ELFERSHAUSEN

Solarpark soll Strom für 300 Haushalte liefern

Mario Fürst informierte über den Bürger-Solarpark.
Mario Fürst informierte über den Bürger-Solarpark. Foto: Gerd Schaar

Der Bürger steht im Mittelpunkt. Zumindest, wenn es um das Projekt Bürger-Solarpark Elfershausen geht, in das er sich über die genossenschaftlich orientierte Gesellschaft Deutsche Bürger-Energie (DBE) finanziell einbringt. Da ist es logisch, dass sich jener Bürger über den aktuellen Stand der Dinge zuvor orientieren will.

So geschehen in der Schwedenberghalle, wo am Dienstagabend rund 100 Interessierte den Kontakt zum DBE-Vorstand Mario Fürst suchten. „Wir sind wegen des Rückzugs einer mündlichen Zusage von einem privaten Grundstücksbesitzer um etwa zwei Wochen in Verzug geraten“, bestätigte Fürst. Doch jetzt habe man eine Ersatzlösung für den Einspeisepunkt von elektrischem Strom gefunden. Dass es im Zeitplan ein wenig stockte, war einigen Anwohnern aufgefallen, die sich über die Baupause gewundert hatten. Das Bauende sei zum 31. Oktober geplant.

„Es geht jetzt zügig voran“, bestätigt Fürst. Zaunanlage, Konstruktionselemente und die Module der Fotovoltaik sollen zügig in den kommenden Wochen am vorgesehenen Platz nahe der Eisenbahnbrücke an der kleinen Verbindungsstraße zwischen Elfershausen und Langendorf errichtet werden. „Wenn der Betreiber des öffentlichen Stromnetzes mitzieht, können wir heuer noch unseren Fotovoltaikstrom aus Elfershausen einspeisen“, peilt Fürst den Dezember an.

Dass sich die Leute aus der Region sehr interessiert zeigen, entnahm Fürst den 178 Nachfragen schon im Vorfeld kurz vor der Informationsveranstaltung. War die Stimmung in der Schwedenhalle zunächst noch recht abwartend, so hatte es offensichtlich in den Köpfen der Besucher gearbeitet. „Noch in derselben Nacht hatten Leute per Internet nach einem Antragsformular verlangt“, erzählt Fürst am nächsten Morgen. Mit diesen Anträgen kann sich jeder an dem Investitionskonzept mit Finanzpaketen zu je 1050 Euro beteiligen.

Dass nach der Energiewende Alternativen zum Atomstrom realisiert werden müssen, war den Gästen in der Schwedenberghalle klar. „Wenn ich in meine Fotovoltaikanlage auf dem eigenen Dach investiere, bleibt es mein Eigentum“, überlegten sich einige jüngere Anwohner. Einige Senioren fragten sich, ob ihre Anteile an dem Projekt vererbbar seien. Und schließlich kam die Frage, auf die schon viele warteten: „Wie viel bringt es uns ein?“ Fürst gab die Höhe der Gewinnausschüttung mit 6,4 Prozent an. Gut fand es auch Bürgermeister Ludwig Neeb, dass die zu erwartende Gewerbesteuer in der eigenen Gemeinde bleibt. Die Rechtsform des Bürger-Solarparks mit Sitz in Elfershausen soll eine GmbH & Co KG werden.

Rund 1,73 Millionen Euro seien die Gesamtkosten, bestätigte Fürst auf Nachfrage. „Das Baumaterial und die Fotovoltaikelemente kommen aus Deutschland, den europäischen Nachbarländern und aus China“, antwortete er weiter. Die Anlagegröße sei 1,3 Megawatt. Knapp 300 Haushalte könnten davon versorgt werden. Jährlich erspare man dem Klima mit dieser Anlage mehr als eine Million Kilogramm von schädlichem Kohlendioxid. Die Vertragszeit laufe 30 Jahre. Danach sei die Anlagenfläche rückbaubar in den vorherigen Zustand.

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