BAD KISSINGEN

Feurings Konzept wird favorisiert

Der CSU-Ortsverband Bad Kissingen hatte zur Podiumsdiskussion rund um das ehemalige Steigenberger Kurhaushotel geladen und 50 Gäste fanden den Weg in das Littmann-Atelier. Dem Hotelkonzern RIMC vertrauen oder das Feuring-Konzept standen zur Diskussion. Letztlich tendierte man zu Feuring. „Für Bad Kissingen nur das Beste“, stellte eine Teilnehmerin fest und erntete dafür allgemeine Zustimmung.

Den Abend organisiert hatten Steffen Hörtler und Michael Heppes, die jeweils die beiden Konzepte vorstellten. Dabei wurde das 5-Sterne-Feuring-Konzept mit einem Investitionsvolumen von über 40 Millionen für das gesamte Areal mit Kurverwaltung und Kurhausbad als „die Realisierung ist greifbar“ klassifiziert – auch wenn hierzu tiefgreifende Veränderungen nötig sind.

Dagegen litt das RIMC-Konzept darunter, dass die Zusagen bislang nicht eingelöst beziehungsweise Auflagen nicht eingehalten wurden – Klassifikation: „Stillstand!“

Als Podiumsgäste geladen waren Landtagsabgeordneter Robert Kiesel und Michael Pal, stellvertretender Vorsitzender der Werbegemeinschaft Pro Bad Kissingen. An Kiesel ergab sich die Frage nach dem Ausgleich einer „Deckungslücke“? Seine Antwort – „Das ist die schwierigste Frage überhaupt“ – ergänzte er mit der Forderung nach einem guten Konzept, denn dann „stellt sich der Staat seiner Verantwortung“. Eine pauschale Zusage könne es jedoch nicht geben. Mögliche Investoren für Bad Kissingen würden zudem „nicht Schlange stehen“. Dazu komme der kritische Rechnungshof, der in Staatsbädern keine hoheitliche Aufgabe sieht.

„Das Thema interessiert den Einzelhandel in der Stadt brennend“, so Michal Pal. In einer Umfrage im Vorstandsbereich ergab sich eine Zweidrittel-Mehrheit für die „große Lösung“ – sprich: das Feuring-Konzept. Eine dafür erforderliche längere Bauzeit von drei bis vier Jahren würde man in Kauf nehmen, wobei fünf Sterne schon das Ziel sein müssten: „Wir stellen uns mit dem Sortiment auf ein solches Klientel ein!“

Mit dem Feuring-Konzept ist auch eine mögliche Änderung der Kurzonensatzung verbunden. Dazu würde Eberhard Gräf als Vater und Verfechter derselben gehört. Diese sei zu hinterfragen, wenn sich neue Argumente ergeben, „aber ohne das ganze Werk in Frage zu stellen“.

„Veränderte Marktbedingungen“ wurden von Gräf herangezogen und wenn die Satzung ein (störendes?) Element für die Wirtschaftlichkeit ist, dann sind Änderungen denkbar. Und diese sollten seiner Meinung als flächenmäßige Änderungen eingearbeitet werden. Dagegen sieht er die „prozentuale Zulassung von Wohnungen“ als den schwierigeren Weg. Letztlich sieht er aber das ganze Steigenberger Areal als „Quantensprung, damit wir uns auf dem Markt weiterhin behaupten können“.

Es meldeten sich auch Stadträte zu Wort, die das abgelaufene Jahr mit Entscheidungen und Hoffnungen rechtfertigten und die Einigkeit über alle Fraktionen signalisierten. Zustimmendes Kopfnicken erhielt nochmals Robert Kiesel mit seinen Feststellungen, dass jeder Investor nach der „Zukunftsfähigkeit eines Standortes“ frage und dass Bad Kissingen das Potenzial dafür habe, „wir nutzen es aber noch nicht“. Der Wunsch nach einem Thermen-Hotel widerspreche den Premium-Standorten in der Stadt nicht, vielmehr ergänze es das Angebot und sei „zwingend notwendig“.

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