Riedenberg

Riedenbergs Robert Römmelt liebt einfach die Natur

31 Jahre war Roland Römmelt alt, als er vor 25 Jahren in Riedenberg Jagdpächter wurde. Er ist dies mit Leib und Seele.Bei der Versammlung der Jagdgenossen erhielt er eine Ehrung.
"Ich kann mich noch genau an die Jagdversammlung erinnern, auf der ich als Jagdpächter gewählt wurde. Das war damals fast wie ein Krimi. Drei Wahlgänge brauchte es, bis ich mich gegen meinen Mitbewerber durchsetzen konnte. Es war schon nach Mitternacht, als das Ergebnis endlich feststand", erzählt Roland Römmelt schmunzelnd. Auch 25 Jahre später bereute er seine Entscheidung nicht.

Zur Jagd kam er durch seinen Bruder Günther, der ihn als Jäger auf den Hochsitz mitnahm. "Es hat mich nie mehr losgelassen, und schon in meiner Jugend war es mein Traum, einmal eine Jagd hier in meiner Heimatgemeinde zu bekommen." Seit dieser Zeit hat sich viel geändert, und von Jagdromantik ist man bei seiner Arbeit als Jagdpächter meistens ganz weit entfernt. Was als Hobby begann, beansprucht nun mehr als 24 Stunden. "Meistens bin ich damit beschäftigt, Schäden durch Wildschweine auf den Äckern und Wiesen der Landwirte zu beseitigen. Bis kurz vor die Gemeindegrenzen dringen die Tiere vor. Auch deren Anzahl nimmt stetig zu. Waren es im Jahr 1991 noch zwei Sauen, sichten wir heute 26", berichtet Roland Römmelt.

Kampf gegen "Schwarzkittel"

Schwer zu kriegen seien die Tiere, da es sich bei ihnen um Wechselwild handelt, das in der einen Stunde hier, kurz darauf an einer ganz anderen Stelle aufkreuzt. "Und besser wird es sicher nicht. Die künftigen Kernzonen werden ihr Übriges dazu beitragen, dass sich die Zahlen erhöhen. Auch das Schießverbot im Staatsforst, das von Februar bis Juni gilt, verschärft diese Situation." Trotzdem hat er es noch nie bereut, Jagdpächter zu sein. "Ich bin und bleibe ein Naturmensch, und wenn ich dann so schöne Projekte, wie das Anlegen eines Feuchtbiotops verwirklichen kann, entschädigt es mich für so manchen Ärger und die viele Arbeit", versichert er. Geehrt wurde Roland Römmelt nun für sein 25-jähriges Jubiläum auf der Versammlung der Riedenberger Jagdgenossen. Als letzte Amtshandlung gratulierte der bisherige Jagdvorsteher Norbert Schaab.

Dann übergab Schaab die Geschäfte an den neu gewählten Jagdvorsteher Norbert Hergenröder. Nach 20 Jahren hatte Schaab sein Amt zur Verfügung gestellt. So setzt sich der neue Vorstand nun neben dem neuen Jagdvorsteher Norbert Hergenröder aus seinem Stellvertreter Erich Fröhlich, sowie dem 1. Beisitzer Berthold Schaab und dem 2. Beisitzer Günther Seuring zusammen. Die Kasse wird weiter von Walter Fröhlich geführt, als Schriftführer steht Willi Matthes zur Verfügung. Rechnungsprüfer wurden Walter Hüfner und Franz Wolf.

Befriedung abgelehnt

Für Unverständnis sorgte der Antrag einer Eigentümerin auf Befriedung ihrer Grundstücksflächen. Das bedeutet die Herausnahme aus dem Jagdgebiet. Allerdings müssen hierfür ethische Gründe geltend gemacht werden, und die Mitglieder der Jagdgenossenschaft müssen ihre Zustimmung geben. Einige dieser Grundstücke liegen direkt an der Bundesstraße, wo es von großer Wichtigkeit ist, dass hier zur Sicherheit der Autofahrer gegen zu häufigen Wildwechsel gejagt werden kann, wie der zuständige Jagdpächter Wilfried Helfrich zu bedenken gab. Auch müsste die Eigentümerin alle ihre Flächen kennzeichnen.

Die Jagdgenossen sprachen sich einstimmig gegen diesen Antrag aus. Große Sorgen machte man sich über die Tatsache, dass immer mehr Grundstücke verkauft werden, und dass die Gemeinde davon oft gar keine Kenntnis hat. Erst wenn der Verkauf vollzogen ist, wird dies mitgeteilt. Auch hat im Naturschutzgebiet die Naturschutzbehörde dann das Vorkaufsrecht. Deshalb appellierte der Vorstand der Jagdgenossen eindringlich an alle Verkaufswilligen, sich unbedingt erst mit der Gemeinde in Verbindung zu setzen und die Verkaufsabsicht mitzuteilen. Dann könne man den Verkauf gezielt steuern.

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