OERLENBACH

Einheit, Extremismus und Religion

(ge) Den Unterricht beleben und intensivieren – dieses Ziel verfolgt die Mittelschule Oerlenbach, indem sie das kostenlose Angebot der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung nutzt, um Schülern aktuelle Themen näher zu bringen.

Den Themenkomplex „20 Jahre Deutsche Einheit“ bearbeitete jetzt Rechtsanwalt Steffen Vogel aus Schweinfurt. Der CSU-Landtagskandidat von 2008 scheute sich nicht, Einwände kritisch zu hinterleuchten und mit den Jugendlichen oft geäußerte Einwände zu diskutieren.

Den Part Extremismus bearbeitete Andreas Will, Ex-Kriminalbeamter aus Bamberg. Zu warnen sei vor dem Erwerb bestimmter Songs und Schriftstücke, da diese laut Verfassungsschutz verboten sind. Der weiteren Vertiefung dienten die Broschüren „Hellhörig bei braunen Tönen“ des bayerischen Innenministeriums und „Rechtsextremismus“ des Verfassungsschutzes.

Breiten Raum nahm das Thema „Weltreligionen“ ein. Karsten Pfeifer, Politologe aus München, beleuchtete mit den Klassen sieben bis zehn einen Vergleich zwischen Christentum und Islam. Die Jugendlichen überraschten die Zahlen: 2,2 Milliarden Christen machten 33 Prozent und 1,4 Milliarden Muslime 22 Prozent der Weltbevölkerung aus.

Neun von zehn Anhängern des Islam lebten in Nordafrika sowie im Nahen und Fernen Osten. Der Türkei komme als Bindeglied zwischen Europa und Asien beziehungsweise zwischen Christen und Muslimen besondere Bedeutung zu. Mit der Aufnahme in die EU würde mancher Zündstoff gemildert.

Wichtig war für Pfeifer, die Gemeinsamkeiten beider Weltreligionen, wie Ein-Gott-Glaube, Wort Gottes im Buch („Buchreligion“), Engel als Boten und Werkzeug Gottes, Gebote, Gebet, gemeinsame Propheten und Jerusalem mit Felsendom und Grabeskirche als heilige Stadt, herauszustellen.

Schließlich behandelte der Referent die Unterschiede: die Symbole Kreuz für Christen und Mondsichel für Muslime, im Christentum Mensch als Ebenbild Gottes, Glaube an die Dreieinigkeit, Bibel als Wort Gottes, Jesus als Sohn Gottes sowie Trennung zwischen Religion und Kirche. Im Islam dagegen schuf Allah den Menschen nicht als sein Ebenbild. Dreieinigkeit sei für den Muslimen Vielgötterei und somit schlimmste Sünde.

Gespannt und aufmerksam arbeiteten die Teilnehmer mit und belohnten die Referenten für ihre klaren Darlegungen oft mit spontanem Applaus.

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