KREUZBERG

Musik zwischen Himmel und Erde

Überzeugende Darbietungen: Der Musikverein Hohenroth spielte am Dreikönigstag in der Klosterkirche am Kreuzberg. Foto: Eckert

Es ist zur Tradition geworden, dass der Musikverein Hohenroth alljährlich an Dreikönig ein Konzert in der Klosterkirche gibt, das seit einigen Jahren in den Rhöner Krippenweg eingebunden ist. Jahr für Jahr werden es mehr Besucher, die den Hohenröther Musikern unter Leitung von Dirigent Michael Baumgart lauschen. Viele zusätzliche Stühle wurden in der Kirche aufgestellt und doch reichten die Sitzplätze nicht aus, und auch Stehplätze waren in den Gängen und im hinteren Bereich kaum zu bekommen.

Auch diesmal präsentierte die Kapelle einige Stücke aus dem Jahreskonzert, das traditionell im Advent in Hohenroth stattfand. Ergänzt wurde das Programm auf dem Kreuzberg durch einige weihnachtliche Stücke, erklärte die stellvertretende Vorsitzende Ursula Enders, die in gewohnt charmanter und fachlich fundierter Weise die Moderation des Konzerts übernahm.

„Zwischen Himmel und Erde“ mit diesem vielversprechenden Titel war das Konzert überschrieben. „Zwischen Himmel und Erde ist der Raum von Musik erfüllt. Lassen Sie sich mitnehmen von unserem Orchester, lassen Sie den Alltag hinter sich, tauchen Sie ein in die Welt der Harmonie und genießen Sie einen Nachmittag voller Musik“, so lautete die Einladung.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Stück „Terra Vulcania“, mit dem das Orchester beim Wertungsspiel in Willanzheim im Herbst vergangenen Jahres die Jury überzeugte und als einziges Oberstufenorchester das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“ erhalten hat. Die Zuhörer waren im nächsten Stück aufgerufen dem Orchester in die grandiose Bergwelt Südtirols zu folgen, in das Reich der Dolomiten.

Das Herzstück der Komposition war das sogenannte „Rosengarten-Motiv“. Ursula Enders lud dazu ein, in den Zauber der Berge einzutauchen. Die sagenumwobene Bergwelt und die Macht der Berge wurde durch die tiefen Blechbläser sowie Tenorinstrumente charakterisiert. Das Zwitschern der Vögel, blumige Almwiesen und der Duft der Gebirgskräuter wurde musikalisch erlebbar. Und natürlich das sagenhafte Alpenglühen über dem Rosengarten.

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, das berühmte Märchen verzaubere in seiner Verfilmung seit über dreißig Jahren die Herzen von Millionen Zuschauern. „Ach, man möchte wieder Kind sein“, lud Ursula Enders zum Träumen und Entschwinden in das Reich des Märchens ein.

Für Elvis Presley, den „King of Rock'n'Roll“ wurde im Jahr 1961 der Popsong „Can't help falling in love“ geschrieben. In der wunderschönen Ballade, die zum Träumen verführte, war Julia Schmitt die Solistin am Altsaxophon.

Fast jeder kennt den Parademarsch der Hergolshäuser Musikanten „Die Sonne geht auf“. Das Orchester präsentierte das Stück als feierliche Festmusik.

Besonders stolz war das Orchester, dem Publikum ein Stück aus der Feder des Tenorhornisten Franz Ehret präsentieren zu dürfen. Seit einiger Zeit hat er sein Talent fürs Komponieren entdeckt und schon mehrere Polkas geschrieben. Mit der Romanze „Ich lieb' dich“ hat er sich nun auf neues Terrain begeben und eine Ballade komponiert, die tiefste Gefühle und Zuneigung beschreibt und deren Melodie durch ein ausgefeiltes Arrangement in runde Harmonien eingebettet ist. Der Komponist persönlich hat das gefühlvolle Stück mit sehr viel Herzblut dargeboten und seinem Tenorhorn samtweiche Töne entlockt.

Weihnachtlich wurde es in der Klosterkirche mit „White Christmas“ einem der wohl bekanntesten Weihnachtslieder, das von Frank Sinatra erstmals 1943 gesungen wurde. Und noch einmal ging es in die Berge mit dem Stück „Zauber der Berge“, einem volkstümlichen Konzertstück für zwei Flügelhörner komponiert. Als Solisten traten Bernd Kissner und Andreas Mölter auf.

Zum Abschluss erinnerten die Musikanten noch einmal an das Weihnachtsfest. Mit dem Weihnachtspotpourri „Fröhliche Weihnacht“ im Polkastil präsentierten sie bekannte Weihnachtslieder. Doch ohne zwei Zugaben ließ das Publikum die Musiker nicht einpacken und erst nach lang anhaltendem Applaus leerte sich die Klosterkirche.

Premiere: Tenorhornisten Franz Ehret präsentierte die von ihm komponierte Ballade „Ich lieb' dich“.

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