Bad Kissingen

Anerkennung für Sportler und Ehrenamt

Der Landkreis hat heuer coronabedingt die Sportler des Jahres in kleinem Kreis geehrt. Und Und die Geehrten erhielten die Urkunden nicht vom Landrat überreicht, sondern nahmen sie sich selbst vom Tisch.
Es war keine Unhöflichkeit, sondern reine Vorsichtsmaßnahme, dass sich alle Geehrten beim Sportlerempfang des Landrates ihre Urkunden und Präsente selbst und ohne Händedruck vom Tisch nehmen mussten. Hier Brigitte Meyerdierks bei der Entgegennahme des Sportehrenbriefes durch Landrat Thomas Bold. Foto: Peter Rauch       -  Es war keine Unhöflichkeit, sondern reine Vorsichtsmaßnahme, dass sich alle Geehrten beim Sportlerempfang des Landrates ihre Urkunden und Präsente selbst und ohne Händedruck vom Tisch nehmen mussten. Hier Brigitte Meyerdierks bei der Entgegennahme des Sportehrenbriefes durch Landrat Thomas Bold. Foto: Peter Rauch
| Es war keine Unhöflichkeit, sondern reine Vorsichtsmaßnahme, dass sich alle Geehrten beim Sportlerempfang des Landrates ihre Urkunden und Präsente selbst und ohne Händedruck vom Tisch nehmen mussten.

Zum Sportempfang 2020 mit Ehrung der Sportlerin , des Sportlers und der Mannschaft des Jahres 2019 lud Landrat Thomas Bold diesmal in den großen Sitzungssaal des Landratsamtes, denn wegen Corona war es diesmal nur ein "Sportlehrempfang light". Nur die Sportler des Jahres und die diesjährigen Empfänger der Sport-Ehrenbriefe wurden zusammen mit ihren Angehörigen geladen. In der Vergangenheit waren es oftmals über 150 Aktive, die zum Empfang geladen und mit Urkunden und Präsenten ausgezeichnet wurden, diesmal war die Gruppe sehr überschaubar.

"Aber auch alle anderen 103 Sportler und Sportlerinnen werden ihre Urkunden und Präsente erhalten, sie seien bereits an die jeweiligen Vereinsvorsitzenden verschickt worden", ließ Daniel Korn von der kommunalen Jugendarbeit wissen. Und statt dem obligatorischen Händedruck des Landrates und der Überreichung der Urkunde durfte, oder besser gesagt musste, jeder der Geehrten Präsent und Urkunde selbst vom Tisch nehmen.

Warum dies heuer alles so gehandhabt wurde, darüber referierte Landrat Bold gleich zu Beginn seiner Ausführungen. So habe es die Corona-Pandemie allen nicht leicht gemacht, denn die damit einhergehenden Entscheidungen zur Einschränkung von öffentlichen , insbesondere auch sportlichen Veranstaltungen haben den Sportsektor und Freizeitsport im Landkreis schwer getroffen. So waren von einem auf den anderen Moment gemeinsames Trainieren, unzählige Wettkämpfe und die teilweise von langer Hand geplanten Veranstaltungen nicht mehr möglich.

"Vereine sind eben nicht nur ein Ort, wo das sportliche Können trainiert und unter Beweis gestellt wird, sondern insbesondere auch soziale Gruppen, in denen man sich über das gemeinsame Hobby hinaus austauscht und enge Freundschaften knüpft". So habe der Sport für jeden von uns eine andere Bedeutung, stellte der Landrat fest und fügte an, dass es auch möglich gewesen sei, während des Lockdown Sport zu treiben, "ein Stück Ausgleich wenigstens, denn hier sei es für jeden leicht, weil er gleich in der umgebenden Natur sei". So müsse auch in diesen Zeiten der Sport aufrecht erhalten werden, um die Lebensqualität wenigstens ein Stück zu erhalten. Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass die Gesundheit der Menschen an erster Stelle steht und aus diesem Grund der Lockdown im Sport trotz allem sehr wichtig war, um die weitere Ausbreitung von Corona einzudämmen.

Walter Gutmann , stellvertretender BLSV-Kreisvorsitzender, der für seinen verhinderten Vorsitzenden Martin Wende zu den Sportlern sprach, betonte, dass diese Veranstaltung eine Anerkennung für Sportler und Sport sei. "Der Sport hat es verdient, denn Sport wird für eine funktionierende Gesellschaft benötigt".

Beim Sportlehrempfang werden aber in aller Regel nicht nur herausragende, aktive Sportler geehrt, sondern auch seit einigen Jahren Persönlichkeiten, die sich ehrenamtlich und uneigennützig in den Dienst des Sports gestellt haben und somit die große Sportfamilie zusammengehalten haben. Sie, die zum Teil nicht mehr aktive Sportler sind, sondern sich im Hintergrund oder an der Vereinsspitze betätigen, bekommen als "Sport-Persönlichkeiten" den Sport-Ehrenbrief.

In diesem Jahr war das Monika Keß vom TSVgg Hausen. Sie war von 1976 bis 2017 Übungsleiterin und betreute 41 Jahre lang die Damengymnastikabteilung und 22 Jahre leitete sie zudem das Kinderturnen.

Peter Fenn vom VfR Sulzthal war seit 1985 in verschiedensten Vorstandsposten des Vereins tätig und betreute zudem als Sanitäter die erste und zweite Fußballmannschaft. Auch Ullrich Kaiser vom SV Aura/Saale war langjährig im Vorstand seines Vereins tätig. Zuvor hatte er als aktiver Spieler die Fußballmannschaften von der Jugend bis zur 1. Mannschaft durchlaufen.

Peter Iberl vom TSV Oerlenbach ist den meisten noch von Schule und Sportverein bekannt. Er brachte 1971 als Lehrer das Basketballspiel an die Schule der Großgemeinde, wo er noch heute als Abteilungsleiter, Trainer und Schiedsrichter tätig ist.

Edmund Spahn von der Schützengesellschaft Oberleichtersbach war 1960 Gründungsmitglied des Vereins und die ersten 21 Jahre deren 1. Schützenmeister. Als aktiver Schütze nahm der heutige Ehrenschützenmeister an unzähligen Rundenwettkämpfen teil und errang 1963 sogar den Titel des Gauschützenkönigs.

Ein weiterer Sport-Ehrenbrief für Förderer, Gönner und Unterstützer des Sports ging an Brigitte Meyerdierks aus Bad Brückenau. Sie ist die Initiatorin des Pinklaufs in Bad Brückenau, der seit 2011 jährlich stattfindet. Mit über 1500 Läuferinnen und Läufern ist dies eine der größten Laufevents des Landkreises, wobei die Besonderheit des Pinklaufes darin besteht, dass alle Teilnehmer in Pink gekleidet sind. Grund dafür ist, dass die Farbe Pink und die Schleife internationale Symbole für die Solidarität und Unterstützung bei der Brustkrebsvorsorge sind. So ist der Charity-Lauf weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und mit dem Erlös aus den Startgeldern unterstützt die Stadt Bad Brückenau den Verein "Brustkrebs Deutschland e.V.".

Sportlerin des Jahres 2020 wurde die Tennisspielerin Anne Knüttel aus Fuchsstadt die für den TC Rot-Weiß Bad Kissingen aufschlägt. In ihrer Altersklasse U18 belegte sie bei diversen Cups erste Plätze und wird derzeit auf Ranglistenplatz 8 in Deutschland gelistet. Zum Sportler des Jahres wurde Maximilian Jäger aus Bad Brückenau gekürt. Der 19-Jährige ist aufgrund eines vorgeburtlichen Schlaganfalls links halbseitig gelähmt. Mit vier Jahren begann er mit dem Skisport, den er ab dem Alter von zehn Jahren wettkampfmäßig betreibt und mehrfach Podiumsplätze bei deutschen Meisterschaften belegte. Mit 17 Jahren kaufte er sich sein erstes Renndreirad und erzielte im Paracycling sowohl im Zeitfahren wie im Straßenrennen jeweils einen 2. Platz bei den Weltmeisterschaften , sowie einen 1. und einen 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften . Für 2021 hofft der Brückenauer der für den BPRSV Cottbus startet auf eine Teilnahme an den Paralympics . Sportmannschaft des Jahres 2020 wurden die Bogenschützen des SV Bavaria Thulba mit Lina Bürger , Raphael Wigand und Tobias Hango. Sie wurden mit dem Recurve Bogen, Fita, Schüler A 5. der Deutschen Meisterschaft und erste bei den Bayerischen Meisterschaften .

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