NÜDLINGEN

Laufen die Windräder Ende 2014?

Erneuerbare Energie: Ende 2014 sollen sich in Nüdlingen zwei Windräder drehen. Im Bild die Anlagen in Rannungen. Foto: A. Stollberger

Die Nüdlinger Windenergie-Genossenschaft, die bestrebt ist, zwei Windräder auf gemeindlichen Waldgrundstücken im „Heiligengrund“ zu errichten, befindet sich auf gutem Weg. Diesen Eindruck vermittelten die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat bei Mitgliederversammlung im Pfarrsaal.

Von den 333 Mitgliedern waren 81 anwesend; 49 ließen sich durch Vollmachterklärungen vertreten. Die Enttäuschung darüber, dass die Gemeinde Nüdlingen nur zwei statt der ursprünglich vorgesehenen drei Windkraftstandorte an die Genossenschaft verpachtet hat, wurde in den Berichten angesprochen. Aber damit könne man zurechtkommen, zumal die Gemeinde Entgegenkommen beim Pachtpreis gezeigt hat.

Langer Weg

Vorstandsvorsitzender Burkhard Schramm machte in seinem Bericht über die Arbeit der Windenergie-Genossenschaft (WEG) die Vielzahl von Anstrengungen deutlich, die notwendig für eine Genehmigung der beiden Windräder sind. Er erwähnte die Gespräche mit Planungsfirmen und das Einholen von Angeboten, Gespräche mit Banken und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.

Weitere wichtige Schritte, so Schramm, seien die Eintragung ins Genossenschaftsregister am 29. Juni und die Auftragsvergabe an die Planungsfirma gewesen. Eine Reihe erforderlicher Gutachten seien in Auftrag gegeben worden.

Bürgermeister Günter Kiesel erläuterte in seinem Grußwort die Entscheidung des Gemeinderats, nur zwei Windkraftstandorte zu verpachten. „Es wäre fatal gewesen, wenn gegen den Willen vieler Bürger drei Windräder durchgesetzt worden wären“, sagte Kiesel.

Er ging auf den Pachtvertrag mit der WEG ein, bei dem die Kommune im ersten Betriebsjahr auf die Pacht verzichtet und ab dem zweiten Betriebsjahr zwei Prozent Nutzungsentschädigung erhebt. Damit helfe die Gemeinde, dass hier sauberer Strom erzeugt werde.

Vorstandsmitglied Dieter Stichler legte der Versammlung einen detaillierten Finanzbericht vor und stellte den Jahresabschluss 2012 fest, dem alle Anwesenden zustimmten. In einem Ausblick erwartete er die Genehmigung der Windräder für den Herbst dieses Jahres.

Schwierige Verhandlungen

Auch Vorstandsmitglied Thorsten Köck befasste sich in seinem Ausblick mit der weiteren Entwicklung. Es gelte, sich für einen Windradtyp zu entscheiden. Er sprach von schwierigen Verhandlungen. Im Juli oder August sollten die Unterlagen beim Landratsamt eingereicht werden.

Wobei Köck dabei vergaß, dass zunächst der Gemeinderat am Zug ist. Nach drei Monaten erwartet die WEG dann die Genehmigung.

Für den Herbst dieses Jahres plant die WEG eine öffentliche Veranstaltung, bei der die Mitglieder Anteile zeichnen können. Auch neue Mitglieder können aufgenommen werden. Nach der Vorbereitung der Bauflächen im Winter 2013/14 hofft man im Frühjahr 2014 mit dem Bau beginnen zu können. Ziel ist es, dass am Jahresende 2014 die beiden Windräder laufen.

In der Diskussion wurde deutlich, dass die Kosten der beiden Windräder zurzeit nur grob geschätzt werden können. Zusammen dürften sie etwa acht Millionen Euro kosten.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Aufsichtsräte
  • Genossenschaften
  • Pachtverträge
  • Verhandlungen
  • Vorstandsmitglieder
  • Windräder
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!