Bad Kissingen

Ich spüre, wie mein Herz swingt...

Das Open-Air-Konzert "Kissinger Nachtmusik" des Kurorchesters versetzt den Kurgarten in Hochstimmung.
Milde Sonne, seidige Luft, Kaiserwetter. Hochgestimmte Menschen flanieren in beglückendem Ambiente oder schauen von den Bänken dem Treiben zu. Der Park ist erfüllt von Musik. Das Kurorchester hatte zur "Kissinger Nachtmusik" eingeladen und die Besucher des Sonderkonzerts erlebten einen Abend, an dem wirklich alles stimmte.
Da waren die Plätze vor dem Musikpavillon rar, weil auch erstaunlich viele Kissinger den Sommertag bei guter Musik ausklingen lassen wollten. So wie Rosi und Raimund Wagner, die nach einem Stadtbummel gerade noch zwei Plätze ergattern konnten. Gertie Göpfert - sie hat eine Premiumkarte, kommt dreimal in der Woche zum Kurkonzert und saß weit vorne - beschrieb das Ambiente im Kurpark so: "Manchmal bin ich richtig stolz auf unser Kissingen". Zum Open Air hatte sie Christine und Hubert Steigerwald mitgebracht, die sich auf heitere sommerliche Musik freuten.

Jazz, Pop und Blues

Allzu wörtlich durften die Besucher das Motto "Kissinger Nachtmusik" allerdings nicht nehmen. Klänge à la Mozarts kleiner Nachtmusik lagen an diesem Abend nicht auf dem Notenpult der Musiker. Elena Iossifova machte mit den Gästen einen Ausflug in den tiefen Süden des schwarzen Amerika. Big Band Sound war Trumpf und klang bis fast zum Denkmal von König Ludwig I., der seine Freude daran gehabt hätte, wie der nach seinen Plänen gestaltete Park, auch fast 150 Jahr nach seinem Tod lebendiger gesellschaftlicher Mittelpunkt des Bades ist.
Die Musik hätte ihm vermutlich auch gefallen, weil sie auch trefflich gespielt wurde. Jazz, Pop und Blues, Evergreens und große Big-Band-Arrangements brachten das Publikum in Hochstimmung. Da jauchzten die neuen E-Geigen, konnte sich der Drummer austoben und die Saxophone beim St. Louis Blues grooven. Die Reise ging an den Missouri zu Louis Armstrong, Duke Ellington schaute vorbei und mit Perry Como's "Till the End of Time" war noch lange nicht Schluss. Da blieben auch die Spaziergänger in der Kurhausstraße für eine Weile stehen, um am Zaun zuzuhören.
Elke Walter aus Hamburg war schon bei ihrem ersten Besuch in Bad Kissingen zum Fan des Kurorchesters geworden. "Dass die jetzt auch so schmissige Musik machen, find ich toll" meinte die gepflegte Dame mit den silbernen Haaren. "Ich kenne die Kurkapellen von Baden-Baden und den Ostseebädern, aber die Kissinger sind schon was Besonderes".
Schade, dass die "Kissinger Nachtmusik" nicht eine halbe Stunde später begonnen hat. Dann hätten am Ende die Lichter in den Beeten erst so richtig romantisch geleuchtet, es wäre mehr als nur ein Hauch von Nacht durch den Kurgarten geschwebt und die Besucher hätten einen Himmel erlebt, wie ihn der Kissinger Maler Heinz Kistler so intensiv glühend über seine Rhönbilder leuchten ließ.

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