BAD BRÜCKENAU

Wieder Bauantrag für Handymasten bei Klinik

Wieder Bauantrag für Handymasten bei Klinik

(bb) Vor gut einem Jahr hatte es große Aufregung gegeben über den Plan, einen Mobilfunkmasten in Nähe der Weckbecker-Klinik zu errichten. Stadt und Landratsamt hatten das Bauvorhaben abgelehnt. Jetzt hat dasselbe Unternehmen erneut einen Bauantrag gestellt für denselben Standort.

Der Stadtrat blieb am Dienstagabend seiner Haltung vom Vorjahr treu: Ein weiterer Mobilfunkmast sei in Brückenau nicht erforderlich. Die Argumente zur Ablehnung des Bauantrags waren wie vor einem Jahr: Die geplante Anlage würde etwa 25 Meter aus den Baumwipfeln des Römershager Forstes ragen und damit das Orts- und Landschaftsbild verunstalten.

Da befürchtet wird, dass Strahlen von Handymasten für Menschen schädlich sein können, würde die Anlage dem Image der Kurstadt schaden. In der Diskussion vor gut einem Jahr hatte die Malteser Klinik von Weckbecker befürchtet, Patienten und damit Arbeitsplätze zu verlieren, wenn der Mast kaum 100 Meter Luftlinie entfernt gebaut würde. Die Klinik ist auf Naturheilverfahren spezialisiert. Auch die Interessengemeinschaft Mobilfunk hatte sich gegen das Vorhaben stark gemacht.

Durch den erneuten Bauantrag von Telefonica O2 diskutierte der Stadtrat ein weiteres Mal darüber, eine Positivliste erstellen zu lassen. Darauf sollen für die Stadt sinnvolle Standorte für Handymasten aufgeführt sein, um bei möglichen Anfragen von Mobilfunkanbietern reagieren zu können. Dem jetzigen Antragsteller bleibt die Möglichkeit, gegen die Ablehnung des Bauantrags Widerspruch einzulegen.

Kleine Episode am Rand: Während Johannes Schmittnägel ausführte, dass sich der Stadtrat Gedanken machen soll, wo sinnvolle Standorte sind, klingelte das Handy von Professor Emanuel Fritschka. Er telefonierte einen Moment, bis er wieder seine komplette Aufmerksamkeit der Diskussion über Mobilfunk in Bad Brückenau widmete.

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