Bad Bocklet

Bad Bocklet: Bald ein „Sorgenkind“ weniger

Foto-Nachtrag zu Artikel 'Bocklet Erdaushubdeponie'       -  Die ehemalige Kurpension Diana wird zu einem Acht-Familienhaus aufgestockt.
Foto: Sigismund von Dobschütz | Die ehemalige Kurpension Diana wird zu einem Acht-Familienhaus aufgestockt.

Zwei private Bauanträge fanden im Gemeinderat einhellige Zustimmung. So will die in Bad Kissingen ansässige Zänglein Objekt & Wohnungsbau GmbH die ehemalige Kurpension Diana in der Waldstraße (Bad Bocklet) zu einem Acht-Familienhaus aufstocken.

„Das ist ein gut durchdachtes Projekt“, sagte Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) zu den von Tatjana Büttner (Bauamt) vorgestellten Plänen. Mit dem Umbau des alten Gebäudes werde ein „Sorgenkind“ und „Schandfleck“ beseitigt, zeigte sich Sandwall zufrieden. Die Modernisierung schließt den Anbau eines Treppenhauses mit Aufzug ein sowie 16 Pkw-Stellplätze hinter dem Gebäude. Zufrieden war der Bürgermeister auch mit dem Vorhaben in Aschach, wo „ein altes Haus von jungen Leuten ausgebaut“ werden soll, das nicht im Geltungsbereich eines bestimmten Bebauungsplans liegt.

Fast erwartungsgemäß verweigerte der Gemeinderat einstimmig sein Einvernehmen mit dem schon seit Monaten wiederholt diskutierten Bauvorhaben im Steinacher Außengebiet. Dort will der Bauherr einen 20 Meter langen und sechs Meter breiten Pferde-Unterstand mit Heulager und Photovoltaikanlage errichten.

Dieser Antrag war bereits im Februar vom Ratsgremium abgelehnt worden, im Mai aber nach der vom Gemeinderat vorgenommenen Aufweichung der strikten Privilegierungsmaßgabe erneut eingereicht worden. Dieser Unterstand soll nicht nur eigenen Pferden, sondern auch den von anderen Reitern eingestellten Pensionspferden zum Schutz vor sommerlicher Hitze dienen. Genau deshalb hatte das Landratsamt „im Sinne des Tierwohls“ zuvor seine Genehmigung „in Aussicht gestellt“. Doch der Gemeinderat hatte den Antrag in seiner Mai-Sitzung bis zur Klärung noch offener Fragen vertagt.

In der erneuten Beratung am Dienstag blieb Antje Kopp (Grüne) bei ihrer ablehnenden Haltung: „Den Pferden geht es in ihrer aktuellen Situation gut. Ich sehe keine Notwendigkeit für eine Erweiterung und halte die Planung für überdimensioniert.“ Die ursprüngliche Baugenehmigung für den dort bereits bestehenden Stall sei damals für vier Pferde erteilt worden, nicht aber für zusätzliche Pensionspferde.

Ratskollege Christian Horn (CSU), der sich schon mehrfach grundsätzlich gegen jegliche Bebauung im Außenbereich aussprach, sofern keine Privilegierung wegen landwirtschaftlicher Nutzung vorliegt, verwies erneut auf deren Fehlen in diesem Fall.

Auch Simone Götz (CSU) widersprach einer Baugenehmigung: „Die Pferde haben ihren Stall. Ein Unterstand dieser Größe ist nicht erforderlich. Ich bin absolut dagegen.“ Da sich im Ratsgremium kein Fürsprecher fand, verweigerte der Gemeinderat diesem Bauvorhaben einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

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