Bad Kissingen

Authentisch und unsterblich

Queenmania im Regentenbau : Die Tribute-Show "Forever Queen" lässt neben den Hits auch die extravagante Bühnenshow von Freddie Mercury hochleben.
Queenmania im Regentenbau  Fotos: Klaus Werner
Queenmania im Regentenbau Fotos: Klaus Werner

"Bam - Bam - Step, Bam - Bam - Step" - das Markenzeichen der legendären Band Queen hallt durch den ehrwürdigen Max-Littmann-Saal des Kissinger Regentenbaus. Die begeisterten Gäste fordern mit dieser bekannten Taktsequenz den Hit "We Will Rock You" und die italienische Coverband mit " Freddie Mercury " alias Sonny Ensabella erfüllt zum Ende eines phantastischen Konzerts diesen lautstark vorgetragenen Wunsch.

Fast 30 Jahre nach dem tragischen Tod ihres Sängers und Frontmanns Freddie Mercury bleiben die großartigen Songs von Queen unsterblich und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der große Saal mit der "Generation 40+" bestens gefüllt ist. Nach nur wenigen Stücken macht sich ausgelassene Festivalstimmung breit, in deren Mittelpunkt der bekannteste Oberkörper der Popkultur steht, der sich mal im weißen Leibchen, mal im engen Unterhemd, mal frei von allen Textilien präsentiert. Die vier Musiker aus Italien haben sich dem Repertoire von Brian May , Roger Tayler und John Deacon verschrieben und daraus die Tribute-Show "Forever Queen" arrangiert, die neben den Hits auch die extravagante Bühnenshow von Freddie Mercury hochleben lässt.

Rockig oder sanft

Dazu braucht es nicht viel: E-Gitarre, Bass und Schlagzeug für die rockigen Stücke, Akustik-Gitarre für die sanfteren Balladen, ausgefeilte Soundtechnik in der oberen Lautstärke, farbenfrohe, aber nicht übertriebene Lichteffekte, eine Videoleinwand im Hintergrund für Konzerteinspielungen mit "Flashbacks" für manche Gäste sowie genügend Platz auf der Bühne, die Sonny Ensabella in den bekannten Bühnen-Outfits nutzt, um Freddie Mercurys extravagante Körpersprache perfekt zu imitieren. Auch wenn Simon Fortuna (Schlagzeug), Fabrizio Palermo (Bass) und Tiziano Giampieri (E-Gitarre) den perfekten Sound zu den zwei Dutzend Queen-Forever-Hits abliefern und Ensabella die stimmliche Urgewalt von Mercury genauso trifft wie dessen leise, verletzlichen Töne, so steht Ensabellas Bühnenshow im Zentrum des Abends: in den Händen das Mikrophon mit dem verkürzten Stab, das damit zum Phallussymbol mutiert, die punktgenaue überstreckte Haltung oder das gockelhafte Stolzieren quer über die Bühne - mal kombiniert mit Schmollmund, mal mit laszivem Augenaufschlag, mal mit dem Pathos für die großen Gesten. All dies gefällt den Gästen, auch wenn es etwas Zeit benötigt, bevor stimmungsvoll und lauthals die Songzeilen gesungen oder mitgesungen werden - es sind halt Unterfranken.

Mitklatsch-Rhythmus

Manchmal genügen nur wenige Takte wie bei "Under Pressure", die beim Publikum den Mitklatsch-Rhythmus aktivieren, mal übernimmt Sopranistin Sylvie Gallant einen Part und ist mehr als nur optisches Äquivalent bei "Who Wants To Live Forever" oder bei "Barcelona", mal heizt "Another One Bites The Dust" die Stimmung an, mal lauscht man Momenten auf der Akustik-Gitarre oder träumt zur Ballade "It's A Hard Life".

Gerade nach der Pause geht es mit den Hits "Don't Stop Me Now", "I Want To Break Free" oder dem disco-reifen "Radio GaGa" Schlag auf Schlag, wobei Sonny Enseballa fast zu jedem Stück das Outfit wechselt. Aus dem opernhaften "Bohemian Rhapsody" wird ein rockiges, treibendes Stück, das die Gäste nicht mehr auf den Sitzen hält: rund 800 Gäste klatschen, tanzen, singen - und warten stehend auf die nächsten Stücke.

Zweieinhalb Stunden geht es auf der Bühne rund und im Saal toben die Gäste, denn immer noch begeistert der frische, authentisch vorgetragene Sound von "Queen". Letztendlich kumuliert alles im Hit "The Show Must Go On", der lauthals mitgesungen wird. Der Schlussapplaus mündet dann in den Takt "Bam - Bam - Step, Bam - Bam - Step", der die vier freudestrahlenden Musiker zurück auf die Bühne holt. Nach "We Will Rock You" und - natürlich - "We Are The Champions" macht sich die äußerst zufriedenes Publikum auf den Heimweg.

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