Staatsbad Brückenau

Bad Brückenau: Formen der Versöhnung

Gerhard Hofweber hat ein Buch geschrieben. Der Philosoph aus dem Staatsbad Brückenau zeigt darin Wege zur Versöhnung auf. Vorgestellt wird es am 20. Januar.
Im Februar 2016 hat sich der Philosoph Gerhard Hofweber mit seinem Institut für Philosophie und Wirtschaft in Bad Brückenau angesiedelt.  Foto: Stefan Mayr       -  Im Februar 2016 hat sich der Philosoph Gerhard Hofweber mit seinem Institut für Philosophie und Wirtschaft in Bad Brückenau angesiedelt.  Foto: Stefan Mayr
Im Februar 2016 hat sich der Philosoph Gerhard Hofweber mit seinem Institut für Philosophie und Wirtschaft in Bad Brückenau angesiedelt. Foto: Stefan Mayr
Vor fast zwei Jahren, im Februar 2016, hat sich Gerhard Hofweber mit seiner Familie im Staatsbad Brückenau niedergelassen. Die "Philosophenvilla" ist Sitz seines Instituts für Philosophie und Wirtschaft. Seine Frau Izabela Hofweber hat das Café Carpe Diem sowie den Tanztempel im Schlosspark ins Leben gerufen. Nach seiner Dis sertation und "Das schöne Kind" legt Hofweber nun sein drittes Buch vor. Es widmet sich dem Thema Versöhnung.

Herr Hofweber, warum ist eine Aussöhnung mit der Vergangenheit wichtig?
Gerhard Hofweber: Weil wir ansonsten nicht erfüllt leben können. Unversehrtes bindet uns an die Vergangenheit, so dass wir nicht frei für die Gegenwart sind. Ein erfülltes Leben ist aber nur als ein Leben in der Gegenwart möglich.

Ihr kleiner Sohn, der Cafébetrieb und das Tanzstudio Ihrer Frau sowie Ihr Institut halten das Familienleben ganz schön auf Trab. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Buch ausgerechnet jetzt zu schreiben?
Wenn ein Buch aus einer Inspiration heraus entsteht, kann man sich den Zeitpunkt nicht aussuchen. Man muss die Spur der Gedanken aufnehmen, solange sie noch frisch ist. Für mich selbst kam der Zeitpunkt auch überraschend. Als mir aber die Bedeutung der verschiedenen Formen der Versöhnung mit der Vergangenheit deutlich geworden sind, gab es kein Halten mehr.

Was ist für Sie persönlich die wesentlichste Erkenntnis aus Ihrem Buch?
Dass Versöhnung mit der Vergangenheit immer möglich ist. Man muss dafür aber die jeweiligen Gesetzte der Versöhnung beachten. Diese sind je nach Form der Versöhnung unterschiedlich. Die meisten Menschen wissen das nicht und deshalb misslingt die Versöhnung viel zu oft. Das ist sehr schade, denn es ist unnötig. Wir können wirklich viel versöhnter leben, wenn wir das Wesen der Versöhnung erkennen.

Manche Menschen möchten sich nicht mit ihrer Vergangenheit beschäftigen, andere können es nicht - zum Beispiel, weil Vorfälle unklar oder Beteiligte bereits verstorben sind. Was raten Sie diesen Menschen?
Ich rate Ihnen, dass sie den Glauben an die Versöhnung nicht verlieren müssen, denn es ist ein Missverständnis, dass unter diesen Umständen Versöhnung nicht möglich ist. Auch wenn vieles unklar ist, Beteiligte verstorben sind und ich überhaupt die Vergangenheit nicht ändern kann, ist die Versöhnung mit der Vergangenheit möglich. Das Buch zeigt wie.


Buchvorstellung und Konzert:
Termin Am Samstag, 20. Januar, stellt Gerhard Hofweber sein Buch "Die Formen der Versöhnung mit der Vergangenheit. Wie wir frei werden zu einem erfüllten Leben" im Café Carpe Diem im Staatsbad Brückenau vor. Beginn ist um 18 Uhr. Ab 20 Uhr präsentieren Pia Zachmann (Gesang) und József Banyák (Piano) Jazz und Bar Classics. Die Buchvorstellung ist kostenfrei, der Eintritt zum Konzert kostet 15 Euro.

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