Bad Kissingen

Am Gymnasium in Bad Kissingen werden die Römer lebendig

Der Archäologe Mario Becker zeigte mit Bildern und Requisiten den Schülern, wie die Römer früher gelebt haben, und machte ihnen so Lust auf die lateinische Sprache.
Die Schüler durften in die Rolle eines Gladiator schlüpfen und erfuhren so am eigenen Leib, wie schwer  in der Antike ein Helm und ein Kettenhemd waren. Cornelia Rausch       -  Die Schüler durften in die Rolle eines Gladiator schlüpfen und erfuhren so am eigenen Leib, wie schwer  in der Antike ein Helm und ein Kettenhemd waren. Cornelia Rausch
Die Schüler durften in die Rolle eines Gladiator schlüpfen und erfuhren so am eigenen Leib, wie schwer in der Antike ein Helm und ein Kettenhemd waren. Cornelia Rausch

In die Welt der Römer hat der Archäologe Mario Becker aus Offenbach die 5. Klässler des Jack-Steinberger-Gymnasiums Bad Kissingen entführt. Auf eine erfrischende Art und Weise erhielten die Schüler einen ausführlichen Einblick in den Alltag der Römer, ihre Bräuche und ihre Politik. Seine Erzählungen veranschaulichte Mario Becker mit Anekdoten und kleinen Aktionen.

So ließ er die Antike lebendig werden, indem er den Schülern die Chance gab, leibhaftig in die Rolle eines Gladiators, eines Senators oder eines römischen Legionärs zu schlüpfen. Dies ließen sich die Schüler nicht zweimal sagen und stellten mit Erstaunen fest, dass ein kiloschwerer Helm, ein Kettenhemd oder eine aus meterlangen Stoffbahnen bestehende Toga nicht so leicht anzulegen waren und der Hilfe mehrerer Sklaven bedurften.

Was es mit der militärischen Schildkrötenformation, der "testudo", auf sich hatte und warum das römische Militär damit so erfolgreich war, durften die Schüler am eigenen Leib erfahren, indem sie sich für eine kurze militärische Drillübung in die Hände des Feldherrn Mario Becker begaben.

Trotz der bescheidenen Anfänge Roms - es bestand aus sieben kleinen, dreckigen Dörfern - wurde es zur größten Stadt Europas und zum Zentrum des römischen Reiches, wo überall Latein gesprochen wurde, was die Basis des modernen Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch bildet. Zu seiner Blütezeit hatte Rom lange vor London oder Paris über eine Million Einwohner.

Ob durch die Erfindung revolutionärer Sanitäranlagen, wie der "Cloaca maxima", einem ausgeklügelten Straßensystem, der Einführung des julianischen Kalenders oder einer einheitlichen Sprache - Mario Becker machte mit vielen anschaulichen Bildern und Requisiten deutlich, dass die alten Römer auch in ihrer antiken Denkweise alles andere als überholt und verstaubt sind.

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