Haselbach in der Rhön

Missio-Camp in Haselbach: Auto-Gottesdienst mit Live-Übertragung

Das Missio-Camp in Haselbach findet wegen der Corona-Pandemie erstmals ohne Zelte und weitere Angebote statt. Es gibt ausschließlich die Abendveranstaltung um 19.30 Uhr.
Als Auto-Gottesdienst und Open-Air-Veranstaltung findet das Missio-Camp  in diesem Jahr statt. Foto: Marion Eckert       -  Als Auto-Gottesdienst und Open-Air-Veranstaltung findet das Missio-Camp  in diesem Jahr statt. Foto: Marion Eckert
Als Auto-Gottesdienst und Open-Air-Veranstaltung findet das Missio-Camp in diesem Jahr statt. Foto: Marion Eckert

"Ein bisschen fühlt es sich jetzt wie Missio-Camp an": Anke Schroth, die eine Woche vor dem Camp noch kein rechtes Missio-Camp-Feeling hatte, war nach dem Eröffnungsabend ganz zufrieden. Die Live-Übertragung hatte geklappt, das Wetter hatte gehalten, und es waren Besucher zum Eröffnungsabend gekommen.

"Es ist das 44. Missio-Camp, und das Erste ohne Zelte", sagte Stefan Schroth und lacht: "Wer glaubt denn, dass Missio-Camp trotzdem und auch noch so stattfindet?" Damit war er beim diesjährigen Motto: "Wer glaubt denn sowas?" Missio-Camp ohne Zeltstadt, ohne RotoDom, ohne Büchertisch, Café, Crêpes und heißen Würstchen? Das erschien vor einem Jahr noch völlig undenkbar. Die Planungen für das Missio-Camp 2020 waren in vollem Gange, und dann kam Corona. Die Schroths mussten neu planen. Ein Live-Stream musste her. Sie kauften für 750 Euro bei der Bundesnetzagentur und der Bayerische Landeszentrale für neue Medien eine Lizenz für Veranstaltungsrundfunk. Am Eröffnungsabend stand nicht nur die Außenbühne mit großer Leinwand, sondern auch die Live-Übertragung war eingerichtet. "Viele Gäste und Gruppen von außerhalb können in diesem Jahr nicht kommen, so haben sie aber die Möglichkeit, trotzdem beim Missio-Camp mit dabei zu sein", freute sich auch Anke Schroth.

Blick auf das, was möglich ist

Das Missio-Camp wird in diesem Jahr als Auto-Gottesdienst mit Live-Übertragung angeboten. Es gibt ausschließlich die Abendveranstaltung um 19.30 Uhr ohne anschließende Konzerte. Tagsüber gibt es keine Angebote, keine musikalischen, kreativen oder sportlichen Workshops und keine Gesprächsangebote. Das alles muss Corona und den Auflagen geopfert werden. Schroths möchten aber bewusst dazu einladen, nicht den Blick auf das zu richten, was nicht möglich ist, sondern das in den Blick zu nehmen, was in der Corona-Zeit dennoch möglich ist. Bis zum 2. August wird es täglich Auto-Gottesdienste mit Musik und Impulsen geben. Ein Geschenk in einer schwierigen Zeit. Wer die Abendveranstaltung nicht im Auto verfolgen möchte, hat die Möglichkeit, sich vor der Bühne in abgemarkten Rechtecken mit Picknickdecke oder Campingstühlen zu lagern. Abstand und Maskenpflicht ist hier angesagt, um sich und andere zu schützen.

Besucher und Veranstalter sind dankbar

Die Besucher des Eröffnungsabends waren genauso dankbar wie Schroths, dass das Missio-Camp trotz Corona und trotz all der Hygiene- und Abstandregeln stattfinden kann. "So schön haben wir noch nie gesessen", befand eine Besucherin. In der Tat, die neue Missio-Camp-Open-Air-Location hat gewisse Reize. Vor dem Rhön-Panorama und dem freien Blick auf Bischofsheim mit der St. Georgskirche im Mittelpunkt, lädt der Platz zum Innehalten und zur Ruhe zu kommen ein. Der wolkenverhangene Himmel riss am Abend immer wieder auf und gab den Blick auf einen blauen Himmel frei. Im Zelt war dieser freier Blick in den Himmel und zu den Bergen bislang nicht möglich. "Ich freue mich, dass heuer überhaupt was stattfindet, und das es nicht regnet", sagte eine weitere Besucherin.

Fritz Schroth, dem Gründer des Missio-Camp, gefiel die Open-Air-Atmosphäre: "Und alles Volk lagerte sich, jeder an seinem Platz." Mit den ersten Klängen der Missio-Camp-Band stellte sich dann auch das Feeling ein. Die Verkündigerin der ersten Missio-Camp-Tage ist die CVJM-Jugendevangelistin Dina Ketzer, die zum erstem Mal im Camp zu Gast war. An ihrem ersten Abend sprach sie über die Frage, wie man Gott vertrauen könne. "Er ist ein Gott, der unseren Verstand übersteigt und nicht greifbar ist." Doch im Laufe der Geschichte sei er den Menschen in Jesus Christus nahe gekommen. Jesus habe mit seinen Gleichnissen vom Reich Gottes immer wieder erklärt, wie fürsorglich, liebevoll und gerecht Gott sei. Am Beispiel der Arbeiter im Weinberg, die, egal wie lange sie gearbeitet haben, den gleichen Lohn bekommen, zeigte Dina Ketzer, dass Gottes Fülle und Liebe weder durch besondere Leistungen und viel Arbeit zu erlangen ist, noch mit Geld zu kaufen. "Seine Fülle ist Frieden im Herzen und Versöhnung mit dem eigenen Leben."

Informationen und Live-Stream

Die Themen des jeweiligen Abends sind auf der Homepage zu finden. Hier kann auch der Live-Stream gestartet werden, und es gibt weitere Informationen zu den Verkündigern.

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