Maßbach

Maßbach: Acht Stellplätze für Wohnmobilisten

Am Parkplatz an der Lauertalhalle sollen bald Touristen mit ihren Wohnmobilen Station machen Die Marktgemeinde buchte das Marketingpaket gleich dazu.
Auf dem Parkplatz bei der Lauertalhalle will die Marktgemeinde acht  Abstellplätze für Wohnmobile schaffen. Die dafür nötigen Gerätschaften für  Strom, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung kosten knapp 17 000 Euro. Foto:  Dieter Britz       -  Auf dem Parkplatz bei der Lauertalhalle will die Marktgemeinde acht  Abstellplätze für Wohnmobile schaffen. Die dafür nötigen Gerätschaften für  Strom, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung kosten knapp 17 000 Euro. Foto:  Dieter Britz
| Auf dem Parkplatz bei der Lauertalhalle will die Marktgemeinde acht Abstellplätze für Wohnmobile schaffen. Die dafür nötigen Gerätschaften für Strom, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung kosten knapp 17 000 Euro.

Die Marktgemeinde will mehr Wohnmobil-Touristen nach Maßbach locken und plant das auch schon seit längerer Zeit. Deshalb wird nun auf dem Parkplatz vor der Lauertalhalle die Technik für acht Wohnmobil-Stellplätze geschaffen. Das beschloss der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nach einer längeren Diskussion und bei einigen Gegenstimmen.

Dieser Platz sei nach Rücksprache mit zahlreichen Experten und Nutzung ein optimaler Standort. Die Nähe zum Theater Schloss Maßbach , zum Freibad, zu den Gastwirtschaften und als Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren sei ausschlaggebend, hieß es. Einige Nachbargemeinden wie Münnerstadt, Bad Bocklet, Ramsthal und natürlich Bad Kissingen haben bereits ähnliche Stellplätze. Bürgermeister Matthias Klement ( CSU ) hatte Kontakt mit dem Unternehmen Regiotourismus Marketing GmbH & Co KG in Nordheim am Main aufgenommen.

Bernhard Mosandl, der Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, war in der Sitzung anwesend, stellte sein Unternehmen vor und erläuterte Fragen zu seinem Angebot. Dies sieht die Ausstattung des Parkplatzes mit zwei Stromsäulen mit je vier Anschlüssen samt Kartenlesegeräten sowie eine Servicesäule für Frischwasser und Anlagen für die Schmutzwasserentsorgung vor. Die Marktgemeinde könnte die Gerätschaften für 16 639 Euro brutto kaufen oder 48 Monate lang über die Firma Mercator Leasing GmbH (ein Tochterunternehmen der Privatbanken Fürstlich Castell'sche Bank , Credit Casse AG und dem Bankhaus Max Flessa KG) leasen. Die monatliche Rate würde 335 Euro betragen.

Außerdem bot Bernhard Mosandl noch ein touristisches Leistungspaket an, um Werbung für die Stellplätze zu machen und Touristen nach Maßbach zu locken. Es soll 299 Euro pro Monat kosten und beinhaltet unter anderem die Erwähnung auf der Internetseite www.regiostellplatz.de , in den sozialen Medien, touristische Fotos, Einbindung in Onlineportale und den Caravansalon in Düsseldorf. Mosandl ließ während seines Vortrags außerdem verlauten, dass die einmaligen Kosten für eine Konzepterstellung, Beratung und Aufwandsentschädigung in Höhe von 1190 Euro entfallen würden, wenn er mit dem Auftrag in der Tasche an diesem Abend wieder heim nach Nordheim fahren könne.

Nach dem Vortrag wurde das Thema kontrovers diskutiert. Unter anderem müsse noch geklärt werden, wie die Gebühren für die Stellplätze abgerechnet werden. Eine Möglichkeit wäre, dass jemand gefunden wird, der täglich die Wohnmobillisten kontrolliert und kassiert. Die Aufstellung eines Ticketautomaten sei ebenfalls möglich. Einige Mitglieder des Marktgemeinderates kritisierten, dass acht Plätze für Wohnmobile zu viel sein. Einige Mitglieder fragten nach einem Gegenangebot. Bürgermeister Klement merkte dazu an, dass der frühere Bauhofleiter Wolfgang Brust vor einigen Jahren schon einmal ein Angebot eingeholt hatte und sich die Kosten auf rund 30 000 Euro (inklusive Leistungen, die der Markt Maßbach hätte selbst erbringen müssen) beliefen.

Der Marktgemeinderat beschloss schließlich mit zwölf gegen vier Stimmen, die angebotene Ausstattung für acht Wohnmobil-Stellplätze für 16 639 Euro zu kaufen und das touristische Marketingpaket für 299 Euro monatlich auf vier Jahre zu buchen. Im Haushalt 2020 standen für die Einrichtung der Stellplätze 30 000 Euro (der Haushalt für 2021 ist noch nicht verabschiedet).

Der Marktgemeinderat genehmigte außerdem den Bau einer zwölf mal 7,50 Meter großen Abstellhalle in der Fischergasse im Ortsteil Poppenlauer und genehmigte einige Abweichungen von den Bauvorschriften. Das Gremium stimmte auch einer formlosen Bauvoranfrage zum Bau eines Wohnhauses mit Garage in der Ransbachstraße in Poppenlauer zu. In der Schanzstraße im Ortsteil Maßbach sollen eine Scheune ausgebaut und ein Einfamilienhaus gebaut werden. Da die Sanierungsbeauftragte und die untere Denkmalschutzbehörde zustimmten, gab auch der Marktgemeinderat einstimmig grünes Licht für dieses Vorhaben und genehmigte einige Abweichungen bei der Farbgestaltung. Er hatte Mitte Dezember letzten Jahres bereits auf der Grundlage des kommunalen Förderprogramms eine Förderung genehmigt.

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