Bad Kissingen

Rakoczy-Fest: Der Regen kam erst am Ende

Ihr Kernprogramm haben Fürst Rákóczi und die Historischen Persönlichkeiten des Kissinger Rakoczy-Fests gut durchgebracht. Nur am Ende ließ Regen manches ausfallen.
Als Sisi die Blumen im Kurgarten begutachtete, war das Wetter beim Rakoczy-Fest noch ideal. Foto: Siegfried Farkas

Wetter-Apps auf dem Smart-Phone können eine gute Sache sein. Manchmal sind sie durchaus verlässliche Helfer, wenn es etwa darum geht, ob das Wetter gut genug ist für Freizeitvergnügen draußen. Das mit der guten Sache gilt aber nicht uneingeschränkt. Das Rakoczy-Fest am Wochenende war möglicherweise mehrfach Leidtragender der Prognosen von Wetter-Apps.

Mehrfach hatten diese für wesentliche Termine des Fests wie etwa die Vorstellung der Historischen Persönlichkeiten und die Gläserpolonaise am Samstagabend oder den Festzug ungünstige Wetterverhältnisse prognostiziert. Die dann aber zumindest in Bad Kissingen doch nicht so eintraten. Das hat bestimmt einige Rakoczyfreunde von Besuchen abgehalten.

18 000 Schaulustige beim Festzug

So sprachen Polizei und Organisatoren am Sonntag erstmals von weniger als 20 000 Schaulustigenam Festzug. Etwa 18 000 könnten es diesmal gewesen sein, meinten Polizeihauptkommissar Lothar Manger für die Polizeiinspektion Bad Kissingen und Bruno Heynen sowie Thomas Lutz, die beiden Cheforganisatoren des Fests.

Regnet's oder regnet's nicht? Am Sonntagmittag war am Wetterhäuschen noch alles in Ordnung. Foto: Siegfried Farkas

Der zum Teil schon für viel früher angekündigte Regen kam am Sonntag erst ein Stück nach dem Festzug. Sogar die Autogrammstunde müsste noch ordnungsgemäß zu Ende gegangen sein. Der Einschnitt durch das Wetter kam nach Angaben von Lutz und Heynen so gegen 17.30 Uhr. Angesichts des da einsetzenden starken Regens, hätten einige Bühnen ihr Programm beendet. Andere dagegen machten tapfer weiter, berichteten die Organisatoren in einer Zwischenbilanz des Fests am frühen Abend. Das Feuerwerk, so hieß es in einer Durchsage kurz vor 20 Uhr, sollte zudem auf jeden Fall stattfinden.

An den beiden Abenden davor insgesamt über 50 000 Besucher

An den beiden Festabenden davor hatte die Besucherzahl nach der Zählweise der vergangenen Jahre gewohnte Größenordnungen erreicht. Für die Nacht zum Samstag sprach Manger von 25 000 Besuchern in der Stadt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag seien es sogar 27 000 gewesen. Da sorgte dann starker Regen in den frühen Morgenstunden für einen Abschluss der Feiern im Freien.

Lutz geht auch davon aus, dass die vorhergesagten, dann aber vor Ort zumeist gar nicht eingetretenen Wetterprobleme für geringere Besucherzahlen sorgten. Andererseits hat ihn der Andrang zum Teil aber auch positiv überrascht. Am Freitagabend die Organisatoren wegen der hohen Temperaturen deutlich weniger als 20 000 Besucher erwartet. Viele Fans des Fests seien spät noch in die Stadt gekommen. Auch an etlichen Zahlstellen sei das mit Erstaunen registriert worden.

Akzeptanz für Preiserhöhung bei den Pins

Apropos Zahlstellen. Der wegen der Preiserhöhung auf fünf Euro von manchen befürchtete Ärger für die Ehrenamtlichen, die dort die Pins für das Fest verkauften, blieb offenkundig aus. Viele Besucher hätten durchaus Verständnis für die Erhöhung des Obolus für den Pin geäußert, der ja im Grund so etwas wie eine drei Tage geltende Eintrittskarte zum Fest ist.

In einer Hinsicht ist es den Organisatoren durch den Regen allerdings diesmal schon nass hineingegangen. Das Turniergebäude in der Au ist gesperrt. Deshalb stand es den Beteiligten des Festzugs auch nicht als Möglichkeit, Wagen und Kutschen unterzustellen zur Verfügung. Durch den Regen nach dem Fest sei da viel nass geworden, berichten Lutz und Heynen. Dafür müsse man sich eine Lösung einfallen lassen.

Polizei hatte wenig auszusetzen

Die Polizei war mit dem fest und seinen Besuchern diesmal ausgesprochen zufrieden. Zwei abgeschleppte Autos, drei Fundsachen, zwei Platzverweise, einige Meldungen rund um Alkohol, zumindest die Zwischenbilanz der Gesetzeshüter liest sich ganz und gar nicht dramatisch. Als die Feuerwehren aus der Kernstadt und aus Garitz vom Fest abzogen, hatten sie übrigens beide kurz darauf Einsätze. Nach Angaben aus der Feuerwehr ging es jeweils um Folgen des Regens.

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