Wartmannsroth

Alte Ortskerne und neue Baugebiete im Blickpunkt

Das Neubaugebiet Häg II stand im Fokus des Gemeinderates Wartmannsroth.
Das Baugebiet Häg in Wartmannsroth Foto: Gerd Schaar/Archiv
Das Baugebiet Häg in Wartmannsroth Foto: Gerd Schaar/Archiv

Das Neubaugebiet Häg II stand im Fokus des Gemeinderates Wartmannsroth . Zumal dieses Thema noch überlagert ist mit der Planung zur Innenentwicklung des Ortskerns, mit dem Bestandsschutz bestehender Bauten, mit Emissionsschutzbereichen und Begriffen wie "allgemeines Wohngebiet" oder "abgestuftes Wohngebiet". Ohne solch belastende Begleitumstände planbar sei lediglich das bergan gelegene Baugebiet Häg II, resümierte Bürgermeister Jürgen Karle . Er stehe weiterhin in engem Kontakt mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE).

Quartiersplanung

Mit ihrem einhelligen Beschluss folgten die Räte dem Vorschlag, der einige Grundstücke von der Überplanung herausnahm. Bautechnisch notwendige Anpassungen dieser Abgrenzung im Planungsbereich Häg können vom Bürgermeister oder der Gemeindeverwaltung veranlasst werden. Ferner beschlossen die Räte, dass der Bereich zwischen Rathausplatz und den Baugebieten am Häg als Planungsbereich für eine so genannte Quartiersplanung vorgesehen sei. Es betrifft rund zehn Grundstücksflächen. Auftraggeber der Altort-Planung ist die Teilnehmergemeinschaft zur Dorferneuerung in Zusammenarbeit mit dem ALE.

Ist in Zeiten von Negativzinsen der Kauf von Grundstücken die bessere Geldanlage als ein Sparbuch? Mit dem jetzt beschlossenen Vorkaufs- und Rückgaberecht will die Gemeinde solchen Überlegungen bei privaten Grundstücken einen Riegel vorschieben. Wer innerhalb der vorgesehenen Frist (meist drei Jahre) nicht mit einer Bebauung tätig wird, der muss mit der vorgenannten Rechtslage rechnen. Spekulanten sollen nämlich keine Chance erhalten.

Früher wurde der Klärschlamm aus den Anlagen der Kommune gerne als Dünger auf die Äcker verbracht. Mittlerweile ist das ganz und gar nicht mehr so, im Gegenteil: der Schlamm ist zum lästigen Abfall geworden, der teuer entsorgt werden muss. Die Kläranlagen der Gemeinde Wartmannsroth seien an der Kapazitätsgrenze angekommen, stellte Karle fest. Jetzt soll eine Machbarkeitsstudie des Hammelburger Abwasser-Zweckverbandes (AZV) Thulba-Saale für eine gemeinsame Klärschlamm-Entwässerungsanlage die Kostenfrage beantworten. "Je mehr Gemeinden sich beteiligen, desto mehr wird sich diese Maßnahme rechnen", sagte Karle.

Angebote eingeholt

Vertagt wurde die Entscheidung, ob der neue Zweittraktor für den Bauhof gekauft oder geleast werden soll. Zwar wurden schon einige Angebote eingeholt, aber die erschienen den Räten noch nicht repräsentativ. Immerhin handelt es sich um einen sechsstelligen Betrag.

Erfreut stellte Karle fest, dass er positive Nachricht bekommen habe. Der Antrag der Gemeinde auf finanzielle Förderung im Rahmen von KIP-S für den Anbau der geplanten Aula in der Grundschule Dittlofsroda sei genehmigt worden.

Gefreut hatte sich der Gemeinderat auch über eingetroffene Spenden. Dankend nahmen die Räte zur Kenntnis, dass in einem Fall 3000 Euro und in einem anderen Fall 950 Euro von zwei Spendern zweckgebunden eingereicht wurden.

Keine Anwendung mehr findet die Straßenausbau-Beitragssatzung (StrAbS) durch Kostenbeteiligung der Anwohner. Die Straßen, Wege, Plätze und Grünanlagen werden auf Kosten der Kommunen gebaut und saniert. Deshalb konnte jetzt die entsprechende alte Satzung aufgehoben werden.

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