dem Schnitt an Zweitstimmen (2,0 Prozent), die seine Partei im Landkreis erhalten hat.

Selbst beim Heimspiel in Bad Brückenau vereinte Wildenauer nur 120 Stimmen auf sich. 4,1 Prozent sind das. Selbst der lokal eher unbekannte Stefan Bannert von den Linken war besser (152 Stimmen).

Die Piraten an sich lagen bei den Zweitstimmen bei nur 66 und damit bei 2,2 Prozent.

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