SCHONDRA

Kaufkraft bleibt in der Region

Holz aus der Rhön verwenden, statt dieses über weite Entfernungen in die Rhön zu transportieren, das war die Idee zur Gründung Arge Energieholz im Jahr 2007. Nach der Wirtschaftskrise und der Erhöhung der Öl- und Gaspreise stieg die Nachfrage an Holz. Mit steigender Nachfrage stiegen auch die Preise. Davon profitierten die Bayerischen Staatsforsten. Die Arge Energieholz allerdings konnte nicht mehr mithalten. Daher muss sie umstrukturiert werden und geht nun in die Forstbetriebsgemeinschaft Rhön Saale ein.

Weil die Arge ein eingetragener Verein ist, muss die Auflösung einstimmig von den Mitgliedern beschlossen werden. Da der Markt Schondra eines der 21 Mitglieder ist, galt es, in der Sitzung am Dienstagabend darüber zu beraten. Das Gremium nahm den Antrag einstimmig an. Die Gründe waren den Räten einleuchtend: Durch die Kooperation mit der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale sei die Arge gewichtiger. Die Idee der Unabhängigkeit vom Öl bleibe erhalten und die Kaufkraft in der Region. Holz als Heizmaterial sei zudem CO2-neutral, ein nachwachsender Rohstoff und damit umweltschonend, hieß es.

Auf der Tagesordnung standen auch noch Bauanträge. Eine Dachterrasse will Reinhold Markert in der Bergstraße an seinem Wohnhaus errichten. Er bekam grünes Licht. Auch der Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Einfamilienhauses von Jürgen Kühnlein fand die Zustimmung des Gremiums.

Der Beschluss über den Einbau einer UV-Anlage in die Trinkwasseranlage in Schondra wurde zurückgestellt. Vor einem Beschluss müssten erst Folgekosten berechnet und der Kostenvergleich zum Chlor aufgestellt werden, hieß es. Im Augenblick wird das Trinkwasser unter Zugabe von Chlor in das Rohrsystem desinfiziert. Die Dosierung könne aber schwanken und sich auf die Qualität des Wassers auswirken. Bei einer UV-Filteranlage wird das durchfließende Wasser mit UV-Licht bestrahlt. Dabei werde die Keimzahl im Wasser zuverlässig und in Abhängigkeit zur Dosis stark reduziert, hieß es.

Eine Zugabe von Chemikalien sei grundsätzlich nicht erforderlich. Gerade chlorresistente Krankheitserreger, wie etwa Cryptosporidien, könnten mit UV-Strahlung abgetötet werden. Geschmack, Geruch oder der pH-Wert des Wassers würden nicht beeinflusst. „Das ist ein wesentlicher Unterschied zur chemischen Behandlung von Trinkwasser“, sagte Bürgermeister Bernold Martin. Zu beiden Maßnahmen sei die Gemeinde nicht verpflichtet, hier gehe die Sicherheit aber vor.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes ging es um die Anschaffung einer neuen Motorsense für den Bauhof, um die erneuerungsbedürftigen Bankette auf der Industriestraße und die nicht fehlenden Baugenehmigungen bei Gauben sowie Veränderungen an Gebäuden im Markt Schondra, die Einfluss auf die Wohnflächenzahl haben.

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