Fuchsstadt

Fuchsstadt: Bernd Stöth setzt auf weltweite Erfahrung 

Der Bürgermeister-Kandidat möchte im Amt von seinem beruflichen Vorwissen profitieren. Zwischen den Arbeitsfeldern eines Rathaus-Chefs und eines Unternehmensberaters sieht er Parallelen.
Bernd Stöth will in Fuchsstadt Bürgermeister werden.  Foto: Wolfgang Dünnebier

An seinem Selbstbewusstsein lässt CSU-Bürgermeisterkandidat Bernd Stöth keinen Zweifel. "Mein Lebenslauf steht dafür, dass ich einer bin, der es kann, und der der Aufgabe auf jeden Fall gewachsen ist", sagt der 55-Jährige. Das angestrebte Amt sieht er als reizvolle Abrundung seiner Karriere. Zumal er sich gerne in der Dorfgemeinschaft engagiert.      

Stöth ist bisher beruflich für Kunden in aller Welt unterwegs. Doch seit Beginn des Jahres tritt er damit im Blick auf seine kommunalpolitischen Ambitionen kürzer. Er habe bis Juni kaum berufliche Termine angenommen, um sich auf seine Kandidatur zu konzentrieren.              

Internationale Meetings organisiert

Auch durch seine Gabe, für seine Auftraggeber Meetings zu organisieren, sei er für politische Anforderungen bestens gerüstet. Und schließlich seien klare Ziele und Qualitätskontrolle für die Arbeit an der Spitze der Gemeinde wünschenswert. Der Blick nach vorn zeichne auch gute Unternehmen aus. Daraus  leitet Stöth Entscheidungsgrundlagen für seinen Heimatort ab. "Wo steht Fuchsstadt heute? Wo sehe ich Fuchsstadt in fünf, in zehn Jahren?", umreißt er seine Herangehensweise. 

Dabei sei ihm auch bisher immer wichtig gewesen, nicht nur am Schreibtisch zu sitzen, sondern mit Menschen zusammenzukommen. Aus Verbundenheit zu Fuchsstadt sei er nach zehnjähriger Abwesenheit gern wieder zurückgekommen, um von hier aus seine Aufträge wahrzunehmen.     

"Probleme vergleichsweise klein"

Denn auch von seinem heimischen Büro aus ist Stöth zur Verbesserung von Geschäftsprozessen seiner Auftraggeber bisher in vielen Ländern der Welt herumgekommen. "Es ist schöner, sich selbst ein Bild über andere Kulturen zu machen, als sie nur aus den Medien zu kennen."  Vor diesem Horizont ist sich Stöth bewusst darüber, dass die Probleme in Fuchsstadt vergleichsweise klein sind. Trotzdem gebe es Dinge, die man besser machen könne.          

Mittler zwischen den Arbeitswelten  

Durch das Aufwachsen in einem nach seinen Worten kleinen Handwerksbetrieb, seine Position im öffentlichen Dienst bei der Bundeswehr und durch das Wirken als Angestellter sowie als jetzt Selbstständiger versteht sich Stöth auch als Mittler zwischen verschiedenen Arbeitswelten. Die gewonnenen Führungsqualitäten seien ja in einer Gemeinde gefragt.

Insgesamt äußert sich Stöth dankbar über seinen bisherigen Werdegang. "Da möchte ich der Gesellschaft gern etwas zurückgeben", begründet er seinen Antritt auch bei der Kreistagswahl.   

Drei Fragen an Bürgermeisterkandidaten Bernd Stöth  (CSU)

Main-Post: Was läuft gut in Fuchsstadt?

Bernd Stöth: Es wurde in den letzten Jahren sehr viel bewegt. Die Gebäude der Gemeinde sind in recht gutem Zustand. Schule, Rathaus und Sporthalle wurden saniert. Wir haben eine gute Infrastruktur, mit Lebensmittelversorgung, Gemischtwarenladen und Arztpraxis vor Ort. Wahnsinnig gut ist der Zusammenhalt mit ehrenamtlichem Engagement. Die Menschen helfen sich gegenseitig. Das sucht seinesgleichen. Auch durch den Zuzug junger Familien stehen wir auf einem guten Fundament. Der Wald ist auch ein Vorzeige-Projekt. Durch den Klimawandel bedingt, stehen wir hier allerdings zukünftig vor größeren Herausforderungen.

Was würden Sie anders machen als Amtsinhaber Peter Hart?

Stöth: Wir haben keine Tagespflege, keine Betreuung und wenig in Richtung altersgerechtes Wohnen. Das wird für immer mehr Menschen Thema. Da sind wir nicht so gut aufgestellt. Außerdem will ich einen Fokus darauf legen, jungen Menschen eine bessere Bleibeperspektive zu geben. Da geht es um Schaffung neuer Gewerbeflächen, Betriebsansiedlungen und damit auch um Arbeitsplätze. Wichtig ist auch eine stärkere Beteiligung und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger bei den Entscheidungen der Gemeinde. Die Politik der Gemeinde muss transparenter werden, und die Informationen der Gemeinde an die Bürgerinnen und Bürger müssen besser werden.

Was werden die größten Projekte in der kommenden Legislaturperiode?

Stöth: Dazu zählen Themen wie altersgerechtes Wohnen und Tagespflege. Ebenso die Fortentwicklung unseres Kindergartens, um auch in Zukunft dort ein erstklassiges Angebot bereitstellen zu können. Ein Angebot, das die gesetzlichen und gesellschaftlichen Anforderungen auch in Zukunft abbildet. Die Fortführung/Nachfolgeplanung der Arztpraxis wird eine weitere Aufgabe sein. Fortlaufend sind hier natürlich zu nennen der Erhalt der Straßen, der Wasserversorgung und des Kanalnetzes. So werden in naher Zukunft die Straßen Am Kohlenberg und die Obere Dorfstraße erneuert. Die Dienstleistungen der Gemeinde/VG werden zunehmend auch digital zur Verfügung stehen. Beispielhaft möchte ich hier die für dieses Jahr vorgesehene Einführung der Bürgerplattform nennen.

Bernd Stöth
Bernd Stöth ist in Fuchsstadt aufgewachsen. Nach dem Abitur in Hammelburg studierte er im Rahmen seiner Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr Elektrotechnik. Ab 1994 war er Produktionsleiter bei Mars in Virsen und Wien, dann europäischer Leiter eines internen Beraterteams bei General Electric (GE) in Aachen und München. Mit einer eigenen Consulting-Firma berät er seit 2003 Unternehmen wie GE, BMW und Adidas. Dem Gemeinderat gehört er seit 2014 an. Seit 2009 ist er mit kurzer Unterbrechung CSU-Ortsvorsitzender und engagierte sich von 2006 bis 2012 in der Kirchenverwaltung. Seit 2017 ist er Kassenprüfer beim FC Fuchsstadt. Stöth ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.                

Alle Informationen zur Kommunalwahl 2020 finden Sie im Internet unter www.mainpost.de/wahlen

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