FRAUENROTH

Holzzaun umgibt nun die Hutbuche

Ein würdiger Zaun für ein Naturdenkmal: Die riesige Frauenrother Hutbuche hat nun eine Umrahmung aus Holz. Foto: Gabi Sell

Ein lauschiges Plätzchen zum Rasten fanden die Wanderer unter dem Dach der Frauenrother Hutbuche. Die Ortsbevölkerung hielt alljährlich am ersten Augustwochenende das weitbekannte Hutbuchenfest im Schutz des Naturdenkmals.

Doch der Baum kränkelt. Vor drei Jahren, kurz vor dem Hutbuchenfest brach ein oberschenkeldicker Ast. Fachleute vermuten, dass der Baum hohl ist, erläuterte Roland Lenhart von der Unteren Naturschutzbehörde. Problematisch seien auch die Pilze, von denen der Baum befallen ist. Denn Hallimasch, Feuerschwamm und Austernpilz zersetzen das Holz.

Weil der Landkreis in der Verkehrssicherungspflicht steht, musste Lenhart handeln und ordnete an, dass der Traufbereich der Hutbuche nicht mehr betreten werden darf.

Zwar sei daraufhin ein „mords Aufstand“ ausgebrochen, doch die Entscheidung sei richtig gewesen, sagt Lenhart. Denn kurz nach dem Fest fiel ein weiterer Ast herab.

Trotz anfänglicher Befürchtungen habe das Fest jedoch nicht unter dieser Anordnung gelitten, wusste Bürgermeister Waldemar Bug. Die Frauenrother feiern jetzt einfach im weiteren Umgriff des Baumes ihr Fest.

„Gräuslich ausgesehen und der Buche nicht würdig“, war der Forstschutzzaun, der die Menschen hindern sollte, den gefährdeten Bereich zu betreten.

In „bester“ Zusammenarbeit mit der Gemeinde Burkardroth, dem Landratsamt und Kidro erhielt das Baumdenkmal jetzt eine würdigere Umrahmung.

Das Holz für den natürlichen Zaun stammt aus dem Burkardrother Gemeindewald, die Bauhofarbeiter hatten die Löcher für die Pfosten ausgehoben. Max Matthies von Kidro oblag die Planung. Etwa ein Dutzend Kidro-Leute schälten das Holz, spitzen die Latten an und flammten das ganze ab, so dass der „voll ökologische“ Zaun schließlich verschraubt und innerhalb von zwei Tagen aufgestellt werden konnte.

Man hoffe jetzt, dass die Buche den Zaun um Jahrzehnte überlebt, sagte Lenhart.

Die dreistämmige Hutbuche mit einer Höhe von etwa 28 Metern wurde aus Sicherheitsgründen in der Krone bereits verspannt und wird ständig begutachtet beziehungsweise überwacht. Der Stamm hat einen Durchmesser von zwei Metern und einen Umfang von 5,80 Metern.

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