Bad Kissingen

Kandidaten-Kür: CSU spricht von schönem Zeichen

Hohe Beteiligung, faire Diskussionen und ein Ergebnis bereits nach einem Wahlgang: Die Kissinger CSU ist mit ihrer Nominierungsversammlung sehr zufrieden.
Gerhard Schneider ist mit einem einzigen Wahlgang zum OB-Kandidaten der Kissinger CSU gekürt worden. Foto: Siegfried Farkas

Sehr zufrieden mit Verlauf und Ergebnis der Versammlung zur Nominierung ihres OB-Kandidaten zeigt sich die Führung der Bad Kissinger CSU. Steffen Hörtler, der Vorsitzende des Ortsverbands für die Kernstadt, unterstrich am Tag nach der Nominierung noch einmal, wie glücklich er sei, "dass wir vier starke Kandidaten hatten". Sehr gefreut habe ihn auch, wie fair die Vorstellung der Bewerber und die Diskussion abliefen. Dass die Entscheidung gleich im ersten Wahlgang fiel, nannte er ein "schönes Zeichen".

Wie berichtet, haben die vier Bad Kissinger CSU-Ortsverbände am Dienstagabend Gerhard Schneider unter vier Bewerbern als den Mann bestimmt, der für die Christsozialen im nächsten Jahr gegen Amtsinhaber Kay Blankenburg (SPD) antreten soll. Der Geschäftsleitende Beamte der Stadt Bad Kissingen erhielt 46 von 90 gültigen Stimmen.

Die restlichen 44 Stimmen verteilten sich so: Der Unternehmensberater Ulrich Wittfeld erhielt 16, Lars Streiberger, der Leiter der Justizvollzugsanstalt im hessischen Hünfeld, kam auf 14. Und Hans-Jörg Rustler, Geschäftsleiter der Gemeinde Geldersheim im Landkreis Schweinfurt verbuchte zwölf Stimmen.

Keine Empfehlung vom Vorstand

Eine Stichwahl war nicht nötig. Für die Entscheidung genügte ein einziger Wahlgang. Schneider hatte im Vorfeld bereits als Favorit gegolten. Die Ortsvorstände hatten allerdings zumindest in der öffentlichen Versammlung keine Empfehlung für einen der Bewerber ausgesprochen, die sich an den beiden Abenden zuvor bereits den Vorständen der vier Kissinger CSU-Ortsverbände vorgestellt hatten.  

Landrat Thomas Bold, der als stellvertretender Kreisvorsitzender der CSU am Nominierungsabend die Leitung des Wahlausschusses übernommen hatte, forderte die Partei nach der Entscheidung auf, jetzt, wo der Kandidat feststeht, "gemeinsam" voranzugehen, um auf diese Weise auch die Potenziale in der CSU auszuschöpfen.

Kein Stimmrecht für Neumitglieder

Zu Beginn hatte sich die Versammlung übrigens dagegen ausgesprochen, Personen, die erst im Laufe der letzten zwei Monate vor der Nominierung Mitglieder der CSU geworden waren, Stimmberechtigung für den Abend zu erteilen. Die Satzung schließt das grundsätzlich aus, lässt aber die Möglichkeit, über die Stimmberechtigung von Neuen zu entscheiden. Bei der Abstimmung votierten in der Frage aber neun Mitglieder mit nein. Nach Angaben von Steffen Hörtler hätte bereits ein einziges Nein genügt, um die Stimmberechtigung zu verweigern. Sechs der acht betroffenen Neumitglieder wären an dem Abend tatsächlich da gewesen.

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