Bad Brückenau

Bad Brückenau: Barrierefrei durch das Sinntal

Den Rhönrundweg Nr. 6 Sinntal gibt es schon länger. Aktuell wurde die Strecke nach den Kriterien der bundesweiten Kennzeichnung "Reisen für alle" vom Deutschen Seminar für Tourismus zertifiziert.
Die Rhön-Experten Klaus Spitzl (rechts) und Jennifer Rother (Zweite von links) informieren Kurdirektorin Andrea Schallenkammer (links) und Bad Brückenaus Bürgermeister Jochen Vogel über die Kriterien für die Zertifizierung des Rundwegs. Hauptthema des Quartetts bei dem Treffen im Staatsbad war der barrierefreie Tourismus. Foto: Rolf Pralle       -  Die Rhön-Experten Klaus Spitzl (rechts) und Jennifer Rother (Zweite von links) informieren Kurdirektorin Andrea Schallenkammer (links) und Bad Brückenaus Bürgermeister Jochen Vogel über die Kriterien für die Zertifizierung des Rundwegs. Hauptthema des Quartetts bei dem Treffen im Staatsbad war der barrierefreie Tourismus. Foto: Rolf Pralle
Die Rhön-Experten Klaus Spitzl (rechts) und Jennifer Rother (Zweite von links) informieren Kurdirektorin Andrea Schallenkammer (links) und Bad Brückenaus Bürgermeister Jochen Vogel über die Kriterien für die Zertifizierung des Rundwegs. Hauptthema des Quartetts bei dem Treffen im Staatsbad war der barrierefreie Tourismus. Foto: Rolf Pralle

Das Projekt "Reisen für alle" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Ziel ist es laut Auskunft der Initiatoren, einheitliche und verlässliche Informationen für Touristen mit Handicap bereitzustellen. So könne jeder Gast schon im Vorfeld bei seiner Urlaubs- und Freizeitplanung selbst beurteilen, was für ihn dann später geeignet ist. Da der Rhönrundweg Nr. 6 Sinntal die von den Verantwortlichen geforderten Voraussetzungen erfüllt, darf er jetzt vorerst bis April 2022 die Auszeichnung "Information zur Barrierefreiheit" sowie die dazugehörigen Piktogramme in Anspruch nehmen.

Federführend bei der Maßnahme vor Ort waren die Rhön GmbH mit ihrer Geschäftsführerin Jennifer Rother und der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön mit seinem Geschäftsführer Klaus Spitzl . Beide ließen bei einem Pressetermin noch einmal die vergangenen Monate ihrer harmonischen Zusammenarbeit Revue passieren und präsentierten stolz die Zertifizierungsurkunde. Interessiert verfolgten die detaillierten Ausführungen der Experten Kurdirektor Andrea Schallenkammer als Repräsentantin des Staatsbades und Bad Brückenaus Bürgermeister Jochen Vogel ( CSU ).

Barrierefrei reisen

Das Quartett der Fachleute, so wurde bei dem Treffen im kleinen Kreis mehrfach deutlich, weiß aus eigener Erfahrung, dass barrierefreier Tourismus ein Wachstumssegment mit großem ökonomischen Potenzial ist. Und dieser Aspekt betreffe längst nicht mehr nur behinderte Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Auch beispielsweise Eltern mit kleinen Kindern wüssten eine gewisse Bequemlichkeit und Sicherheit am Zielort sehr zu schätzen. Belegt wird diese Erkenntnis mit konkreten Zahlen einer Erhebung des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT). Für etwa zehn Prozent der Bevölkerung ist Barrierefreiheit unentbehrlich, für 40 Prozent hilfreich und für 100 Prozent komfortabel.

Der stufenlose Rhönrundweg Nr. 6 Sinntal mit Sitzgelegenheiten im Abstand von rund 500 Metern ist knapp vier Kilometer lang und meistens 1,80 Meter breit: Der Start zu der mit Info-Tafeln und Wegweisern gekennzeichneten Tour erfolgt am Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Fahrradmuseums. Die Strecke verläuft überwiegend auf Kies oder Asphalt, Teilbereiche sind gepflastert. Die Prüfer sprechen in ihrer Expertise von einer leichten bis mittelmäßigen Begeh- und Befahrbarkeit mit einer maximalen Steigung von bis zu 17 Prozent. Diese Faktoren dürften auch für Radler, Skater und Reiter interessant sein. Erfahrungen gesammelt auf diesem Abschnitt haben übrigens bereits etliche einheimische Liegeradfahrer im Rahmen ihrer Bäderlandtour Mitte vergangenen Jahres.

Jennifer Rother, Klaus Spitzl , Andrea Schallenkammer und Jochen Vogel sind sich sicher, dass der Weg auf Grund der neuen Kenntlichmachung künftig noch stärker als bisher frequentiert wird. Sie empfehlen den Gästen im Rahmen der Tour auch einen Abstecher zur Biber-Aussichtsplattform, bei der allerdings 19 Stufen zu bewältigen sind. Nähere Informationen zu der gesamten Thematik hat das Deutsche Seminar für Tourismus mit Sitz in Berlin auf einer Website veröffentlicht.

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