Neue Richtlinien für Rechtlerwald

Wittershausen (ub) Eine lange Tradition haben die Rechtler. So gibt es in vielen Ortschaften heute noch Schafweiderechte, Laub-, Reißig-, Leseholz- und Bauholzrechte, die vor allem in früherer Zeit für die bäuerlichen Familien eine wichtige Einnahmequelle waren.
Vom guten Zustand des Rechtlerwaldes
Vom guten Zustand des Rechtlerwaldes in Wittershausen überzeugten sich etwa 60 Interessierte bei einem Waldbegang. Foto: FOTO GÜNTHER STRAUB
In Wittershausen gibt es eine Rechtlergemeinschaft, die noch aus 44 Rechtlern besteht. Es ist eine Wald-Rechtlergemeinschaft. Sie betreut 197 Hektar Rechtlerwald, der sich auf gemeindlichem Grund befindet. Die Rechte bleiben bei Besitzveränderungen auf der jeweiligen Flurnummer des Hausanwesens. Bekannt ist, dass dieses Recht in einer Prozessurkunde erstmals 1875 erwähnt wird. Tatsächlich dürfte es allerdings wesentlich weiter zurückgehen. Dass die Wittershäuser Rechtler ihre Arbeit ernst nehmen, zeigt der gute Zustand ihres Waldes. Sie pflanzen, pflegen, schlagen und verwerten ihre Bäume selbst.
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