Untererthal

Untererthal: Der 90. Geburtstag fast ohne die große Familie

Ihren 90. Geburtstag hatte sich Elfriede Desch am Donnerstag dieser Woche anders vorgestellt. Ihrer Freude am Leben tut die Ruhe aber kaum Abbruch.
Elfriede Desch feierte 90. Geburtstag
Elfriede Desch feierte 90. Geburtstag Foto: Elli Brust

Ihren 90. Geburtstag hatte sich Elfriede Desch am Donnerstag dieser Woche anders vorgestellt. Ihrer Freude am Leben tut die Ruhe aber kaum Abbruch.

Im großen Kreis ihrer Angehörigen hätte Elfriede Desch an diesem Donnerstag, 16. April, ihr Wiegenfest feiern können. Doch durch die Corona-Krise kommt es für alle Familienmenschen gerade leider anders. So hatte die 90-Jährige mehr Zeit innezuhalten und sich über ihr erfülltes Leben zu freuen.

Gleichzeitig sind fünf Kinder, zehn Enkel und acht Urenkel gerne in Gedanken bei ihrer Mutter, Oma und Uroma. Einfühlsam begleitete Elfriede Desch das Aufwachsen ihrer Kinder und Enkel, die immer gerne zu Besuch kommen. Und weiterhin sind sie unter normalen Umständen zu einer Runde Rommé willkommen.

Viel Arbeit auf dem elterlichen Hof

Nicht ganz so spielerisch verlief das Leben der Jubilarin. Sie ging in Untererthal zur Schule und daneben war ihre Arbeitskraft auf dem elterlichen Hof gefragt. Beruflich zog es sie später für zwei Jahre als Haushaltshilfe nach Wiesbaden, wo es ihr sehr gut gefiel. Doch der elterliche Ruf nach Unterstützung in der Heimat war lauter.

Ihren Mann Heinrich lernte sie kennen, als er 1948 aus der Kriegsgefangenschaft heim kam. 1953 wurde Hochzeit gefeiert. Der reiche Kindersegen und die Arbeit auf dem heimischen Hof prägten das Leben der Familie. Viel zu früh starb Heinrich Desch 1982.

Im Vereinsleben aktiv

Halt gab Elfriede Desch auch das Untererthaler Vereinsleben. Drei der Söhne spielten bei den Untererthaler Musikanten, wo Elfriede Desch zu unterschiedlichen Anlässen mithalf. Bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft, wo Hermann Desch lange den Vorsitz innehatte, war ihr Kartoffelsalat legendär.

Mit dem Pfarrer in Israel

Mit späteren Jahren entdeckte sie ihre Unternehmungslust. Etwa, als ihr ihre Kinder zum 60. Geburtstag eine Reise nach Mallorca schenkten, oder sie mit Pfarrer Adolf Scharbert 1999 nach Israel flog. Mit dem Bund der Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen war sie häufig auf Achse. Bei der täglichen Lektüre der Lokalzeitung stehen neben dem Weltgeschehen natürlich die Neuigkeiten aus dem Stadtteil im Mittelpunkt des Interesses. 

Die Jubilarin strickte viele Jahre lang Schals und Decken für die Arbeit von Pater Filipe Neri Ferrao,  Bischof in Indien. Zudem versorgt sie weiterhin die ganze Familie mit selbstgestrickten Strümpfen.

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