Burkardroth

"Reichweitenkönig" kam aus Oehrberg

Der Oehrberger Unternehmer Michael Manger übertraf mit seinem Elektromobil im Testlauf nicht nur die Testergebnisse einer Automobil-Zeitung, sondern auch die Herstellerangaben von 502 Kilometern.
Der Verein TFF e.V., Tesla Fahrer und Freunde, hat sich im März diesen Jahres aus dem "Tesla Fahrer und Freunde Forum" gegründet. In die Satzung geschrieben haben sich die Initiatoren die Förderung der E-Mobilität insgesamt sowie zur Gestaltung einer zukunftsfähigen und umweltfreundlicheren Welt beizutragen.
Jetzt hatte der Verein, dessen Vorsitzender der Münnerstädter Eberhard Mayer ist, zu einem Crowd-Test eingeladen. Hintergrund war die Veröffentlichung einer namhaften Automobil- und Sportzeitung über einen Härtetest zur Reichweite von Elektro-Autos. Laut TFF sei demzufolge zum Beispiel für den Tesla Model S eine Reichweite von nur 184 Kilometern (bei einer konstanten Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde) ermittelt worden. Für die Elektro-Auto-Freunde ein verheerendes Ergebnis.
Denn laut Verein betragen die Reichweiten bei dieser Geschwindigkeit in der Praxis zwischen 350 und 380 Kilometer. Und genau das sollte dieser erste Crowd-Test in Hilders (bei Düsseldorf), an dem Besitzer von 40 E-Fahrzeugen verschiedener Hersteller aus ganz Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden teilgenommen haben, beweisen.
Zwei der vier Fahrer, die beim Test mit dem Tesla Model S selbst die Hersteller-Werksangabe von 502 Kilometern deutlich überschreiten konnten, kommen aus dem Landkreis Bad Kissingen. "Reichweitenkönig", wie er scherzhaft bezeichnet wurde, und sogar Europameister wurde beim Testfahren unter realen Bedingungen der Oehrberger Unternehmer Michael Manger.
Bereits vor zwei Jahren hatte sich das Ehepaar Manger aus "umweltschonenden" Gründen den Opel Ampera als Zweitwagen angeschafft. Zwar "noch nicht so ganz überzeugt", seien sie wohl gleich eines Besseren belehrt worden, blickt der Umweltaktivist zurück. Denn "wir haben uns fast darum gekloppt, wer das Elektroauto nehmen darf". Der BMW war meist in der Garage geparkt. Als Ersatz für den BMW kam dann im März der Tesla.

Quasi ohne jeden Verschleiß

Nach eingehender Kalkulation war der Geschäftsmann zu dem Ergebnis gekommen, dass die Anschaffung dieses Elektro-Autos für seine Zwecke am lukrativsten ist. Weil es seinen Angaben nach nämlich so gut wie verschleißlos ist. Es müssen keine Bremsen, Auspuff oder Anlasser ausgewechselt und kein Öl nachgefüllt werden. Und natürlich muss kein teures Benzin gekauft werden.
Neben dem kostenlosen Stromtanken an der hauseigenen Solaranlage - der 49-Jährige hat eine Hardware entwickelt, welche die Autos nur aufladen lässt, wenn Strom produziert wird - kann Manger zudem an ausgewiesenen Autobahntankstellen seinen Strom zapfen. Umsonst, denn diese Stromkosten seien im Kaufpreis des Tesla quasi als Flatrate enthalten.
Damit relativiere sich der vermeintlich zunächst hohe Anschaffungspreis von rund 84 000 Euro. Eine entsprechende Fahrleistung natürlich vorausgesetzt.
"Ich kann Elektroautos uneingeschränkt empfehlen", sagt Manger überzeugt. Fahrten nach Italien oder sogar in die Slowakei habe er problemlos bewältigen können. In 20 Minuten ist das Auto am Supercharger aufgetankt - während der Kaffeepause. 64 000 Kilometer sind die Mangers mittlerweile mit dem Tesla, 71 000 Kilometer mit dem Ampera gefahren. Und das ohne jegliche Reparaturen und Kundendienste.
"Es war für mich kein Thema, etwas für die Umwelt zu tun", begründet Manger die Anschaffung der Elektro-Autos. Dass sie damit auch noch so viel sparen können und so viel Spaß beim Autofahren haben, das hätten sich die beiden vor einigen Jahren noch nicht träumen lassen.
Der Erfahrungsbericht steht unter http://manger-m.de/bike/ampera




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