Fuchsstadt

Fuchsstädter Holzgewinne gehen zurück

Industrieholz wurde weniger gefragt. Grünes Licht erhielt das Konzept für die zukünftige Bewirtschaftung des Gemeindewaldes.
Weniger Holz wurde im Fuchsstädter Gemeindewald geschlagen. Unser Bild entstand beim Wald- und Holztag in Oberthulba. Foto: Gerd Schaar/Archivr       -  Weniger Holz wurde im Fuchsstädter Gemeindewald geschlagen. Unser Bild entstand beim Wald- und Holztag in Oberthulba. Foto: Gerd Schaar/Archivr
Weniger Holz wurde im Fuchsstädter Gemeindewald geschlagen. Unser Bild entstand beim Wald- und Holztag in Oberthulba. Foto: Gerd Schaar/Archivr
Mit 85 126 Euro liegt das Betriebsergebnis 2016 aus dem Gemeindewald Fuchsstadt weit unter dem Vorjahr (198 425 Euro). Revierförster Rainer Bräunig lieferte dem Gemeinderat am Dienstag seinen Jahresbericht und gab die Richtlinien für 2017 bekannt. Die Forstwirtschaftsplanung erhielt die volle Zustimmung der Räte.

"Der kleinere Gewinn liegt an den geringeren Einnahmen", erklärte Bräunig. Die lägen knapp 120 000 Euro unter dem Vorjahr. Zwar sei edles Laubholz weiterhin gefragt, doch gebe es ein großes Absatzloch beim Industrieholz. Bräunig: "Auch die Nachfrage nach Brennholz ist zurückgegangen." Bürgermeister Peter Hart (CSU) sagte: "Mit einer Gewinnmaximierung kann man nicht jedes Jahr rechnen. Aber langfristig gesehen ist der dauerhafte Wald eine sichere Zukunftsaufgabe."

Bräunig gab den Holzeinschlag mit insgesamt 6313 Festmeter (fm) an (Vorjahr 7670 fm). Verkauft wurden 6257 fm, davon 5476 fm über die Forstbetriebs-Gemeinschaft (FBG) Rhön-Saale und der Rest über die Gemeinde. Die Einschlagsplanung sieht heuer 5400 fm vor. Umfangreich sind die geplanten Arbeiten mit 23 000 Pflanzungen, Zaunbau für etwa drei Hektar, Einzelschutz-Maßnahmen für 5000 Jungpflanzen sowie Ausgrasen und Nachhiebspflege. Gegen die Rechnung für die Bestandsgründungen und Baumschutzmaßnahmen sowie für Holzrückearbeiten gab es keine Einwände.

Grünes Licht erhielt auch das Richtlinien-Konzept für die zukünftige Bewirtschaftung des Gemeindewaldes Fuchsstadt. Darin sind die Themen Holzverkauf, Nachhaltigkeit, Waldbau, Klimatoleranz, Pflege und rechtliche Rahmenbedingungen enthalten.


Gespräch mit den Jägern

Aufgrund hoher Schäden durch Wildverbiss in Teilbereichen des Gemeindewaldes fragten sich die Räte, ob höhere Abschusszahlen gefordert werden sollen. "Wir sollten mit den Jägern sprechen", wurde vorgeschlagen. Hart stimmte zu und betonte: "Keinem soll hier der schwarze Peter zugeschoben werden." Ein spezielles Problem sei der angrenzende Truppen-übungsplatz der Bundeswehr, den das Wild bei der Bejagung als Rückzugsgebiet nutze. Bräunig brachte es auf den Punkt: "Die Gemeinde muss letztlich über das Bejagungskonzept entscheiden." Weitere Themen waren Naturschutz (seltene Baumarten, Artenvielfalt, Alt- und Höhlenbäume) sowie die Ausgestaltung der Rückegassen.

Auf insgesamt rund 420.000 Euro Kosten kam Architekt Thomas Ruser bei der Auftragsvergabe für die energetische Sanierung des Rathauses. Rund ein Dutzend vorwiegend heimischer Firmen hatten mit ihren Angeboten die Nase vorn bei den Ausschreibungen. Die Vergaben der Aufträge wurden jetzt einhellig bestätigt. "Während der Bauphase tagt der Gemeinderat im Versammlungsraum der Feuerwehr", kündigte Hart an.
Mit rund 253.000 Euro ist die Gemeinde Fuchsstadt heuer an der Umlage für die Verwaltungskosten und mit knapp 10.000 Euro für die Investitionsumlage bei der VG Elfershausen beteiligt. Die Räte gaben hierzu ihr Einverständnis. Ebenso für die pflichtgemäße Umlage des Schulverbandes Elfershausen-Langendorf in Höhe von rund 117.000 Euro.

Mit 11:3 Stimmen hatten die Räte mehrheitlich keine Einwände gegen die geplante Windkraftanlage bei Gauaschach. Auf der Suche sind die Räte nach einer zukünftigen Bleibe für das Jugendzentrum (JUZ), nachdem die Kirchenverwaltung den vermieteten Raum am Pfarrheim kündigte. Das Dach der Scheune des Dorfmuseums ist undicht. Der Förderbescheid des Amtes für Ländliche Entwicklung liegt nun vor. Die Bauarbeiten sollen im Sommer erfolgen.

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