BAD KISSINGEN

Der Frauenversteher: Carmen und der Aufreißer

Der Frauenversteher: Der Trick in der Bar
Wenn Männer leise aufstöhnen – nun ja, dann kann das verschiedene Gründe haben. Passiert das Stöhnen abends an einer Bar, ist allerhöchste Vorsicht geboten. Was das Erobern von Frauen anbelangt, haben die Männer inzwischen unglaubliche Tricks auf Lager. Ein Blick in die Abgründe der männlichen Psyche gewähren diverse Internet-Portale. Wurden früher die wichtigsten Erkenntnisse zum Thema Frau vom Vater an den Sohn weitergegeben, so hat mittlerweile das Internet übernommen. Wobei man sich dort nicht mit Trick 17 begnügt, sondern mit ausgefuchsten Techniken. Auf den Männerseiten finden sich unglaubliche Frauen-Aufreiß-Tipps. Einer heißt „Abschiedsbrief-Köder“ und zeigt, wie perfide die Herren der Schöpfung inzwischen ihre Eroberungen planen. Kurz zusammengefasst verbirgt sich hinter dem „Abschiedsbrief-Köder“ das Stöhnen an der Bar. Wobei der Stöhner gezielt neben einer Schönheit Platz nimmt und einen Brief in der Hand hält. Mit tränenerstickter Stimme, einem doppelten Whiskey in der Hand und schwer seufzend fragt der Mann die Schönheit: „Entschuldigung, ich möchte sie wirklich nicht belästigen. Aber dieser Brief ist unheimlich wichtig für mich. Und gerade jetzt habe ich meine Brille . . . würden Sie (schluck) ihn mit bitte vorlesen?“ Natürlich ist der Brief selbst geschrieben und hat etwa folgenden Inhalt: „Ich verlasse Dich! Ja, gewiss, wir hatten eine wundervolle Zeit. Niemand hat bisher so viele Dinge wie Du mit mir unternommen! Ob Theater, Kino oder Konzerte – immer hattest Du eine Überraschung für mich bereit. Es war wunderbar, wie Du Dich um den Haushalt gekümmert hast. Ich habe Deinen sprühenden Charme und Deinen Humor geliebt. Ebenso wie ich die Wochenend-Tripps nach London und Paris sowie die Segel-Turns bei Griechenland genossen habe. Nie werde ich die langen Waldspaziergänge in Schweden vergessen. Und dass Du trotz Deiner Position als Chefarzt immer Zeit für mich hattest, ist wirklich unglaublich. Doch Du hast mir immer zu viel Freiheiten gelassen. Der Body-Builder aus meinem Fitness-Club ist völlig anders. Bitte vergiss mich! Deine Claudia!“ Ist das nicht ein starkes Stück, mit welchen Mitteln Männer heutzutage auf Frauen-Fang gehen? Der eigentliche Skandal aber ist: Es wird mit keinem Sterbenswörtchen verraten, in welchen Bars man derlei tolle Typen trifft.

Gründe für einen handfesten Streit gibt es in einer Partnerschaft immer. Selbst beim Essen kann einem selbiges schnell hochkommen, wenn statt gefräßigem Schweigen plötzlich Wert gelegt wird auf ein gepflegtes Tischgespräch.

„Na, wie schmeckt Dir mein neues Rezept?“, will sie erwartungsfroh wissen.

Darauf er, brummelnd: „Warum suchst Du schon wieder Streit?“

Weil immer und überall gestritten wird, beschäftigte sich kürzlich eine Studie mit dem Thema. Eine Rankingliste für Streitgründe. Werfen wir vorsichtig einen Blick hinein. Wie es aussieht, regen sich Frauen so ziemlich über alles auf: • 30 Prozent geraten beim Thema Putzen in Rage und streiten regelmäßig mit ihrem Partner. • 25 Prozent regen sich auf, weil die bessere Hälfte nicht zuhören kann. • 24 Prozent bekommen regelmäßig beim Thema Geld einen dicken Hals. • Dass für gemeinsame Aktivitäten keine Zeit bleibt, monieren 22 Prozent. • Bei acht Prozent passt es im Bett nicht.

Natürlich können sich Frauen und Männer auch ganz normal unterhalten – zumindest manchmal. Womit wir zum Dialog des Tages kommen, der sich in einem Zugabteil abspielt:

Frau und Mann sitzen sich gegenüber, es kommt erst zu abschätzenden Blicken und dann zu einem Gespräch. Er: Darf ich nach Ihren Namen fragen? Sie: Dürfen Sie: Carmen. Er: Ein schöner Name! Sie: Eigentlich heiße ich Petra. Der Name gefällt mir jedoch so gar nicht. Aber weil ich Autos und Männer liebe, habe ich mich für Car und Men entschieden.

Der Mann bekommt ein knallrotes Gesicht. Sie: Und darf ich Sie auch nach Ihrem Namen fragen? Er: Bieraufreißer.

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