Neuwirtshaus

Wildsau "Odin" darf umziehen

Ziehvater Tobias Wallrapp hat ein neues Zuhause für "Odin" gefunden. Das zahme Wildschwein zieht aus dem ausrangierten Hühnerstall in seine neue Heimat.
Förster Tobias Wallrapp hat 'Odin' bei sich aufgenommen und ihm Asyl auf Zeit gewährt. Lange hat er nach einem dauerhaften Zuhause für das Wildschwein gesucht. Jetzt darf das Tier endlich umziehen. Foto: C. Schmitt       -  Förster Tobias Wallrapp hat 'Odin' bei sich aufgenommen und ihm Asyl auf Zeit gewährt. Lange hat er nach einem dauerhaften Zuhause für das Wildschwein gesucht. Jetzt darf das Tier endlich umziehen. Foto: C. Schmitt
Förster Tobias Wallrapp hat "Odin" bei sich aufgenommen und ihm Asyl auf Zeit gewährt. Lange hat er nach einem dauerhaften Zuhause für das Wildschwein gesucht. Jetzt darf das Tier endlich umziehen. Foto: C. Schmitt
"Odin" das Wildschwein darf umziehen. Vor eineinhalb Jahren hatte Förster Tobias Wallrapp dem Tier Asyl gewährt und war seither ständig auf der Suche nach einer langfristigen Lösung. "Es war nie auf Dauer ausgelegt", sagt der 34-Jährige. Nachdem er wieder einmal einen großangelegten Aufruf gestartet hatte ( wir berichteten ), hat sich endlich jemand gemeldet, der Odin nun adoptieren wird.


Als Frischling die Mutter verloren

"Wir freuen uns sehr darüber und sind überzeugt, dass das eine wunderbare Sache ist", sagt Tobias Wallrapp. Er ist erleichtert, dass Odin bald bei anderen Artgenossen unterkommt.

Das Wildschwein war ein paar Monate alt, als der Förster es am Ortseingang von Wartmannsroth eingefangen hatte. Der Frischling war allein, er hatte seine Mutter verloren. Inzwischen wiegt Odin 80 Kilogramm und ist alles andere als klein. In einem ausrangierten Hühnerstall auf dem alten Bauernhof in Neuwirtshaus fand er Unterschlupf.


Zahmes Schwein zum Kuscheln

Bei Tobias Wallrapp und seiner Lebensgefährtin wurde Odin handzahm. Der Ziehvater kümmerte sich um das Tier, sorgte für Unterhaltung und zu fressen. Ein Kamerunschaf namens "Camillo" leistete ihm zwischenzeitlich Gesellschaft, bis es krank wurde und Odin wieder alleine war.

Immer wieder fragte Tobias Wallrapp bei Wildparks an, ob sie Odin aufnehmen könnten. Der Hühnerstall sollte schließlich nur ein Auffanglager und keine Dauerlösung sein. Eineinhalb Jahre lang wurde es das Zuhause auf Zeit von Odin. Der Ziehvater merkte schnell: Wildschweine lassen sich nicht so einfach vermitteln. Dann endlich der Anruf, der die Zukunft von Odin verändern soll.


Umzug in den Spessart

Der Wildpark der Gemeinde Schollbrunn, in der Nähe von Wertheim, will Odin aufnehmen. Erst einmal soll sich Odin an die neue, fremde Umgebung gewöhnen, sagt Thea Kohlroß, Bürgermeisterin der Gemeinde Schollbrunn. In einem abgetrennten Teil kann er seine künftigen Kumpels kennenlernen. Je 25 Wildschweine und Rothirsche leben in dem Wildpark in der Gemeinde. Bald soll Odin eines von ihnen sein. Der Umzug von der Rhön in den Spessart steht bevor.

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