Geroda

Sanierungen in Geroda im Mittelpunkt

Neben Instandsetzungen von Häusern und Straßen ging es bei der Bürgerversammlung auch um das Thema, Bauwillige nach Geroda und Platz zu locken.
Eine gute Entscheidung war es, ,,Die Böll" zu sanieren. Geroda hat jetzt zwei gut gehende Gasthäuser. Die Arbeiten am Biergarten "Der Böll" sind voll im Gange. Foto: Gabriele Sell
Eine gute Entscheidung war es, ,,Die Böll" zu sanieren. Geroda hat jetzt zwei gut gehende Gasthäuser. Die Arbeiten am Biergarten "Der Böll" sind voll im Gange. Foto: Gabriele Sell
Es ist die im Raum stehende mögliche Ausweisung der Rhön zum dritten Nationalpark Bayerns, was den Menschen in der Marktgemeinde Geroda Sorgen macht. Bei der Bürgerversammlung für die beiden Ortsteile Geroda und Platz, die sehr gut besucht war, äußerten etliche ihre Bedenken. "Sollen wir unser Holz den Käfern hinschmeißen?", lautete zum Beispiel eine Frage. Schließlich gebe es ja bereits die Kernzone in der Rhön.

"Es wird viel geredet, aber keiner weiß wirklich etwas", sagte Bürgermeister Alexander Schneider (UWG). Wo in der Rhön, Holznutzung, Jagd, Arbeitsplätze - all diese Fragen seien noch unbeantwortet.

Die beiden Landräte Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld), Thomas Bold (Bad Kissingen) und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (alle CSU) hätten deshalb kürzlich einen Fragenkatalog ans Ministerium geschickt. Warum überhaupt ein Nationalpark kommen soll, müsse erst einmal begründet werden. Schneider hofft, bis zur Gemeinderatssitzung nächste Woche schon etwas mehr zu wissen. Auch wenn nichts gegen den Willen der Bevölkerung kommen soll, sollte man achtsam sein, mahnten einige Leute. Deshalb versprach Schneider, an der Sache "dranzubleiben".


Mehr Wasser oder neue Quelle?

Altbürgermeister Manfred Emmert sprach die anstehende große Maßnahme in der Wasserversorgung der Gemeinde an, die wohl in der letzten Sitzung öffentlich behandelt, aber in der Presse nicht veröffentlicht wurde. Momentan reiche die Schüttung der Quelle mit sieben bis 7,5 Litern pro Sekunde noch aus, erläuterte Schneider. Allerdings werde der weniger werdende Regen in Zukunft Probleme machen. Deshalb wolle man versuchen, entweder mehr aus der Quelle zu holen oder eine weitere zu erschließen.

Auch die geplante Änderung des Bebauungsplans im Neuland, damit noch einige Bauplätze hergestellt werden können, kritisierte Emmert. Dort wären noch fünf freie Bauplätze - "sollten die nicht erst veräußert werden?", fragte er.


Wohnraum schaffen

Es sollte ein Stück weiter vorausgedacht werden, um Bauwilligen auch etwas Auswahl zu ermöglichen, begründete Schneider die Entscheidung des Gemeinderats. Denn um Leute "herzulocken", müsse etwas getan werden, sagte er im Hinblick auf den kontinuierlichen Rückgang der Bevölkerung. So wurden auch im Rahmen der Allianz Förderprojekte erarbeitet, um den Leuten einen Anreiz zu geben, innerorts Wohnraum zu schaffen.


Ausbau der Ortsdurchfahrt Platz

In seinen Ausführungen - Haushalt, abgeschlossene Projekte in Platz und Geroda - sprach Schneider auch den seit Jahren anstehenden Ausbau der Ortsdurchfahrt Platz an. Nach wie vor will das Straßenbauamt die Straßendecke ausbauen. In diesem Zug würden die Wasserschieber mitausgetauscht werden. Auch wurde "Die Böll" saniert - Geroda hat jetzt zwei gut gehende Gasthäuser.


Grillfest und Ferienprogramm

Julian Schneider berichtete über die Arbeit des Jugendrats. Der Platz für die Jugendlichen wurde gebührend eingeweiht. Auch in diesem Jahr ist ein Grillplatzfest geplant. Ebenso wird für die Kleinen wieder ein Ferienprogramm angeboten. In Erwägung zieht der Jugendrat den Bau eines Volleyball-Platzes. Er ist offen für weitere Ideen aus der Bevölkerung.

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