DIEBACH

Floß bestand die Schwimmprobe

Schwimmprobe: (von links) Emil Müller, Alfred Frank, Peter Scherpf, Helmut Lapp, Kuno Holzheimer und Thomas Schiebel lassen das Saale-Musicum-Floß im Saalestück schwimmen.
Schwimmprobe: (von links) Emil Müller, Alfred Frank, Peter Scherpf, Helmut Lapp, Kuno Holzheimer und Thomas Schiebel lassen das Saale-Musicum-Floß im Saalestück schwimmen. Foto: Gerd Schaar

Mit böhmisch-mährischer Blasmusik der Kapelle „vonDUE“ endete am Montagabend in Diebach die Reihe der Saale-Musicum-Veranstaltungen für den Landkreis Bad Kissingen, um sich jetzt abwärts der Fränkischen Saale im Nachbarlandkreis fortzusetzen. Im historischen Gadenhof begrüßte Vorsitzender Peter Scherpf zahlreiche Gäste. Dort übergab stellvertretender Landrat Emil Müller das symbolische Floß an Thomas Schiebel, den Landrat von Main-Spessart. Die Schwimmprobe in dem etwa vier Meter langen Saalestück von Fritz Gensler hatte das Floß bestanden.

„Jetzt schon im neunten Jahr steht das Projekt Saale-Musicum als Erfolgsgeschichte von vielen Musikfestivals, Dorffesten und weiteren kulturellen Ereignissen“, freute sich Müller über die große Akzeptanz und den Gemeinschaftsgeist. „Die Dörfer zeigen, was sie können.“ Das Saale-Musicum werde jedes Jahr ein Stück professioneller, meinte Schiebel. Längst seien die Fragen zur Finanzierung gelöst.

Die am 9. Juni an der Saalequelle im Landkreis Rhön-Grabfeld begonnene Veranstaltungsreihe endet am kommenden Sonntag, 29. Juli, in Gemünden, wo es beim Gemündungsfest um 11.30 Uhr das erste Gemündener Drehorgel-Treffen geben wird.

Projektkoordinator Helmut Lapp dankte dem treuen Publikum, das dem Saale-Musicum nicht nur bei schönem Wetter, sondern auch an Regentagen die Treue hielt. Heuer sei die magische Anzahl von 30 000 Zuschauern des Vorjahres überschritten worden. Das Ziel, ein integrativer Faktor für die Region zu sein, sei erreicht.

„Die Regionalität macht an der Landkreisgrenze nicht halt“, betonte Gräfendorfs Bürgermeister Alfred Frank. Die vielen Musiker und Chöre würden die kulturelle Kruste nach außen aufbrechen. „Unsere Anwohner wollen voller Freude ihre Heimat präsentieren“, wies Frank auf Termine in Gräfendorf (25. Juli), in Schönau (26. Juli) und in Michelau (28. Juli) hin.

„Durch die Veranstaltungen des Saale-Musicums identifizieren sich die Orte mit ihrer Region“, bestätigte Kuno Holzheimer, der künstlerische Leiter der Musikakademie. Diese Termine seien im festen Jahresplan der Anwohner vorgemerkt. Erstaunlicherweise seien auch die Veranstaltungen mitten in der Woche gut besucht worden. „Oft haben mehrere Kapellen gespielt“, denkt Holzheimer zum Beispiel an jenen Musikabend nahe der Probstei in Thulba. „Solch gesellige Veranstaltungen bringen nicht nur die Menschen näher zusammen, sondern motivieren auch den jugendlichen Nachwuchs“, ist Holzheimer überzeugt. Ein gutes Beispiel für die Harmonie des raumübergreifenden Zusammenspiels ist die Kapelle vonDUE. Der seltsam klingende Name weist nämlich auf den Grundgedanken der beteiligten Musikanten hin: Seit rund zehn Jahren spielen die Bläser aus den Musikvereinen Diebach, Untererthal und Eschenbach gern die böhmisch-mährische Musik zusammen. Im Lauf der Jahre sind Mitspieler aus weiteren Orten hinzugekommen.

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