SCHONDRA

Schondra: Die ersten Kinder schon im sanierten Kindergarten

Wenn alles nach Plan läuft, sind die Bauarbeiten im Kindergarten bis Ende November abgeschlossen“, sagt Schondras Bürgermeister Bernold Martin (CSU) über den Fortschritt der Generalsanierung. Vor wenigen Tagen durften bereits die vier Regelgruppen mit insgesamt 38 Kindern in das obere Stockwerk einziehen. Aktuell laufen die Bauarbeiten noch im Erdgeschoss und im neuen Anbau.

„Jugend- und Gesundheitsamt haben uns grünes Licht für den Bezug des Obergeschosses gegeben“, sagt Marcus Markert, Vorsitzender des Johannesvereins, des kirchlichen Trägers der Kita. Die Bauarbeiten im Gebäude seien räumlich abgetrennt von der Betreuung der Kinder und behinderten den Ablauf nicht, versichert er. Die Krippenkinder spielen noch in den Räumen in der Schule. Für sie entstehe im Erdgeschoss ein neues Raumkonzept mit Anbau.

„Die hohe Nachfrage an Krippenplätzen ist der Grund für einen kurzfristigen Entschluss im Frühjahr dieses Jahres gewesen“, so Markert. Ursprünglich plante die Gemeinde bei Baubeginn keinen Anbau.

„Wir haben uns entschlossen, das Krippenangebot auf zwei Gruppen zu erweitern“, sagt der Vorsitzende des Vereins. Ein Anbau für einen zusätzlichen Schlafraum war die Lösung dafür.

Bereits im vergangenen Jahr sollte mit der Sanierung begonnen werden. „Doch wir mussten die erste Ausschreibung zurücknehmen, denn es gab nur ein überteuertes Angebot darauf“, sagt der Bürgermeister. Bei der zweiten Ausschreibung klappte es schließlich besser: Seit Anfang Januar laufen die Arbeiten am Gebäude.

Der Kindergarten stammt aus dem Jahr 1974. Das ehemals eingeschossige Haus ist in den 1990er Jahren schließlich wegen großer Nachfrage aufgestockt worden. „Im Jahr 2010 erhielt das Gebäude dann eine umfassende energetische Sanierung“, ergänzt Martin. Bei einer Begutachtung vor wenigen Jahren kristallisierten sich dann erhebliche Mängel an der Bausubstanz heraus: „Der Brandschutz war nicht auf dem neuesten Stand, und auch Heizung, Wasser und Abwasser zeigten Mängel auf“, erklärt er.

Für die Zeit der Sanierung haben die Diözese Würzburg als Eigentümer des Gebäudes und der Markt Schondra einen Treuhandvertrag abgeschlossen. Demnach ist die Gemeinde für die Baumaßnahme verantwortlich. „Wir sind grundsätzlich zuständig für den Ausbau der Betreuungsangebote“, erklärt der Bürgermeister. Außerdem hätten Gemeinden die Möglichkeit, Fördergelder bei der Regierung zu beantragen, so Martin weiter. Rund die Hälfte der insgesamt 1,37 Millionen Euro für die Sanierung kommt aktuell aus Zuwendungen der Regierung von Unterfranken. Die Diözese Würzburg und Schondra teilen sich die restlichen Kosten.

Marcel Borst, seit Anfang des Monats neuer Kindergartenleiter, freut sich über den Einzug in das Obergeschoss: „Die Kinder haben hier oben fünf verschiedenen Themenräume, die sie sich selbst raussuchen dürfen“, erklärt er das offene Konzept. Rund 38 Kinder verteilen sich hier auf Räume wie das „Universum“, die „Medienoase“ oder das „Atelier“. Auf der „Ruheinsel“ können sich die Kinder dann vom Trubel ausruhen.

Für den Rohbau der Kita ist das Bauunternehmen Hahn zuständig. Heizung, Sanitär und Elektro übernehmen die Firmen Schneider, Zeier und Neuland. Die Firma Borst aus Bad Kissingen führt die Malerarbeiten aus. Das Unternehmen Damian-Werner ist für die Böden und die Decken zuständig.

Zahlen zum Kindergarten

1,37 Millionen Euro kostet die Generalsanierung des Kindergartens.

38 Kindergartenkinder besuchen die Regelgruppen der Kita St. Anna.

27 Schulkinder werden nach dem Unterricht im Hort betreut.

22 Krippenkinder betreut die Kita aktuell in der Schule. 9 Erzieherinnen und Auszubildende betreuen die insgesamt 87 Kinder.

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