OERLENBACH

Schüler wählten wie in echt

Jugendwahl: sdss s  s
Jugendwahl: sdss s s Foto: Thinkstock

Die Bundestagswahlen bildeten an der Mittelschule Oerlenbach aktuellen Anlass, sich mit dem Lernziel „Demokratie in Deutschland“ im Fach GSE (Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde) zu beschäftigen. Um diesen für Jugendliche eher trockenen Stoff praxisorientiert aufzubereiten, griff Lehrer Werner Vierheilig das Angebot des bundesweit agierenden Juniorwahlteams gerne auf, im Unterricht mit den 48 Schülern der Klassen 8R, 8M und 9R zu behandeln. Nach Erarbeitung von Grundsätzen einer demokratischen Wahl und Kennzeichen des gemischten Wahlsystems mit Persönlichkeits- und Listenwahl beziehungsweise Erst- und Zweitstimme galt es einen Wahlvorstand zu bilden. Dieser trug die Namen aller Wahlberechtigten in Wählerlisten ein und verteilte die Wahlberechtigungen mit dem Hinweis, diese unbedingt am Wahltag vorzulegen.

Zwei Tage vor dem offiziellen Wahltermin wurden zur Onlinewahl um die zwei Computer die zugestellten Sichtmauern aufgebaut. Die Verantwortlichen trafen die letzten Vorbereitungen zur eigentlichen Wahl: Zwei Mitglieder des Vorstands gaben die beiden Rechner mithilfe ihres jeweiligen Pins zur Wahl frei.

Dann ging's los wie in echt: Jeder wahlwillige Schüler musste seine Wahlberechtigung vorzeigen. Er wurde im Wählerverzeichnis abgehakt und erhielt seinen eigenen Zugangscode, so dass er seine Erst- und Zweitstimme abgeben konnte. Nach Beendigung erfasste der Wahlvorstand das Ergebnis und übermittelte es online an den Veranstalter. Dabei wurden sie verpflichtet, dieses nicht vor Schließung der offiziellen Wahllokale zu veröffentlichen. Dies fiel nicht leicht angesichts des auch für sie etwas überraschenden Resultats.

Wie Lehrer Vierheilig erläuterte, werden zur Vertiefung in weiteren Unterrichtsstunden die Schulergebnisse mit denen der bundesweiten Jugendwahl und dem offiziellen Wahlergebnis verglichen, Unterschiede erörtert und mögliche Ursachen diskutiert.

Die Wahlbeteiligung von 100 Prozent und die korrekte Abgabe aller Wählerstimmen unterstrichen den Spaß der Oerlenbacher Teilnehmer an diesem praktischen Sozialkundeunterricht. Außerdem verspricht sich Lehrer Vierheilig einen Beitrag zur Erziehung der künftigen Wähler im Sinne der Demokratie.

Juniorwahl, Erststimmen: Bär, CSU: 46,7 Prozent; Wildenauer, Piraten: 37,5; Dittmar, SPD: 0,8; Bannert, LINKE: 0,8; Stubenrauch, FDP: 0,2; Wehe, FW: 0,2; Zweitstimmen: Piraten: 50 Prozent; CSU: 35,4 Prozent; LINKE, SPD, FDP, Grüne, NPD, PMUT und AfD je 0,2.

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