Hammelburg

Auf Streifzug durch Hammelburgs Saaleauen

Am 31. Oktober gibt es noch einmal die Möglichkeit, mit Geograf Andreas Happ vom Bund Naturschutz auf Streifzug zu gehen und den Boden zu erkunden.
Geograf Andreas Happ (rechts) des Bund Naturschutz (BN) gab in den Saaleauen bei Hammelburg Einblicke in die Bedeutung des Bodens und den Bodenaufbau. Lisa Graskamp       -  Geograf Andreas Happ (rechts) des Bund Naturschutz (BN) gab in den Saaleauen bei Hammelburg Einblicke in die Bedeutung des Bodens und den Bodenaufbau. Lisa Graskamp
| Geograf Andreas Happ (rechts) des Bund Naturschutz (BN) gab in den Saaleauen bei Hammelburg Einblicke in die Bedeutung des Bodens und den Bodenaufbau. Lisa Graskamp

Nach der Eröffnung der virtuellen Bodenausstellung des Naturerlebniszentrum Rhön in der Stadtbibliothek Hammelburg ging es raus zur realen Bodenerkundung: Geograf Andreas Happ des Bund Naturschutz (BN) gab in den Saaleauen bei Hammelburg Einblicke in die Bedeutung des Bodens und den Bodenaufbau. In der kurzweiligen Wanderung wurden Bodenproben genommen, deren Beschaffenheit untersucht und zahlreiche interessante Fakten rund um die Welt unter unseren Füßen vermittelt.

Schon auf dem Weg vom Treffpunkt vor dem Kellereischloss hinunter in die Saaleauen weist Happ auf erste Anzeichen von Bodenbildung hin: "Die kleinen Pflanzen zwischen dem Kopfsteinpflaster sind erste Anzeichen. Würde man die Fugen nicht regelmäßig pflegen, bildet sich hier neuer Boden. Aber nur sehr langsam. Man spricht von etwas einem Millimeter Bodenbildung in zehn Jahren."

In den Saaleauen angekommen wird zuerst ein kleines Stück Boden ausgehoben. Bereits hier kann man die Auswirkungen der Trockenheit der letzten Jahre erkennen. Ab einer Tiefe von 15 Zentimetern krümelt der Boden trocken vor sich hin. "Das bisschen Regen, was die letzten Tage gefallen ist, reicht gerade mal für Gras", kommentiert Happ die Beobachtung.

Mithilfe eines Pürckhauers, einem hohlen Metallstab, der mit einigem Körpereinsatz in den Boden gehämmert wird, entnimmt Happ ein ein Meter tiefes Bodenprofil. Jetzt darf mit allen Sinnen getestet werden, was Boden ausmacht. Das Zerreiben zwischen den Fingern lässt auf die Korngröße und den Lehmgehalt schließen. Einige Teilnehmer folgen sogar Happs Aufforderung, ein bisschen Boden zu "erschmecken".

An einem Bodenaufschluss nahe der Museumsinsel gibt es abschließend noch etwas zu bestaunen: Eine mittelalterliche Tonscherbe. "So etwas kann man hier immer wieder finden", weiß eine der Teilnehmerinnen zu berichten. "Der Boden bewahrt unsere Geschichte auf und ist Grundlage für unser aller Leben. Ihn zu zerstören schaffen wir Menschen leicht, aber Boden - diesen alltäglichen Dreck unter unseren Füßen - herzustellen, haben wir noch nicht geschafft", erklärt Happ.

Die Wanderung ist Teil der Veranstaltungsreihe "Abenteuer Bodenleben" des Naturerlebniszentrums Rhön. Interessierte haben am 31. Oktober um 14 Uhr nochmals die Möglichkeit, mit Andreas Happ auf Streifzug durch die Saaleauen zu gehen. Verbindliche Anmeldung über die Volkshochschule Hammelburg hier.

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