Oerlenbach

Plan für sechs Windräder steht

Der Gemeinderat Oerlenbach treibt die Errichtung von Windkraftanlagen weiter voran. In der jüngsten Sitzung wurde der Bebauungsplan gebilligt.
Den Bebauungsplan für sechs Windkraftanlagen billigte der Oerlenbacher Gemeinderat in seiner Sitzung. Bereits 2010 liefen im Gemeinderat erste Überlegungen für Windkraftanlagen. 2012 konkretisierten sich die Planungen in Zusammenarbeit mit der Energieallianz Bayern. Basis bildeten die Aussagen im Regionalplan mit einem Vorranggebiet westlich der Schwarzen Pfütze. Gemäß der damals geltenden Vorgaben übernahm die Energieallianz Bayern das Projekt mit sechs Windrädern. Voruntersuchungen zu den einzelnen Standorten sowie zu Flora und Fauna liefen ebenso wie die Einbeziehung der Behörden.
Die Gemeinde schloss mit der Energieallianz, die inzwischen mit 18 Standorten in der Bundesrepublik vertreten ist, einen Nutzungsvertrag. Demnach stellt die Gemeinde Grund und Boden zur Verfügung und erhält die Mieteinnahmen, während die Allianz die Anlagen baut und betreibt.

Vorgaben und Auflagen erfüllt

In der Gemeinderatssitzung erläuterten Projektleiter Tom Jenssen und Architekt Tim Meyer den aktuellen Stand. "Unsere Planungen basieren auf dem Vorbescheid mit den 2012 geltenden Abstandsvorgaben. Bei einer Höhe von 220 Metern als Festsetzung im Bebauungsplan halten wir die Mindestdistanzen zu Rottershausen bzw. Eltingshausen ein. Die Auflagen des Bundesimmissionsschutzgesetzes wie zu Schall und Schattenwurf werden eingehalten. Die einzelnen Standorte - zwei auf Rottershäuser und vier auf Eltingshäuser Gemarkung - liegen fest. Für die Zufahrten nutzen wir weitgehend vorhandene Feldwege, die noch auszubauen sind", erklärten beide anhand von Detailkarten. Berücksichtigt seien sowohl kleinere Biotope, Wasserschutz und Bodendenkmäler als auch Abstandsflächen.
Mit 16:2 Stimmen - dagegen votierten Stefan Karch und Nils Seidl - stellte sich der Gemeinderat hinter das Vorhaben und befürwortete die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans. Die Energieallianz übernimmt die Ausarbeitung. Daran schließt sich in ein paar Wochen die öffentliche Auslegung mit Beteiligung der Bürger und Träger öffentlicher Belange an. Nach Ostern will der Gemeinderat die Anmerkungen und Eingaben behandeln.

Qualitätsbonus für Kindergärten

Enger werden für die Kindergärten die Finanzen. Vor allem ist mehr Personal nötig, um die Förderung der Kinder zu sichern. Deshalb beschloss der Freistaat Bayern das Programm "Qualitätsbonus plus" für Kindergärten, die sich in besonderer Weise für das Wohl der Kinder einsetzen. Gemäß der Buchungszeiten und Gewichtungsschlüssel würden Oerlenbach ca. 16 000, Ebenhausen 10 200, Eltingshausen 8700 und Rottershausen 6000 Euro zusätzlich bekommen.
"Die Hälfte müssten aber wir als Gemeinde übernehmen, die anderen 50 Prozent übernimmt dann das Land", machte Bürgermeister Franz Kuhn (BBO) die Bedingungen in der Gemeinderatssitzung deutlich, und ergänzte, dass auch bei einem Defizit im Jahresabschluss die Gemeinde die Trägervereine nicht im Stich lassen werde. Das Gremium befürwortete einhellig die Zusatzförderung. "Die Trägervereine haben es nicht leicht. Die Erziehungsbeiträge werden ab September angehoben, um das Minus zu lindern. Da stehen wir selbstverständlich zur Seite", ergänzten Martin Greubel und Klemens Wolf.
Die Allianz Oberes Werntal beteiligt sich am Programm "Ländliches Kernwegenetz". Ziel sei die großen landwirtschaftlichen Fahrzeuge von den Gemeinde-, Kreis- und Bundesstraßen fern zu halten und das Feldwegenetz auszubauen, so Kuhn. Dazu gebe es ein Förderprogramm.

Vorschläge werden eingereicht

Mögliche Verbindungen würden in der Allianz gebündelt. Zur Prüfung eingereicht werden nach Kuhns Vorschlag in Oerlenbach der Weg vom Kreisbauhof zu "Schwarz Lohe", in Eltingshausen die Verbindung zur Schwarzen Pfütze, in Rottershausen der "Grundweg" und die Strecke vom ehemaligen Bahnhof zur Waldsiedlung sowie in Ebenhausen der "Tiefe Weg". Nachmeldungen seien möglich.
Zwei private Bauvorhaben bejahte der Gemeinderat: Thomas Bömmel kann im Gewerbegebiet "Am Kreisel" einen Verkaufsplatz, zwei Garagen und ein Büro errichten und die Firma Joachim Lenz in Ebenhausen am Betriebsgelände zur Bahnhofstraße hin eine 3,6 Meter hohe Lärmschutzwand aufstellen.

Fester Termin 2. Oktober

Als Fixtermin für den Ehrenabend zur Verleihung von Kulturehrenbriefen, Würdigung von Funktionären in Vereinen sowie Sportler- und Musikerauszeichnungen empfahl der Gemeinderat den 2. Oktober. Der 3.10. wird nur noch zu besonderen gemeindlichen Anlässen als Fest- und Ausstellungstag angefügt. Laut Bürgermeister sprachen sich die Feuerwehren dafür aus, ihre staatlichen Ehrungen mit besonderen Feiern wie Segnung eines neuen Fahrzeugs - in diesem Jahr in Rottershausen - oder einem "Tag der offenen Tür" zu verbinden. Den jährlichen Großgemeindefeuerwehrtag gibt es nicht mehr. Andreas Kukuk dankte der Gemeinde, dass mit dem Einbau von "Schallbaffeln" in der Kulturscheune in Eltingshausen ein Quantensprung für bessere Akustik und optischer Aufwertung gelungen sei.

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