SCHÖNAU

„Rhönradvater“ begeisterte für das Sportgerät

Ein Leben für das Rhönrad: Ewald Reubelt, langjähriger Abteilungs- und Übungsleiter der Schönauer Rhönradturner, feiert am Donnerstag seinen 80. Geburtstag. Foto: Manfred Zirkelbach

Der Name Ewald Reubelt ist für Rhönradsportler bis in die Spitze des Deutschen Turnerbundes ein Begriff. Der „Rhönradvater“ feiert diesen Donnerstag bei recht guter Gesundheit mit Weggefährten und seinen früheren „Rhönradmädels“ 80. Geburtstag.

So recht mag man ihm die acht Jahrzehnte gar nicht ansehen, schließlich hat Reubelt vor Jahren eine schwere Krankheit überstanden. Doch er hält sich fit beim Wandern durch die Schönauer Fluren und mit Arbeit in Haus, Hof und Garten. In seiner Wohnung hängen Bilder, die ihn mit seinen Turnerinnen in Aktion zeigen, denn „das Rhönrad hat einen Großteil meines Lebens bestimmt“, sagt der Jubilar.

Die Leidenschaft für den Rhönradsport sieht man ihm an, wenn er von den Erfolgen seiner Rhönradriege erzählt, die er fast 40 Jahre geführt hat. Dabei hatte er am Anfang seiner Übungsleiter-Laufbahn fast gar keine Beziehung zum Turnen. Er hatte bei der DJK Schönau alle möglichen Ämter begleitet. Als Wanderwart war er viele Jahre verantwortlich für die Volkswandertage in Schönau.

Nach der Schule absolvierte Reubelt eine Friseurlehre in Bad Neustadt, richtete sich danach in seinem Elternhaus einen Friseursalon ein. Später war er bei Preh in Bad Neustadt und auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken beschäftigt.

1954 heiratete er seine Elisabeth. Drei Kinder haben sie großgezogen. Tochter Gudrun war es, die verantwortlich dafür war, dass sich der Papa um die Rhönradküken der DJK-Turnerriege kümmerte, als dringend ein Übungsleiter gesucht wurde. Das war Ende der 60er Jahre. Ewald fühlte sich in der Pflicht, obwohl er „nicht die leiseste Ahnung vom Rhönradturnen“ hatte. Aber mit Leidenschaft und Fleiß erarbeitete er sich anhand von Fachliteratur und Seminaren das Wissen für eine erfolgreiche Tätigkeit als Leiter der Schönauer Rhönradturner.

Seine Begeisterung für den Sport übertrug sich auf seine Schützlinge, sodass große Erfolge gefeiert werden konnten. In den 70er und 80er Jahren wurden reihenweise Meistertitel auf Bezirks- und Landesebene gefeiert, es gab Siege bei Deutschen Turnfesten und deutschen Meisterschaften.

Zum 50. Rhönradjubiläum 1975 fand in Schönau ein großer nationaler Wettkampf statt, zum 75 Jubiläum im Jahr 2000 wurden unter seiner Regie die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Reubelt fungierte auch als Kampfrichter, er hatte das Amt des Jugendleiters Rhönradsport im bayerischen Turmverband inne. Für seine Verdienste erhielt er die Ehrenmitgliedschaft bei seinem Heimatverein und dem Turngau Rhön-Saale. Er wurde mit dem Ehrenbrief des Bayerischen als auch des Deutschen Turnverbandes und der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet, erhielt die Treuenadel des DJK-Diözesanverbandes.

In all der Zeit war die Familie und vor allem Ehefrau Elisabeth Rückhalt, denn Ewald Reubelt war an vielen Abenden und Wochenenden für den Rhönradsport unterwegs. Vor zehn Jahren hat er seine Ämter in jüngere Hände gelegt. Mit großem Interesse verfolgt er nach wie vor die Aktivitäten der Schönauer Rhönradturner. Gefeiert wird am Donnerstag natürlich in der DJK-Sporthalle, dort, wo er sonst mit seiner Rhönrad-Truppe das Training absolvierte. Zu den Gratulanten gehören vor allem seine drei Kinder, die vier Enkelkinder und die drei Urenkel.

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