BAD KISSINGEN

Salsa-Rhythmen und Rock-Klassiker

KG-klk Blick von der Bühne 24
Rock vom Feinsten: Planet Floyd interpretierte Pink Floyd.

Das Summertime–Spektakel wird inzwischen von den Fans herbeigesehnt. Der Kurgarten bildet dann den pittoresken Rahmen für heiße Rhythmen und kalte Getränke. Am Freitag heizte zunächst SonRicoSon vor gut 500 Zuhörern mit kubanischen Rhythmen ein und brachte das Blut in Wallung. Am Samstag zeigte Planet Floyd, was man aus den guten alten Hits von Pink Floyd so alles machen kann.

SonRicoSon präsentierte Klänge, wie man sie von den Original-Bands aus Kuba wohl nicht besser hören wird. Mit einer Besetzung vom Trio bis zum Septett spielte die Band ein umfangreiches Repertoire. Ihre Präsentation bestand in Bad Kissingen aus einer ausgewogenen Mischung von traditionellen, kubanischen Klängen, über Salsa-Klassiker bis hin hin zur Timba Cubana.

Sehr schnell sprang im Kurgarten der Rhythmus auf die Zuhörer überr: Lebensfreude, Bewegung und Sinnlichkeit waren spürbar. Es roch nach der heißen Nachtluft in Havanna. Neben vielen Eigenkompositionen und Klassikern spielte die Gruppe auch Titel der internationalen Salsaszene und Latin Jazz Standards. Außer der musikalischen Vielfalt wurde eine Tanzshow von zwei attraktiven professionellen Tänzerinnen aus Kuba geboten. Leadsänger Osmel Rodriguez aus Trinidad war auch Sänger der renommiertesten Band Kubas, „Soneros del Valle“. Seine eigenen Kompositionen sind bis heute in den Radiosendern des Landes zu hören.

Einen ganz außergewöhnlichen elektronischen Kontrabass spielte der Kubaner Edel Nieves. Er ist Mitbegründer von „Soneros del Valle“ und hat die traditionelle Tres-Gitarre, dreiseitige Gitarre, studiert. Der Querflötist Milton Flores aus Ecuador suchte nach einer Verbindung zwischen der lateinamerikanischen Musik und dem Rock, Pop und Jazz. Der Schweizer Ravi Pagnamenta hat viele Jahre in Kuba den afrokubanischen Percussions-Rhythmus gelernt. Auch die beiden deutschen Musiker, Jazzpianist Christian Hummel aus Grünwald und der Trompeter Albrecht Huber aus München, haben sich diesem Musikstil bereits seit Jahren verschrieben.

Mit Spielfreude, Energie und den typischen kubanischen Rhythmen gewann die Salsaband mit ihren beiden Tänzerinnen sofort die Herzen der Zuhörer. Wagten sich am Anfang wenige Tänzer auf die Freifläche vor der Bühne, so wurden es mit Fortdauer des Konzertes immer mehr.

Wer die Musik von Pink Floyd kennt, hört ihre Emotionen, die Seele, ja die Magie, die hinter den Kompositionen dieser Band stecken. Man kann diese Musik nicht einfach nachspielen. Man muss sie lieben, verstehen und sie interpretieren, um die Lieder in ihrer vollen Tiefe erlebbar zu machen. Planet Floyd taten genau das. Bei den Songs „Shine on you crazy diamond“, „Comfortably numb“ oder „The great gig in the sky“ bekam man richtig Gänsehaut.

Laut und kräftig wie es für eine Rockband üblich ist, interpretierten die Musiker mitreißend die Hits von Pink Floyd. Dabei legte die Band durchaus einen eigenen Stil an den Tag. Mit Lebensfreude, Professionalität und einer einzigartigen Lichtshow rissen die Musiker Mario Gebhardt (Gesang, Gitarre), Rainer Schäfle (Gitarre), Hartmut Jung (Keyboards, Gesang), Timo Baßermann (Bass), Steffen Kümmerle (Schlagzeug), Peter Zisler (Saxofon, Querflöte) sowie die Sängerinnen Nancy McAnally, Sandra Vine und Katja Richter die Zuhörer förmlich von den Stühlen. „Planet Floyd“ hat passend zu den Songs Videos produziert, die auf der Leinwand die Songs dieser Supergruppe unterstützten.

KG-klk SonRicoSon 4
Salsa pur: Bei SonRicoSon am Freitag saß keiner mehr still. Foto: P. Klopf

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