BAD KISSINGEN

Shopping in der Weltbadzeit

In seiner Weltbadzeit hat Bad Kissingen nicht nur als Kurort und Heilbad Ehre eingelegt. Das wählerische Publikum jener Zeit fand auch erlesene Waren, wenn es sich zu jenem selbstbelohnenden Freizeitvergnügen in die Stadt begab, das man heute Shopping nennt. „Kaiserin Auguste Viktoria“, sagte Oberbürgermeister Kay Blankenburg am Dienstagabend in der Oberen Saline, „war beeindruckt von der Geschäftswelt Bad Kissingens.“ Denn diese Geschäftswelt, so Blankenburg weiter, brauchte damals „den Vergleich mit Berlin nicht zu scheuen“.

Anspruchsvolles Handwerk

Auf welchen Gebieten anspruchsvollen Handwerks Bad Kissingen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert herum seine Gäste beeindruckte, will eine kleine Ausstellung zeigen, die bis 4. März in der ehemaligen Kapelle der Oberen Saline zu sehen ist. Gold. Silber. Weltbad lautet ihr Titel. Zunächst habe er hauptsächlich an die Leistungen der zahlreichen Juweliere, Gold- und Silberschmiede gedacht, die Bad Kissingen schon zu jener Zeit beherbergte, berichtete Kulturreferent Peter Weidisch zur Eröffnung. Tatsächlich war das Angebot an den gehobenen Geschmack aber viel umfangreicher.

Schaufenster

Nach den Worten von Kuratorin Birgit Schmalz will die Ausstellung „Schaufenster“ sein für die „Bandbreite, Tiefe und Qualität“ des damaligen Angebots. In das Schaufenster gestellt hat sie daher nicht nur Juweliere, sondern auch Bildhauer, Schreiner oder Kunstschlosser. Im Bad Kissingen jener Jahre habe man nicht nur Juwelen, sondern auch Gemälde oder Antiquitäten besser kaufen können als im deutlich größeren Schweinfurt. Geöffnet ist das Museum mittwochs bis sonntags jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr.

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