BAD KISSINGEN

Landkreis Bad Kissingen: Ein Gewinner in doppeltem Sinne

Landrat Thomas Bold geht in die vierte Amtszeit. Unser Bild zeigt ihn vor dem Plakat zur Landkreis-Standortkampagne.
Landrat Thomas Bold geht in die vierte Amtszeit. Unser Bild zeigt ihn vor dem Plakat zur Landkreis-Standortkampagne. Foto: Isolde Krapf

Landrat Thomas Bold bleibt im Amt. Mit dem Ergebnis von 60,5 Prozent ist er gleich ein mehrfacher Gewinner. Denn es ist kein knapper Wahlsieg gewesen, sondern ein recht stattliches Mehrheitsergebnis. Und er musste nicht in die Stichwahl gehen. Das Wahlresultat macht klar, dass 32 660 Stimmberechtigte Bold vertrauen und ihn eindeutig an der Spitze des Kreises sehen wollen. Zudem zeigt es, dass Bold sich scharf gegen seine beiden Mitbewerber abgrenzen konnte.

Natürlich sei man am Wahlabend immer angespannt, aber recht schnell habe sich herausgestellt, dass seine Wahlergebnisse in den Kommunen meist um die 60 Prozent lagen, sagte Bold am Montag im Gespräch mit dieser Redaktion. Sein Ziel sei es gewesen, nicht in die Stichwahl gehen zu müssen.

Stichwahl ausgeschlossen

Die Wahlergebnisse hätten später nicht nur klar gezeigt, dass diese Stichwahl ausfällt, sondern auch, dass sein Ergebnis in deutlichem Abstand zu denen seiner Mitbewerber liegt. „Denn bei zwei Mitbewerbern über 60 Prozent zu kommen, das muss man erst mal schaffen.“

„Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, so Bold weiter. Die Wähler hätten anerkannt, dass er und der Kreistag mit der politischen Ausrichtung in den vergangenen sechs Jahren richtig gelegen hätten. Denn der Landkreis habe sich positiv nach vorn entwickelt. Freilich sei er sich dennoch des Risikos bewusst gewesen, dass es bei Wahlen auch immer Wähler gibt, die bewusst einen Wechsel an der Spitze wollen, sagte Bold am Montag.

An seinem Ergebnis habe er jedoch ablesen können, so Bold weiter, dass man dem Wähler vermitteln konnte, im Landkreis vieles auf den Weg gebracht zu haben.

Sein bestes Ergebnis (76,58 Prozent) bekam Bold traditionell wieder in Motten. Das „niedrigste“ Votum brachte brachte ausnahmsweise mal nicht Bad Brückenau in die Wertung ein (58,38 Prozent), sondern mit 50,17 Prozent die Stadt Bad Kissingen. Über 70 Prozent fuhr er zudem in seiner Heimatgemeinde Wartmannsroth, in Wildflecken und Schondra ein. In 14 Kommunen konnte er mit über 60 Prozent rechnen, so zum Beispiel in Rannungen (66,75 Prozent), Oberthulba (65,89 Prozent), Elfershausen (65,32 Prozent) und Burkardroth (65,04 Prozent).

Auch Manuela Rottmann (B'90/Die Grünen/BfU) war am Wahlabend von ihrem Ergebnis sehr angetan. 24 Prozent sind in der Tat beachtlich. Das bedeutet nämlich, dass sich 12 964 Wähler am Sonntag für die Grünen-Kandidatin entschieden haben. Bei der Wahl vor zwölf Jahren, als die Partei zum letzten Mal einen Landratskandidaten stellte, bekam dieser – es war Norbert Schmähling – 19,6 Prozent.

Die „grünsten“ Ecken im Landkreis sind diesmal ganz klar Rottmanns Heimatstadt Hammelburg (32,37 Prozent), Fuchsstadt (28,23 Prozent) und Sulzthal (29,83 Prozent). Gute Werte ergab die Auszählung am Sonntagabend auch zum Beispiel in Oberleichtersbach (26,68 Prozent), in Münnerstadt (25,82 Pozent) und in Rannungen (25,1 Prozent). Die niedrigsten Ergebnisse fuhr Rottmann im christsozialen Hotspot Motten (14,4 Prozent), in Wildflecken (16,45 Prozent) und in Wartmannsroth (16,89 Prozent) ein.

Sowohl Rottmann als auch Thomas Menz (SPD) hätten sich gern mit Bold in der Stichwahl gesehen, weil sie dann freilich mehr Stimmen eingefahren hätten. Insofern zeigte sich Menz am Wahlabend etwas enttäuscht. Immerhin 8378 Menschen haben am Sonntag für ihn gestimmt.

Zwar hatte die SPD für ihren Kandidaten Reinhard Schaupp 2002 auch schon mal satte 27 Prozent erreicht. Aber die Zeiten haben sich für die Sozialdemokraten geändert. Bei 15,5 Prozent kann man aber schon von einem achtbaren Ergebnis sprechen, denn in anderen bayerischen Kommunen fiel das SPD-Votum durchaus auch einstellig aus.

Achtbares Ergebnis

Zweistellig war das Ergebnis für Menz auch in 19 Kommunen des Kreises. Sein bestes Wahlresultat konnte der SPD-Kandidat natürlich in seiner Heimatstadt Bad Kissingen verbuchen (25,34 Prozent), gefolgt vom traditionell SPD-starken Nüdlingen (22,78 Prozent) und Bad Bocklet (19,07 Prozent). Gute Ergebnisse erreichte Menz auch in Euerdorf (18,25 Prozent), in Sulzthal (17,93 Prozent) und in Thundorf (17,42 Prozent). Das niedrigste Resultat für Menz zählte die Gemeinde Wartmannsroth aus (7,43 Prozent), gefolgt von Schondra (8,74 Prozent), Rannungen (8,15 Prozent) und Hammelburg (8,69 Prozent).

Info in eigener Sache: Im Zug der Auszählung der Wahlergebnisse gab es Probleme mit der Software der Wahlplattformen der Gemeinden und des Landkreises Bad Kissingen. Tabellen, die die Main-Post gern veröffentlicht hätte, konnten online leider nicht abgerufen werden. Wir bitten um Verständnis.

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