Münnerstadt

Stenayer Platz ist zum Stadtfest fertig

Die Bauarbeiten an der Gymnasiumstraße mit Stenayer Platz neigen sich allmählich ihrem Ende entgegen. Bei "Musik und Märkte" am zweiten Juli-Wochenende kann das Areal zumindest teilweise wieder genutzt werden.
Bürgermeister Helmut Blank (CSU) ist begeistert. "Es läuft wirklich hervorragend", sagt er bei einer Besichtigung der Baustelle am Stenayer Platz. Nachdem die Gymnasiumstraße weitgehend fertiggestellt ist, laufen derzeit die Arbeiten am Platz selbst. Dabei ist besondere Vorsicht geboten, damit die beiden riesigen Bäume keinen Schaden nehmen. "Das läuft in Abstimmung mit dem Gartenbaufachberater am Landratsamt Bad Kissingen, Dieter Büttner", sagt Reiner Straub vom Münnerstädter Bauamt. "Wir können sofort eingreifen, falls etwas passiert", fügt der Bürgermeister hinzu.
Bisher sind die Wurzeln nicht beschädigt worden. Zu diesem Schluss kommt auch der Sanierungsbeauftragte der Stadt Münnerstadt, Dag Schröder. Er hat einen Zwischenbericht vorgelegt. Danach ist die gesamte Gymnasiumstraße bis auf die Deckschicht in der Fahrbahn fertiggestellt, mitsamt den Anbindungen zur Hennebergstraße und der Bauerngasse.
Dag Schröder geht von einer leichten Unterschreitung der Baukosten aus. "Die Gesamtkosten für die Straßenbaumaßnahme wurden mit 893 000 Euro durch die Regierung von Unterfranken bewilligt", erinnert er. Der aktuelle Kostenstand liege bei 257 620 Euro.

Keine Belastung gefunden

Jetzt, da die Arbeiten am Stenayer Platz angelangt sind, stellt sich natürlich die Frage, was es denn mit dem belasteten Material auf sich hat. Voruntersuchungen waren zum Ergebnis gekommen, dass unter anderem Spuren von Quecksilber im Boden vorkommen. "Der bisherige Aushub wurde zwischengelagert und als nicht belastet eingestuft. Quecksilberhaltiges Material über die festgelegte Schwellgrenze wurde bisher nicht gefunden", so Dag Schröder. Aber wieso ist denn bei der Voruntersuchung belastetes Material gefunden worden? Helmut Blank lächelt und meint, dass man - würde man drei Büros mit den Untersuchungen beauftragen - auch drei verschiedene Ergebnisse hätte. Dass nun doch keine Belastung gemessen wird, freut ihn natürlich.
Noch mehr allerdings freut er sich darüber, wie die Anwohner die Bauarbeiten begleiten. Sie seien sehr zufrieden. Selbst Anwohner, die die Neugestaltung eher kritisch gesehen hätten, seien inzwischen begeistert. Ein gutes Miteinander zwischen Bauarbeitern und Anwohnern bestätigt auch Bauleiter Andreas Euring.
"Die Arbeiten sind gut gelungen", sagt Anwohner Karl Beudert gegenüber unserer Zeitung. Das würden alle Nachbarn so sehen. "Jetzt sind wir gespannt, wie der Stenayer Platz aussehen wird." Karl Beudert gesteht aber auch ein, dass die Betroffenen Angst vor der Rechnung haben, die auf sie zukommen wird.
Laut den Verantwortlichen sind die Arbeiten voll im Zeitplan. Auf besondere Gegebenheiten soll auch gesondert eingegangen werden. Die Fronleichnamsprozession am Donnerstag wird problemlos über die Baustelle führen können. Und zum Stadtfest "Musik und Märkte" wird der Stenayer Platz bis auf die Wasserrinne mit Quellsteinen nutzbar sein.
Helmut Blank verweist noch einmal darauf, dass der Stenayer Platz mit Gymnasiumstraße nicht der absolute Favorit bei den dringend durchzuführenden Arbeiten war. "Aber es war das einzige Projekt, bei dem wir die Pläne in der Schublade hatten, als wir die Sonderförderung bekommen haben."
Vom Stenayer Platz soll die Stadtsanierung über die Hennebergstraße bis zum Rathausplatz gehen. Dort sei der Marktplatz 11 (Schweiz) an der Reihe, "und wenn noch ein bisschen Geld übrig ist, der Marktplatz selbst", betont er. Dann sei das gesamte Areal hergerichtet.

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