RAMSTHAL

Diskussion um Kindergarten-Einschreibung wird schärfer

Der Ramsthaler Kindergarten ist zu klein. Foto: Wolfgang Dünnebier

Die Diskussion um den Einschreibetermin am Ramsthaler Kindergarten am Montag von 10 bis 11.30 Uhr erreicht neue Ausmaße. Bürgermeisterkandidat Daniel Lohfink (Ramsthaler Liste) appelliert an die Eltern, diese Warteliste zu ignorieren und sich nicht einzutragen.

Wie berichtet, werden nach aktuellem Stand zum Kindergartenjahr 20/21 nicht alle Kinder einen Platz bekommen. Wer auf der Warteliste weiter hinten steht, könnte in die Röhre schauen

Deshalb ruft Lohfink alle Ramsthaler dazu auf, sich um 9.30 Uhr vor dem Kindergarten zu versammeln, um sich mit den Eltern zu solidarisieren. Es gebe bei Prüfung aller Alternativen genügend Gelegenheit, die Kinder im Kindergarten unterzubringen.

Eine „Frechheit“ nennt Bürgermeister Alfred Gündling (CSU) auf Nachfrage den Boykottaufruf. Weiter wolle er zu dem „Wahlkampfmanöver“ nicht Stellung nehmen. Er bleibt dabei, dass sich die Platzprobleme nur durch einen Neubau zuverlässig lösen lassen. Die Aufstellung eines einzelnen Containers reiche allenfalls für eine Übergangsphase aus. Die Zahlen, mit denen die Gegner eines Neubaus argumentieren, seien rein spekulativ. Es könnten künftig auch mehr Kinder auf die Welt kommen. Ansonsten könne man ja gleich eine Ein-Kind-Politik wie in China verfolgen. Um die Schwankungsbreite zu verdeutlichen, verweist er auf seinen Geburtsjahrgang 1961. Damals kamen in Ramsthal 46 Kinder zur Welt.

Bürgermeisterkandidat Rainer Morper (Bürgerblock/Intesserengemeinschaft) hält auf Nachfrage nichts davon, den Einschreibetermin zu boykottieren. Dieser sei ja vom Gemeinderat beschlossen, und ohne die Aufstellung der Warteliste habe man in vier Wochen auch noch keine Lösung.

Wie Morper hofft auch der amtierende zweite Bürgermeister Martin Thürmer noch auf eine Lösung bis in den September. „Aktuell haben wir keine“, räumt er ein. Die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sei aber so gut, dass es nicht aussichtslos sei, doch noch alle Kinder unterzubringen. Dazu solle man die Gemeindeverwaltung ihre Arbeit machen lassen, wendet auch er sich gegen die Protestaktion am Montag.

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