Wildflecken

Höhenweltrekord mit Beteiligung aus Wildflecken

Auf knapp 7000 Meter Höhe schafften es zwei Unimog an einem Vulkan in Chile. Technisch fit gemacht wurden sie für die Herausforderung auch am Fuß des Kreuzbergs in der Rhön.
Weit reicht der Blick beim Höhenweltrekord in Chile.
Weit reicht der Blick beim Höhenweltrekord in Chile. Foto: Matthias Jeschke

Einen Einstand nach Maß feierte die Firma AS Baugeräte (Wildflecken) in die Welt der  Expeditionsfahrzeuge. Jetzt rüstete das Unternehmen zwei geländegängige Unimog mit diversen Anbauteilen aus, damit sie im alpinen Umfeld fahren können.

Erfolgreich bestanden die Fahrzeuge ihre Bewährungsprobe.  Sie stellten einen neuen Höhenweltrekord für Radfahrzeuge auf, indem sie es in Chile fast auf den Gipfel des höchsten aktiven Vulkans der Erde schafften. Der Ojos del Salado ist mit 6893 Metern der zweithöchste Berg Südamerikas. Am höchsten Punkt der Befahrung zeigte der Höhenmesser 6694 Meter an.

Fahrzeuge schwer beladen

Ausgerichtet worden ist die sogenannte High Altitude Truck Expedition von dem deutschen Expeditionsveranstalter Matthias Jescke. Los ging es in Copiapó  Richtung Atacama-Wüste. Mit dabei waren im deutsch-chilenische Einsatzteam acht Männer und zwei Frauen. Dazu kam ein vierköpfiges, chilenisches Wissenschaftler-Team der Universität der Atacamas-Region. Zur Spezialausrüstung gehörten Essensvorräte für fünf Wochen, 1800 Liter Frischwasser, 1500 Liter Dieselkraftstoff und 600 Liter Benzin.

Das Gelände war sehr steinig.
Das Gelände war sehr steinig. Foto: Matthias Jeschke



Die Expedition hatte auch einen praktischen Nutzen. Der Vulkan ist bei Bergsteigern sehr beliebt. Deshalb wurde jedes seiner vier Basislager für besondere Zwischenfälle mit je einer Notfunk-Einheit ausgestattet. Nun sind alle Lager am Ojos de Salado via Richtfunk zur Notrettung verbunden.

Zur Vorbereitung der Unimog auf der Tour montierte die Wildfleckener Werkstatt Pritschen, Planen, Hubgerüste für Ersatzreifen und verstellbare Seilwindenhalterungen. Über starke Seilwinden können sich die Unimog an den steilen Hängen gegenseitig unterstützen. Spezielle Ausleger an den Fahrzeugfronten bieten außerdem die Möglichkeit, Ersatzräder zu montieren. Ihr Gewicht verlagert den Schwerpunkt bei extremen Steilfahrten nach vorn, um so zu verhindern, dass die Wagen nach hinten kippen.

In Wildflecken bereitete der Aufbau-Spezialist AS Söder die Unimog auf die Rekordfahrt vor.
In Wildflecken bereitete der Aufbau-Spezialist AS Söder die Unimog auf die Rekordfahrt vor. Foto: Barbara Wenzl

Weitere Aufträge sollen folgen 

In Chile lief alles glatt. Über den Erfolg der Expedition  freut sich Geschäftsführerin Barbara Wenzl von AS Baugeräte. "Hierfür war eine enge Zusammenarbeit von Mercedes Benz, Matthias Jeschke und uns notwendig", sagt sie. Bisher hat ihr Unternehmen mit 15 Mitarbeitern vor allem Erfahrung mit der Ausrüstung von Unimog für Landwirte und Kommunen. "Wir hoffen, dass jetzt Aufträge für weitere Expeditionsfahrzeuge eingehen", sagt Wenzl.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die beiden Fahrzeuge im Juni bei der Abenteuer &  Allrad in Bad Kissingen  zu sehen seien werden. Wenn das so kommt, werden die Konstrukteure dann sicher auch Fragen  beantworten. Für Aufsehen sorgt der Weltrekord in der Offroad-Szene, weil Verbrennungsmotoren in extremen Höhen wegen des verringerten Sauerstoffgehaltes der Luft extrem am Leistung verlieren. Im Flachland  verfügen die Unimog über 230 PS bei 5,1 Litern Hubraum. Extra große Ballon-Geländebereifung gewährleistet bei wenig Bodendruck eine hohe Traktion.

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