BAD BOCKLET

Große Namen, kleinere Orchester

Musikfrühling: Der Pianist Franz Vorraber gastiert in Bad Bocklet.
Musikfrühling: Der Pianist Franz Vorraber gastiert in Bad Bocklet. Foto: FVorraber

Auf eine Premiere der besonderen Art dürfen sich alle Freunde klassischer Musik in und um Bad Bocklet freuen. Marktgemeinde und Staatsbad GmbH starten heuer die Klassikreihe Bad Bockleter Musikfrühling. Für jeden Geschmack werde etwas dabei sein, versichern die Veranstalter. „Aber alles ist auf unsere Verhältnisse zugeschnitten“, betont Bürgermeister Wolfgang Back im Gespräch mit der Main-Post.

Mit dem Kissinger Sommer wolle und könne Bad Bocklet nicht mithalten. Deshalb werde es auch kein Sinfoniekonzert geben, denn dafür wäre die Bühne im großen Kursaal viel zu klein. Selbst der Konzertflügel, den Back erst noch kaufen muss, wird etwas kleiner ausfallen müssen. Dennoch wolle man dem üblichen Kulturprogramm der Staatsbad GmbH mit dieser neuen Klassikreihe die Krone aufsetzen. Die Idee dazu hatte Hermann Freibott, „ein Kind der Gemeinde“ und seit 2002 Dozent für Dirigieren an der Würzburger Universität, der als künstlerischer Leiter des Musikfrühlings das Programm festgelegt hat.

Für das Eröffnungskonzert am 17. Mai konnte der österreichische Pianist Franz Vorraber gewonnen werden, der beim Klavierkonzert Nr. 1 von Frederic Chopin vom Kammerorchester Sinfonietta Franconia begleitet wird, einem Zusammenschluss aus Orchestermusikern der Bamberger Symphoniker und Würzburger Philharmoniker. Vorraber ist international auf fast allen namhaften Konzertbühnen der Welt aufgetreten und hat mit den bekanntesten Orchestern gearbeitet. Seine Platten- und CD-Aufnahmen wurden mehrfach ausgezeichnet. Nach zwei elegischen Melodien von Edvard Grieg schließt das Eröffnungskonzert mit Mozarts Kleiner Nachtmusik.

„Alles ist auf unsere Verhältnisse zugeschnitten“

Wolfgang Back Bürgermeister

Einen ungewöhnlichen Anblick wird es am 27. Mai geben. Kennt man die Harfe sonst eher als Soloinstrument oder Begleitinstrument im Hintergrund großer Orchester, präsentieren sich an diesem Abend mit Helena Bernöcker, Maria-Theresa Freibott und Nora von Marschall gleich drei Harfenistinnen auf der Bühne des Kursaals mit ihrem Programm Harfenissimo a troi. Alle drei jungen Studentinnen der Würzburger Hochschule für Musik können bereits auf eine mehrjährige Karriere zurückblicken.

International wird es dann am 7. Juli mit einem Chorkonzert des lettischen Koris Valmiera unter Leitung von Martin Klisans. Westeuropäische Klassik, aber auch Werke von romantischen und zeitgenössischen lettischen Komponisten gehören zum Repertoire des 1974 gegründeten Chores, der schon in vielen Ländern Westeuropas zu Gast war. Klisans ist nicht nur seit 2006 Leiter dieses Chores, sondern seit 1998 künstlerischer Leiter des Dom-Knabenchores in Riga sowie auch anderer Chorgemeinschaften Lettlands.

Dass es nicht nur bei dieser Premiere bleiben wird, steht für Bad Bocklets Bürgermeister schon heute fest. „So etwas braucht Anlaufzeit.“ Deshalb plant er schon heute mit Freibott für die nächsten vier Jahre. 2011 habe man mit einem Konzert der Kleinen Nachtmusik das große Interesse bei Einwohnern und Gästen deutlich gespürt. Back: „Wir mussten sogar noch Stühle nachstellen.“

Deshalb vertraue er auch darauf, dass seine Rechnung aufgehe. „Weit unter 10 000 Euro“ habe die Staatsbad GmbH im diesjährigen Kulturbudget für den Musikfrühling eingeplant. Er gehe aber davon aus, dass alle Kosten durch Eintrittsgelder gedeckt würden, ist Kurdirektor Thomas Beck überzeugt. Auch die Eintrittspreise zu 15 Euro (Eröffnungskonzert) und 12 Euro bewegten sich in angemessenem Rahmen. Für besonders Interessierte gebe es alle drei Abend sogar zum Paketpreis von nur 28 Euro.

Information und Ticketverkauf: Bei der Touristinformation, Kurhausstraße 2, Telefon: (09708) 70 70 30, Email: info@badbocklet.de

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