Siegfried Farkas kommentiert: Das Pendel schwingt zurück

Der Stimmkreis Bad Kissingen ist und bleibt eine sichere Bank für die CSU. Selbst der nie so ganz risikofreie Wechsel vom bewährten Platzhirschen zum landespolitischen Nachwuchsmann ist den Christsozialen am Sonntag problemlos gelungen.

Sandro Kirchner hat bei seinem ersten Anlauf sogar ein besseres Ergebnis eingefahren als der verdiente Robert Kiesel bei seiner letzten Wahl 2008. So wie damals Kiesel vom allgemeinen Negativtrend der CSU unter die 50-Prozent-Marke gedrückt wurde, so profitierte Kirchner jetzt vom allgemeinen Wiedererstarken der Partei. Diesmal schlug das Pendel ein Stück zurück.

Ein bisschen zum guten Ergebnis trug vermutlich auch das freundliche Entgegenkommen der SPD bei. Sie hatte die als bisherige Landtagsabgeordnete durchaus ernst zu nehmende Konkurrentin Sabine Dittmar aus dem Wettbewerb genommen, um sie ins Rennen um den Bundestag zu schicken.

Bezogen auf den ganzen Stimmkreis liegt die Stärke der CSU bestimmt auch am Zuschnitt des Stimmkreises, zu dem seit zehn Jahren auch neun Kommunen aus dem Nachbarlandkreis Rhön-Grabfeld gehören. Dort verbucht die CSU traditionell noch höhere Werte.

Robert Römmelt von der SPD hat sich wacker geschlagen. Er errang am Ende mit 19,1 Prozent der Erststimmen vielleicht sogar ein bisschen mehr als man ihm zugetraut hatte. Freie Wähler und Grüne wurden ähnlich wie im ganzen Freistaat leicht gestutzt. Fast halbiert haben die Wähler zudem das Ergebnis der Linken. Und die Piraten werden wohl auch im Stimmkreis Bad Kissingen eher als vorübergehende Erscheinung wahrgenommen.

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