BAD KISSINGEN

Von Brand bald nichts mehr zu sehen

Brandschaden: Alfred Jutt vom Projektmanagement der Eigentümer in einer der betroffenen Wohnungen an der Schurzstraße.
Brandschaden: Alfred Jutt vom Projektmanagement der Eigentümer in einer der betroffenen Wohnungen an der Schurzstraße. Foto: Siegfried Farkas

Der Schrecken steckt den Beteiligten zwar noch ein bisschen in den Gliedern. Doch unnötig Zeit verstreichen lassen wollen sie nicht. An dem aus drei Häusern bestehenden Wohnblock in der Schurzstraße, dessen Dachgeschoss vor zwei Wochen weitgehend zum Raub der Flammen wurde, soll schnell weitergebaut werden. Alfred Jutt vom Projektmanagement des Eigentümers, der Rastatter Schaible-Gruppe, berichtete am Mittwoch OB Kay Blankenburg und den Medien vor Ort, „der Brandsachverständige und der Bausachverständige“ hätten die Baufreigabe erteilt.

Zeitdruck gibt es nach Jutts Worten schon wegen der Mieter. Die 24 Wohnungen in den drei Häusern seien bereits zum 1. Mai vermietet gewesen. Weil dieser Termin nach dem Brand nicht gehalten werden kann, habe man für die Mieter nach Lösungen suchen müssen. Zum großen Teil sei das erledigt. Zwei Parteien müssten noch untergebracht werden.

Einzug im August, statt im Mai

Tatsächlich einziehen können, werden die Mieter erst im Sommer. Jutt meint, „wenn alles klappt“, könne es vielleicht im August so weit sein. Ab der nächsten Woche, so Jutt weiter, werde der Dachaufbau abgetragen. Er hoffe, dass „wir nach Ostern schon einen neuen Dachstuhl sehen“.

Schaden hat aber nicht nur das Feuer angerichtet. Wie so oft bei einem Brand zog das Löschwasser weitere Bereiche des Hauses in Mitleidenschaft. In vielen Wohnungen, nicht nur in den oberen Geschossen, müsse das Parkett ausgetauscht werden. Und wenn man das Parkett angehe, erklärte Jutt, dann folge auch der Estrich.

Insgesamt, so schätzt der Projektmanager, werde die Schadenssumme wohl auf die Größenordnung von einer Million Euro hinauslaufen. Sein Unternehmen und die Firma, bei deren Arbeiten mit einem Gasbrenner nach Einschätzung der Polizei das Feuer ausbrach, seien aber entsprechend versichert.

Was die Ursache des Brandes angeht, berichtete Jutt, man gehe davon aus, dass der Brand nicht erst entstanden sei, als er kurz nach 16 Uhr nicht mehr zu übersehen war. Vielmehr habe sich das spätere große Feuer bereits in den zwei bis drei Stunden vorher entwickelt. Vermutlich habe es unerkannt einen Schwelbrand gegeben, durch den wiederum Gase entstanden, die sich dann entzündet hätten. Nur so, meint Jutt, lasse sich die schnelle und großflächige Ausbreitung des Feuers erklären.

Letztlich handle es sich wohl einfach um eine Verkettung unglücklicher Umstände. Entscheidend sei aber, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien.

Keine Brandabschnitte

Wie berichtet, mussten die Feuerwehren gegen einen Brand ankämpfen, der einen Großteil des an die 80 Meter langen Dachstuhls erfasst hatte. Begünstigt hatte die Ausbreitung des Feuers, berichtete Jutt, dass es bei dem aus drei Häusern bestehenden Wohnblock keine „Brandabschnitte“ gebe.

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