Maria Bildhausen

Säulen der Jugendblaskapelle

Das traditionelle Osterkonzert im Kloster Maria Bildhausen ist speziell für Behinderte, es wurde aber auch für Ehrungen genutzt.
Das Osterkonzert der Jugendblaskapelle Großwenkheim im Abteigebäude des Dominikus Ringeisen-Werks im Kloster Maria Bildhausen hat schon Tradition. Das jedenfalls betonte Gesamtleiter Rainer Waldvogel am Ostermontag. Zahlreich war der Besuch, vor allem von behinderten Menschen, die mit Angehörigen oder Betreuern gekommen waren. Dass ihnen die Musik, die sie hörten, Freude bereitete, konnte man beim Blick in die Runde erkennen: Da dirigierten einige mit den Händen, ein anderer hüpfte in die Höhe, wieder einer wiegte den Oberkörper im Takt oder klatschte mit den Händen. "Das ist Musik, die unsere behinderten Menschen lieben", sagt Rainer Waldvogel. Sein besonderer Dank galt deshalb den Musikern, die sich den Nachmittag für dieses Konzert frei gehalten hatten.

Erinnerung an Kindheit

Doch die Bildhäuser selbst trugen auch dazu bei, dass der Nachmittag zu einem besonderen Ohrenschmaus wurde. Mit Liedbeiträgen begeisterte der kleine Heimchor der Behinderteneinrichtung unter der Leitung von Horst Henn. Mit dem Konzertmarsch Salemonia von Kurt Gäble hatte die Jugendblaskapelle unter der Leitung von Martin Reinhard den Nachmittag eröffnet. Gerne spiele man wieder in diesen Ostertagen und überbringe so ganz besondere, musikalische Ostergrüße, sagte der Dirigent, der auch durch das Programm führte. So berichtete er von Alexander Pflüger, der wohl seine Liebe zu seiner Heimat am Bodensee in ein Musikstück umgewandelt hat: Die Bodensee-Polka. "Wenn morgens früh die Sonn aufgeht ..." und Wohlauf in Gottes schöne Welt ..." sang dann der Heimchor des Klosters Maria Bildhausen, und besonders beim zweiten Lied kannte der eine oder andere den Text noch aus seiner Kinder- und Schulzeit und summte diesen mit. Beifall gab es für den Heimchor und besonders für den Leiter Horst Henn, der erst kürzlich krank war, aber trotzdem noch die beiden Lieder für diesen Nachmittag einstudiert hatte. Das stellte Martin Reinhard in seiner Moderation lobend heraus. Weiter ging es mit "Petite Fleur" einem Jazzstück von Sydney Bechert, für ein Blasorchester arrangiert von Manfred Schneider.

Lobende Worte für Musiker

Ehrungen standen auch auf dem Programm, diese nahm der stellvertretende Kreisvorsitzende Mario Hugo vor. 20 Jahre aktiv bei der Jugendblaskapelle Großwenkheim sind Nina Gehring und Johannes Gehring. Zu Nina Gehring gewandt sagte der Vorsitzende, dass es nicht leicht sei, Haushalt, Beruf, eine junge Familie und das Hobby Musik unter einen Hut zu bringen: "Bei Nina Gehring weiß man aber, dass das möglich ist." Dass ihm die Musik seit Jahren Freude bereite, zeige sich bei Johannes Gehring, der neben seiner aktiven Musikertätigkeit auch noch im Kreisjugendblasorchester mitspielt und im Jugendblasorchester drei Jahre lang die Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker übernommen hatte. Schön sei, dass er, obwohl er nicht mehr in Großwenkheim zu Hause ist, weiterhin in der Jugendblaskapelle mitspielt.
Für 40 Jahre aktive Musikertätigkeit gab es die goldene Ehrennadel und Urkunde des Nordbayerischen Musikbundes für Edith Ankenbrand, die allerdings nicht dabei sein konnte, Christian Gehring und Gerlinde Müller. Die drei Geehrten nannte der Vorsitzende wichtige Säulen der Jugendblaskapelle. Christian Gehring bildet seit Jahren Musiker und Musikerinnen auch für andere Orchester aus und spielt Schlagzeug. Außerdem ist "Nochtschicht" mit dabei. Gerlinde Müller spielt Klarinette und ist damit ein wesentlicher Bestandteil des Orchesters. "An deiner regelmäßigen Probenteilnahme und der dem entsprechenden musikalischen Qualität kann man deine Liebe zur Musik erkennen, so dass dein Opa und Ausbilder heute sicherlich stolz auf dich wäre", lobte der Vorsitzende.

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