Hammelburg

Anstoßen auf das Jubiläumsjahr

Seit sechs Jahren richten Stadt und Bundeswehr einen gemeinsamen Neujahrsempfang aus, heuer war das Bundeswehrdienstleistungszentrum federführend. Das Jahr steht im Zeichen der Gründung des Truppenübungsplatzes 1895. Mit Bildergalerie.
Beim diesjährigen Neujahrsempfang von Bundeswehr und Stadt stießen (von links) der neue Standortälteste Oberst Stefan Josef Leonhard, Matthias Hümmler, Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums, Bürgermeister Armin Warmuth, General Michael Matz, Kommandeur Ausbildungszentrum Infanterie, und Oberst Werner Klaffus, Kommandeur des VN-Ausbildungszentrums, an. Foto: Ralf Ruppert
Beim diesjährigen Neujahrsempfang von Bundeswehr und Stadt stießen (von links) der neue Standortälteste Oberst Stefan Josef Leonhard, Matthias Hümmler, Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums, Bürgermeister Armin Warmuth, General Michael Matz, Kommandeur Ausbildungszentrum Infanterie, und Oberst Werner Klaffus, Kommandeur des VN-Ausbildungszentrums, an. Foto: Ralf Ruppert

Als "traditionell" bezeichnete Matthias Hümmler, Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums, den gemeinsamen Neujahrsempfang von Bundeswehr und Stadt, obwohl er erst seit sechs Jahren in dieser Form stattfindet. "Uns verbinden viele Tätigkeitsfelder", betonte Hümmler, und: "Deshalb ist ein ständiger Dialog wichtig." Reihum wechseln sich die drei großen Dienststellen auf dem Lagerberg und die Stadt bei der Organisation ab, das Bundeswehrdienstleistungszentrum war heuer an der Reihe, kommendes Jahr ist der Neujahrsempfang dann in der Stadt, unter der Federführung des Ausbildungszentrums Infanterie und des VN-Ausbildungszentrums kommen die zahlreichen Besucher danach wieder auf den Lagerberg.

Viele Auslandseinsätze

"Die Verwaltung ist dort, wo die Truppe ist", wies Hümmler auf die Auslandseinsätze auch der zivilen Verwaltung hin. Er selbst habe insgesamt sieben Monate im Kosovo und in Afghanistan daran mitgearbeitet, dass "Betrieb und Bewirtschaftung der Einsatz-Infrastruktur" sichergestellt sind. Hümmler dankte allen Kollegen, die im Ausland ihren Dienst tun, aber auch denen, die deren Arbeit in Hammelburg und Wildflecken miterledigen.

Kernaufgabe des Bundeswehrdienstleistungszentrums sei es, "Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Soldatinnen und Soldaten ihre originäre Aufgabe erfüllen können". Dafür seien alleine in Hammelburg im vergangenen Jahr 14,4 Millionen Euro in die Verbesserung der Infrastruktur investiert worden - zusätzlich zu den 8,3 Millionen Euro für die reguläre Bewirtschaftung. Laut Hümmler sind mehr als 180 Millionen Euro für Bauvorhaben in den kommenden Jahren bewilligt, davon 16,8 Millionen Euro im laufenden Jahr. "Ich wünsche mir ganz viele Baustellen hier auf dem Lagerberg", sagte Hümmler.

Direkt aus einem Auslandseinsatz in Mali kam Oberst Stefan Josef Leonhard 2019 nach Hammelburg . Der neue Standortälteste kündigte bei seinem ersten Neujahrsempfang ein großes Jubiläum an: Der Truppenübungsplatz Hammelburg wurde bereits 1895 gegründet. Zum 125-jährigen Bestehen werde aktuell an einer Chronik gearbeitet, außerdem gebe es zahlreiche Veranstaltungen, darunter einen öffentlichen Wandertag am Sonntag, 9. August. Start und Ziel solle der Flughafen sein, die Teilnehmer könnten auf alle Fälle durch Bonnland wandern.

Neue Waffensysteme

Aber auch militärisch gebe es viele Herausforderungen: Das Ausbildungszentrum Infanterie werde seinen Beitrag dazu leisten, einsatzbereite Kräfte zu stellen. "Die Einführung neuer Waffensysteme wird uns fordern", nannte Leonhard als Beispiel. Zur Bundeswehr 4.0 gehöre eine neue Ausbildung, die auch die Digitalisierung einschließe.

"Der Lagerberg und die Garnisonsstadt ziehen gemeinsam an einem Strang", lobte der Hammelburger Bürgermeister Armin Warmuth ( CSU ) die gute Zusammenarbeit. In seinem Rückblick erwähnte er unter anderem den gemeinsamen Museumstag, aber auch die Zusammenarbeit des Abwasserzweckverbandes Thulba-Saale bei der Betreuung der Kläranlage des Lagers. Unter anderem wegen der Teilnahme führender Bundeswehr-Vertreter bei der Feier am Holocaust-Gedenktag dankte Warmuth dafür, "dass Sie immer Flagge zeigen und am gesellschaftlichen Leben der Stadt teilnehmen."

Warmuth erinnerte zudem an die Einweihung des für 13,5 Millionen Euro renovierten Klosters Altstadt als Teil der Musikakademie, der neuen Saalebrücke und des evangelischen Gemeindehauses sowie an die Entscheidungen für einen neuen Schul-Campus und die Außenstelle des Natur-Erlebnis-Zentrums in der Stadt. Für 2020 kündigte er als Großprojekt den Umbau des Bürgerhauses an: "Die Baugenehmigung dürfte in wenigen Tagen eintreffen", hofft Warmuth.

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