RAMHOLZ

Ruine Steckelberg wiedereröffnet

Ruine Steckelberg: Die Aussichtsplattform auf dem alten Geschützturm. Foto: Walter Dörr

Die Burg Steckelberg im Schlüchterner Stadtteil Vollmerz-Ramholz ist ein Ort mit historischer Bedeutung, denn hier erblickte am 21. April 1488 der Ritter und Humanist Ulrich von Hutten das Licht der Welt. Die Burg gehört geistesgeschichtlich zu den bedeutendsten Bauten Deutschlands, denn hier vollendete Ulrich von Hutten 1519 sein bekanntes „Gesprächbüchlin“ und schrieb Briefe an Erasmus, Melanchthon und Luther.

An den ehrwürdigen Mauern des gern besuchten Ausflugszieles nagte allerdings der Zahn der Zeit. 2004 musste die Ruine gesperrt werden, da die Ostwand eingestürzt war. Im Februar 2008 fiel dann ein Teil der äußeren Nordwand in den Burggraben. 2010 stellte man fest, dass es bei den Süd- und Westwänden fünf Minuten vor zwölf ist.

Mit großem finanziellen Aufwand und öffentlicher Unterstützung wurden alle 1,40 Meter dicken Mauern wieder aufgebaut oder durch spezielle Injektionen gesichert. Die Burgruine Steckelberg ist zu Fuß in etwa 45 Minuten durch den Schlosspark Ramholz zu erreichen.

Dort steht die Jugendstilgruft von Hugo Rudolf Freiherr von Stumm, der Schloss Ramholz von 1893 bis 1895 erbaute. Die Schloss-Architekten, die Brüder Emanuel und Gabriel von Seidl aus München, haben das Mausoleum in aufwendigem Stil mit Zyklopenmauerwerk aus Basalt errichtet.

Die beiden Münchener Otto Hupp – bekannter Heraldiker, Schriftgrafiker, Kunstmaler und Ziseleur, der auch das Reichstagsgebäude in Berlin mitgestaltete – und Rudolf von Seitz – Maler, Zeichner, Kunstgewerbler – malten um 1900 das Innere der Gedächtniskapelle aus.

Ein Parkplatz befindet sich auch am Sportplatz in Vollmerz, von wo es bis zur Ruine 60 Minuten zu gehen sind. In Ramholz gibt es nur eine begrenzte Zahl von Stellplätzen.

Innenhof: die Ruine Steckelberg ist nach der Restaurierung wieder zugänglich. Foto: Walter Dörr

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