BAD KISSINGEN

Künstlerische Kurstadtkulisse

Kissinger Kulisse vom Arkadenbau über Kurtheater und Gradierbau bis zur Spielbank an der hinteren Zufahrt zum Salinenparkplatz: Malte Meinck vor einem Teil seines Werks. Foto: Siegfried Farkas

So sieht Gesprächsstoff aus: Bedeutende Bauten aus Bad Kissingens Badgeschichte, in starkem Hell-Dunkel-Kontrast und reduziert auf die elementare Grafik ihrer äußeren Gestalt, animieren immer wieder mal Menschen an der westlichen Zufahrt zum Salinenparkplatz dazu, stehen zu bleiben und nachzudenken. Der Kissinger Malte Meinck hat dort an der Promenadestraße ein Atelier und die Wand des Anwesens zur Parkplatzzufahrt vor einigen Wochen künstlerisch gestaltet. Das Ergebnis beschäftigt die Kissinger.

Manche von ihnen halten Meincks „Silhouetten signifikanter Gebäude der Stadt“ auf der Wand bestimmt bloß für eine besondere Form von Werbeanlage. Schließlich hat der Geschäftsmann Malte Meinck zu den Bildern auch seine Kontaktdaten gestellt.

8 mal 1,5 Meter

Für den Schmuckdesigner, Juwelier und Künstler Malte Meinck ist die 8 Meter mal 1,50 Meter große Reihung von stilisierten Bildern aus der architektonischen Kulisse der Kurstadt aber mehr. „Es macht mir Freude, schöne Dinge zu machen“, erklärt er seine Motivation für das Bild: „Und es macht mir Freude, die Stadt zu verschönern.“

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Die Stadt als Wandbild: Künstler zeigt die Silhouette von Bad Kissingen - Der Bad Kissinger Juwelier, Schmuckdesigner und Künstler Malte Meinck hat an eine Wand bei der Zufahrt zu einem großen öffentlichen Parkplatz in KG ein Wandbild in der Größe von 8 mal 1,5 Metern angebracht. Es zeigt stilisierte Silhouetten Bad Kissinger Gebäude und zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Motive hat er abgeleitet von Grundlagen, die er vor ein paar Jahren für einen Stadtring entworfen hat. Die Abbildungen jetzt sind aber natürlich starke Vergrößerungen der Detailbilder für den Stadtring. In der Reihe sind zwischenzeitlich auch ein Stadt-Licht, ein Anhänger, eine Kissingen-Brille, eine Tasche, eine Tasse und eine Garderobe entstanden. Seine Motivation, sagt Meinck, sei jetzt dennoch weniger geschäftlich: Es mache ihm einfach "Freude, die Stadt zu verschönern".

Die stilisierten grafischen Formen von Regentenbau, Quellen und Altem Rathaus, von Botenlaube, Arkadenbau und Kurtheater, Gradierbau, Kirchen und Spielbank sind nicht erst für diese Wand entstanden. Ihre Gestaltung geht zurück auf den Stadtring, den Meinck in der Folge des 100-Jährigen der Wandelhalle und der zentralen Rolle Bad Kissingens für den Tag des offenen Denkmals 2011 entwarf.

Stadt-Licht und Kissingen-Brille

Dieser Stadtring zeigt schon jene Motive, die auch jetzt wieder zum Einsatz kamen. Auch als Stadt-Licht, als Stadt-Anhänger, als Stadt-Windlicht oder im Gestell der Kissingen-Brille sowie auf einer Tasche, auf Tassen und in Holz als Garderobe kamen die Silhouetten schon zum Einsatz. „Daraus ist eine ganze Produktfamilie entstanden“, erzählt der Schmuckdesigner. Manches, die Kissinger Kulisse als Autoaufkleber zum Beispiel, sei ihm auch gar nicht selbst eingefallen. Das Interesse daran sei einfach an ihn herangetragen worden.

Spaß im Vordergrund

Die Motive und die damit gestalteten Produkte seien durchaus erfolgreich, berichtet Meinck. Die Ringe gebe es inzwischen auch für Hammelburg, Bad Bocklet und Bad Brückenau. Von einem großen kommerziellen Erfolg will der Schmuckdesigner aber nicht sprechen. Für ihn stehe ohnehin der Spaß an schönen Dingen im Vordergrund.

Mal richtig groß

Der Gedanke, mit der leeren Wand zur Parkplatzzufahrt hin etwas zu machen, entstand rund um die Open Art 2017. Für diese Veranstaltung im Frühjahr hatte Meinck sein Atelierhaus an der Promenadestraße zur Verfügung gestellt. Die Wand erlaubte Meinck zudem, den Wunsch zu erfüllen, das Ganze mal „richtig groß“ zu machen.

Spezialfolie

Um den Wunsch Realität werden zu lassen, hat der Kissinger Christoph Lang von Meincks Motiven eine Spezialfolie geplottet. Die Folie sei auf der Wand aufgebracht und „das Positiv abgenommen“ worden, beschreibt Meinck den Weg zu dem jetzt sichtbaren Bild. „Das Negativ“ sei stehen geblieben und mit Farbe ausgetupft worden. Und damit auch ja keiner meckern kann, hat Meinck sich das Wandbild von der Stadt ordnungsgemäß genehmigen lassen.

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