Münnerstadt

Mürscht hat's (eigene) Geld

Die "Münnercard" entwickelt sich zur Erfolgsgeschichte. Der Gewerbeverein "Kaufhaus Mürscht" macht mit alter Führung und neuen Idden weiter.
Schöne Bilder in leeren Schaufenstern ersetzen noch lange keine Geschäfte oder Betriebe. Aber sie könnten dafür sorgen, dass die Straßen in der Innenstadt etwas einladender wirken. Die Fotomontage mit einem Schaufenster in der Veit-Stoß-Straße zeigt das deutlich.  Fotomontage: Dieter Britz
Schöne Bilder in leeren Schaufenstern ersetzen noch lange keine Geschäfte oder Betriebe. Aber sie könnten dafür sorgen, dass die Straßen in der Innenstadt etwas einladender wirken. Die Fotomontage mit einem Schaufenster in der Veit-Stoß-Straße zeigt das deutlich. Fotomontage: Di...
Der Gewerbeverein "Kaufhaus Mürscht" wächst weiter in seiner Bedeutung. Nicht nur, weil alle drei Bürgermeister und mehrerer Stadträte an der Versammlung teilnahmen. Sondern auch, weil, so Vorsitzender Arno Reuscher, mit dem Beitritt des Antiquariats "Schätze & Co" und der Bürgergenossenschaft die Zahl der Mitglieder in den letzten Tagen auf 41 gestiegen ist. Der neue Einkaufsführer, so Reuscher weiter, ist im Druck und soll zum Ostermarkt in der Innenstadt und in den Stadtteilenverteilt werden.


Präventionstag im Juni

Sehr interessant klingt das Konzept eines "Präventionstages" in den ersten Juni-Tagen, das Christine Schikora vorstellte. Das Spektrum könnte von gesunder Ernährung über Sport, bis zu Infos über Nahrungsunverträglichkeit, Diabetes, Nordic Walking oder sogar Rauchmeldern reichen. Beteiligen können sich Geschäfte, Physiotherapeuten oder Vereine, Organisationen wie das Rote Kreuz oder Ärzte. Präsentationen und Informationen über Prävention im weitesten Sinn soll es in den Geschäften geben, auf Stände in den Straßen soll verzichtet werden. Rechtzeitig vor diesem Präventionstag soll ein Flyer erscheinen..


Erfolgreiche Feste wiederholen

Das Kinderfest auf dem Anger zusammen mit dem Altstadtverein, laut Christine Schikora in weitem Umkreis ein "Alleinstellungsmerkmal" der Stadt, soll es wie den Herbstmarkt auch dieses Jahr geben. Das Weihnachtsgewinnspiel war letztes Jahr ein voller Erfolg und wird wiederholt. Über 800 Menschen nahmen an diesem Schaufenster-Suchspiel teil, viele auch aus den Nachbbargemeinden.

Eine Erfolgsgeschichte wurde die Münnercard, betonte Arno Reuscher. Bisher wurden für 45 000 Euro Gutscheine in Stückelungen von zehn und jetzt auch fünf Euro verkauft. "Damit bleibt Kaufkraft in der Stadt", so Reuscher. Inzwischen gibt es etwa 60 Geschäfte und Betriebe, die die Karten als Zahlungsmittel akzeptieren. Bürgermeister Helmut Bank (CSU) sagte zu, dass die Stadt für Geburtstagsgeschenke und ähnliche Anlässe ein Kontingent Karten anschafft.


Wie an die Eigentümer kommen?

In der Versammlung gab es viele Anregungen, wie die Stadt attraktiver werden kann. Lange diskutiert wurde über den Vorschlag von Stadtrat Klaus Schebler (Neue Wege), die unschönen leeren Schaufenster der Innenstadt so wie in Bad Bocklet mit schönen Bildern zuzukleben. "Das macht schon viel aus" betonte er. Michael Moritz freute sich: "Das ist eine gute Idee von Herrn Schebler, das wäre eine schöne Sache". Wolfgang Joa allerdings gab zu bedenken, dass die Schaufenster nun einmal privat sind: "Wenn die nicht wollen, dann wollen sie nicht." Das größte Problem sei, an die Eigentümer heranzukommen. Mia Hochrein ergänzte, den Eigentümern der Schaufenster sollten keine Kosten entstehen, dann seien die Chancen der Verwirklichung größer. Christine Schikora schlug vor, aus einigen Schaufenstern "ausgelagerte Museumsräume" zu machen. Mia Hochrein allerdings fürchtet, dass derartige Schaufenster schnell verstauben. Sie schlug vor, an den Stadt-Eingängen auf Plakatwänden Leute verkünden zu lassen: "Ich kaufe hier". Die Abbildungen dürften ruhig "etwas schräg" sein.


In den Nachbarstädten werben

Klaus Schebler regte an, in Bad Kissingen oder Bad Neustadt bei Ausstellungen im Schloss Werbung auf einer Plakatwand zu machen. Damit habe man schon in der Vergangenheit Erfolg gehabt. "Es gibt in Bad Kissingen Kurgäste, die wollen am Wochenende nicht nur in Bad Kissingen bleiben", meinte Wolfgang Joa dazu. Christine Schikora schließlich gab sich überzeugt: "Wir sind gigantisch gut aufgestellt, das müssen wir kommunizieren. Wir dürfen uns nicht runterreden und schlecht machen. Unsere Stadt ist toll."


Der alte Vorstand ist der neue

An der Spitze von "Kaufhaus Mürscht" bleibt alles beim alten. Arno Reuscher wurde als Vorsitzender bestätigt und auch alle anderen Vorstandsmitglieder machen weiter: stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Joa, Kassier und Schriftführer Oliver Schikora. Beisitzer Mia Hochrein, Christoph Henkelmann, Martin Werner, Christine Schikora und Petra Rohracker.



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